Anti-Religion Satanismus


Pentakel
Symbol-Unfug (CC-by-sa/3.0 by Manowarwarrior)

Seit Jahren habe ich nichts mehr von Satanismus in den Medien gefunden. Hat offenbar keine Konjunktur mehr. Schätzungsweise handelt es sich um ein Komplementär-Phänomen zu der klerikalen Antichrist-Propaganda, die zuletzt im frühen 20. Jahrhundert und den Epochen davor Hochzeiten hatte.

Was an psychopathischen Morden wie etwa von der Manson-Sekte dem „Satanismus“ zugeschrieben wurde, dürfte faktisch dem realen Phänomen psychischer Erkrankung zuzuordnen sein. Die Fähigkeit, Anhänger um sich zu scharen, ist nicht an geistige Gesundheit gebunden. Schwache, suggestible Menschen, die sich von Anderen beherrschen lassen, gibt es wie Sand am Meer.

Der vorliegende russische Fall von Morden und Leichenzerstückeln in der dortigen jugendlichen Gothic-Szene dürfte da keine Ausnahme sein. Eine Gothic-Musik und-Mode-Szene gibt es in Deutschland auch. Alljährlich treffen sie sich zu Pfingsten in Leipzig zu Konzerten und Schaulaufen. Aber Ritual-Verbrechen sind mir da keine bekannt.

Dass man esoterischem Schwachsinn, von dem sich eben Jugendliche und Geisteskranke besonders angezogen fühlen, das Etikett des „Satanismus“ anheftet, erhöht für spätpubertäre Kreise nur die Attraktivität. Für die religiösen Fundamentalisten ist es ein probates Feindbild. An alledem sind womöglich erwartungsgemäß „die 1968er“ schuld.

Übel antienzyklopädisch ist übrigens mal wieder die deutsche Wikipedia. Laut deren Richtlinien hält man dort ja den Grundsatz der „Neutralität“ und des gesicherten Wissens in hohen Ehren. In dem Artikel zu „Satanismus“ liest man allerdings, dass es einen traditionellen sowie einen „modernen“ Satanismus gäbe, der – man höre und staune – von Atheismus inspiriert wäre.

Da Atheisten definitionsgemäß und real weder an Gott oder Götter noch an Teufel oder Dämonen glauben, ist das eine logische Absurdität. Das stört Propagandisten der Religion aber bekanntermaßen nie, die immer bemüht sind, Atheisten alles Böse in der Welt anzuhängen. In Wikipedia werden sie daran kaum gehindert.

Nebenbei ist anzumerken, dass für das dortige  Atheismus-Bashing selbstverständlich keinerlei Beleg-Quellen angeführt werden. Das verstößt gegen zwei weitere offizielle Wikipedia-Richtlinien: Es soll keine Theorie-Findung betrieben werden und alle strittigen Aussagen müssten mit seriösen Quellenangaben untermauert sein. Man darf gespannt sein, wie lange diese Missstände in der Wikipedia unbearbeitet bleiben.

Satanists Jailed for Ritual Murders

By Alexander Bratersky, The Moscow Times

Seven self-confessed members of a Satanist sect were sentenced Monday by the Yaroslavl Regional Court to prison terms for killing four teenagers and desecrating their bodies in a 2008 initiation ritual.

The sentencing follows a similar case in May in St. Petersburg, where two men who called themselves Goths were handed nearly 20-year prison terms for drowning and cannibalizing a 16-year-old girl in January 2009.

The Yaroslavl group’s ringleader, Nikolai Ogolobyak, 21, will spend 20 years in prison on charges of murder, robbery and desecrating a corpse. Five of his accomplices, including one girl, were handed sentences ranging from eight to 10 years on the same charges, while a sixth person received a two-year term, RIA-Novosti said.

An eighth suspect, Anton Makovkin, 21, known as Doctor Goth, was ruled insane and will be placed in a mental institution.

The court ruled that the group killed three high-school boys and one girl, cut apart their bodies and buried them. Komsomolskaya Pravda reported Monday that the victims were involved in the Gothic subculture and met with the sect members out of curiosity.

