Pecunia non olet – Staatsknete sowieso


bilder.net

Staatskirchenverträge und das Reichskonkordat sichern Einigen wenigen eine sorglose Lebensperspektive. In fast allen Bundesländern  erfolgen Zahlungen an die Kirchen, die angesichts der Sparmaßnahmen durch die Bundesregierung grotesk erscheinen, oder aber den Ruch der Religions-Subvention tragen.

Bremen und Hamburg sind die einzigen kommunalen Strukturen, die keine Transferleistungen an die Kirchen leisten. Nordisch-hanseatische Renitenz macht sich bezahlt.

2010 sind in den übrigen Bundesländern rund 459 Millionen Euro für die Zahlungen an die Kirchen geplant. Diese Summe ist zusätzlich zu den ohnehin öffentlichen Milliardenhilfen für die kirchlichen Sozialwerke Diakonie und Caritas.

Die Zuwendungen werden als Ausgleich für die Enteignungen von Kirchenbesitz Anfang des 19. Jahrhunderts gerechtfertigt. Bestimmte Beiträge gehen sogar auf die Zeit der Reformation zurück. Noch nie ist es einem Land gelungen, den Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Kirchen zu entkommen, bzw. sich derer zu entledigen.

Überall wird gespart, bei Hartz-IV-Betroffenen, Krankenhäusern und bei der Altenpflege. Einsparungen bei den Pfaffen scheinen tabu. Über Jahrhunderte hat sich der Staat für die gierige Geistlichkeit zur eierlegenden Wollmilchsau entwickelt. 200 Jahre alte Verpflichtungen gibt es sonst nirgends.

So werden durch die Landesregierung des hochverschuldeten Saarlandes „Alimente für Hilfsgeistliche im ehemaligen pfälzischen Teil des Saarlandes“ gezahlt. Saarbrücken zahlt außerdem Unterhalt für den „Bischöflichen Stuhl“ in Trier. Bayern für Orgeln, Glocken und Uhren. Da gibt es staatliche Leistungen für Benefiziaten, Mesner, Kirchendiener, nebenamtlichen bischöflichen Sekretären, Domvikaren, Kanonikern, Dignitären und Bischöfen mit ihren Jahresrenten.

Die üppigen Zuwendungen des Staates führen dazu, dass Herr Zollitsch in Münster einen Altarraum umgestalten lässt, einschließlich eines Bischofsstuhls aus rotem Granit, für 450.000 Euronen, in Regensburg kommen für ein ähnliches Projekt noch 100.000 Euro zusammen. Der Einbau einer Orgel in die Trierer Konstantin-Basilika 868.000 Euro. Am Sitz eines Bischofs werden dann zwei Nonnen als Haushälterinnen beschäftigt.

All das erfolgt aus öffentlichen Mitteln, aus Steuergeldern die Muslime, Juden, Buddhisten, Atheisten zahlen um einer parasitären Clique von Pfaffen ein sorgenloses Leben zu gewährleisten. Damit sollte angesichts leerer Kassen Schluss sein und zwar endgültig.

Diese Gelder haben nichts mit den Kirchensteuern zu tun, so hat der Staat für die Pfaffen 2009 4,9 Mrd.€ (RK) und 4,4 Mrd.€ (E) eingenommen.

Staatsleistungen nach Ländern:

Bundesland Römisch-katholisch Evangelisch
Bayern 66 Mi. Euro 22 Mi. Euro
Baden-Württemberg 51 Mi. Euro 52 Mi. Euro
Rheinland-Pfalz 27 Mi. Euro 21 Mi. Euro
Nordrhein-Westfalen 13 Mi. Euro 8 Mi. Euro
Hessen 13 Mi. Euro 32 Mi. Euro
Thüringen 5 Mi. Euro 16 Mi. Euro
Sachsen 1 Mi. Euro 20 Mi. Euro
Berlin 3 Mi. Euro 8 Mi. Euro
Sachsen-Anhalt 5 Mi. Euro 24 Mi. Euro
Niedersachsen 8 Mi. Euro 31 Mi. Euro
Schleswig-Holstein kleiner als 1 Mi. Euro 12 Mi. Euro
Mecklenburg-Vorpommern kleiner als 1 Mi. Euro 11 Mi. Euro
Brandenburg 1 Mi. Euro 10 Mi. Euro

Das Saarland zahlt weniger als eine Million Euro an beide Kirchen. Hamburg und Bremen zahlen keine Staatsleistungen an die Kirchen. Die Zahlen wurden wurden dem Print- Spiegel Nr.30 vom 27.07.2010 entnommen.
Ulf Tieking vom Schweriner Kultusministerium bringt dann noch zum Ausdruck:

Kirchen sind oft der einzige stabile Kulturträger vor Ort.

Finanzkürzungen stehen deshalb nicht zu Debatte. Auf die Idee andere Kulturträger zu fördern kommt der Mann nicht. Statt dessen setzt man eben auf „religiösen Tourismus“.