Most of the trial was closed to public because of the gruesome details of the incident, RIA-Novosti reported. Sergei Vanteyev, a lawyer for one of the suspects, committed suicide in May, local television reported.

weiterlesen

13 Gedanken zu “Anti-Religion Satanismus

  1. Daniel

    Immer wenn von der GWUP die Rede ist, kommt mir der Begriff des Religionsersatzes in den Sinn. Bei dieser Gruppe wird die Skepsis als degenerierte Pose der intellektuellen Überlegenheit, in Verbindung mit einer sicherheitsspendenden, bipolaren Weltsicht, inklusive der dazugehörigen Trennlinie von In- und Out-Gruppe stilisiert, ähnlich wie bei der Umweltbewegung.

    Diese zumeist kleingeistigen Menschen brauchen einfach ein (pseudo-)weltanschauliches Koordinatensystem, ohne das sie sich verloren und jeder Bedeutung beraubt fühlen. Würden sich diese Leute mit allen Facetten von Philosophie und Spiritualität auseinandersetzen, würden sie ihr Dilemma klar erkennen.

    Gleichzeitig wird die Wissenschaft als absolut objektiv und unfehlbar betrachtet. Darüber hinaus wird ihr ein universeller Deutungsanspruch zugesprochen. De facto wird die Wissenschaft zum neuen Glauben erhoben, natürlich mit den dazugehörigen Propheten. Man denke nur an James Randi, Richard Dawkins und andere. Eine äußerst bedenkliche und besorgniserregende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass genau dieses das Gegenteil von Objektivität, Rationalität sowie kritischem Denken darstellt, wofür Wissenschaft doch eigentlich stehen sollte.

    Da ist mir die gute, alte katholische Kirche schon lieber. Da weiß man was man hat, denn in deren Oberen Rängen glaubt doch mit Sicherheit kaum noch jemand daran, dass Gott nicht schon lange tot ist, und das sage ich als Agnostiker und Satanist.

    Gefällt mir

  2. Freu mich immer, interessante Beiträge zu lesen – also mal ein globales Dankeschön für Deine Mühen.
    Daß mir nicht alle gefallen, geschenkt (Perfektion = Illusion ;-))

    Satanismus als Religion (oder religiöser Abgrenzungsversuch) zählt für mich nur als Variante unter vielen (letztlich auch nicht so ganz neu.., gab schon im alten Babylon und Ägypten konkurrierende Gottheiten mit konkurrierenden Anhängerschaften, die sich gern mal bissl kreativ absetzen wollten).

    Satanismus im christlichen Verständnis (böse, böse Dinge) ist schlicht ein Widerspiegeln eigener (christlicher und mit Binnenlogik versehener) vorurteile.

    Satanismus als Ettikett für Gewalttaten ist abweichendes Verhalten, offensichtlich häufig mit kriminellen Energien gepaart. Da dienen religiöse Versatzstücke nur als Reinwaschungsversuch. nennt man auch treffender Tätertheorien und Negationstheorien. Täter versuchen da zu erklären, warum die Opfer es sowieso verdient hatten. (Sieht bei Sexualstraftätern ganz genauso aus…. und zwar ohne religiösen Anstrich).

    Satanismus als ERklärungsversuch für abweichend-krankhaftes Verhalten ist eher unzutreffend. Zum einen sind Schitzophrene („Stimmenhören“) weitaus seltener gewalttätig und gefährlich, als man das als Laie so vermutet.
    Zum anderen ist in solchen Fällen, wenn man die Historie der Störungsentwicklung anguckt, meist der religiöse Wahn schon vorher vorhanden. Ob und wieviel sich davon mit echter psyschischer Erkrankung vermischt, wage ich nicht zu sagen (aber ich habe eher meine Zweifel daran).

    Vermutlich häufiger hat man es mit kruden Begründungs-laien-Theorien zu tun, Deckmäntelchen also.

    Alles in allem halte ich die Satanisten für ebenso ungefährlich oder gefährlich wie alle anderen Religionszweige.
    Das aber ist nur meine Meinung.

    Gefällt mir

  3. Vindex

    Ich glaube da hat jemand keine große Ahnung bezüglich des Phänomens des Satanismus und schreit und hetzt lieber als seinen Verstand zu benutzen und Vernunft zu zeigen.

    Der Satanismus hat nichts mit Menschenopfer, Verbrechen, wüsten Orgien und anderen Dingen zu tun. In der Regel kommen Satanisten auch ohne Rituale, Magie und esoterische oder okkulte Riten aus oder Großveranstaltungen aus und sind geistig gesund.

    Auch wenn Cowley viel mystischen Unsinn geschwafelt hat, kann man auch bei ihn noch erkennen, daß der Satanismus im Grunde eine sehr rationale und egozentrische Art zu denken ist. Das eigene Wollen und Werden steht über allen anderen Dingen. Mitleid, Anteilnahme, die Bedürfnisse anderer und co sind bedeutungslos, es zählt nur, was einem selbst gut bekommt, was einem selbst reich, mächtig, stärker und größer macht.

    Satanisten einfach nur als dumme Idioten, Geisteskranke oder Opfer einer Manipulation abzustempeln ist kleingeistig, unvernünftig und kindisch. Als areligiöser Mensch, der sich den religiösen Menschen überlegen fühlt, sollte man schon in der Lage sein nicht nur große Töne zu spucken und wütend verbale Prügel zu verteilen, sondern
    seinen Verstand benutzen können und vernünftig an eine Sache herangehen zu können.

    Satanisten sind egozentrisch, rational, logisch und egoistisch und machen einen Kult um ihr eigenes Fortbestehen, Werden und ihre angebliche Überlegenheit, weil ihnen andere egal sind und sie sich logisch immer für den eigenen Vorteil entscheiden. Wenn sie helfen, dann aus rein eigennützigen Motiven, wobei man natürlich nicht vergessen sollte, daß in der Wissenschaft ja auch sehr lebhaft diskutiert wird, weshalb Menschen helfen, sich für andere einsetzen und nicht nur an sich selbst denken. Da wird auch immer wieder über die Erklärung darüber gesprochen und diskutiert, daß Menschen aus schlichten Eigennutz und Vorteilsdenken nicht nur an sich selbst denken und Hilfe für jemand anderen nichts anderes als eine elegante Möglichkeit ist die Hilfe anderer für sich in Anspruch nehmen zu können.

    Psychopathen, die von Natur aus auf solche Denkweisen und Ideen gepolt sind und gar nicht erst das Denken anfangen müssen, um auf solche Ideen zu kommen, versuchen normale Menschen zu spielen.

    Ritualmörder und co sind psychisch krank und schwer gestört, Ritualmorde sind die Folge psychischer Probleme Krankheiten und nicht die Folge von Satanismus oder sonst einer Weltanschauung oder Religion.

    Da Satanisten sich als so rational und logisch hinstellen und versuchen so zu leben, berühren sie natürlich einige Aspekte des Atheismus. Das Streben nach eiskalter Rationalität, wie im neuen Atheismus ja immer wieder gelebt und eingefordert, wie kommt man sonst auf die Idee atheistische Ferienlager für Kinder zu veranstalten, wo den Kindern möglichst schnell der Glaube an Fantasiefiguren genommen werden soll und die Nichtexistenz von Einhörnern und Feen rational veranschaulicht werden soll.

    Die Typen in den schwarzen Kutten mit den Skeletten, den Nekronomicons, Ritualdolchen, Pentagrammen und den umgedrehten Kreuzen sind nicht mehr als kleine, harmlose Kinder, die ein wenig Sinn in ihrem Leben suchen und mit dem Okkulten herumspielen, Tarotkarten legen und ein wenig ihre Umwelt provozieren wollen.

    Satanismus ist für den modernen Satanismus, er ist wohl der einzige Satanismus, der je wirklich existierte, das falsche Wort. „Satan“ und co steht bei Cowley und anderen Satanisten nicht für den mythologischen Gegenspieler des Eingottes aus dem nahen Osten, sondern eben für das Konzept auf diese egoistsiche, egozentrische Art und Weise ohne universelle Regeln, Normen und Werte zu leben.

    Gefällt mir

  4. !. lieber Kuro – ich bin amtlich bestätigter Legastheniker, und habe hier keine nachträgliche Korrekturmöglichkeit.
    Das bei komisch geschriebenen Worten bitte immer beachten.
    Ich bitte um Nachsicht.

    2. sind wir hier eben nicht bei der grandiosen, allumfassenden Wahrheit, sondern auf einem wissenschaftlichen Niveau (oder?) – daher bitte Wissenschaft als Kunst der Korrektur alter Irrtümer immer mit im Hinterkopf behalten.
    Die Wahrheit gibts an einem anderen Portal…

    3. ich kenne beide persönlich. Sie mich übrigens auch.
    Wie ist das bei Dir?

    4. Ich verstehe nicht genau, was „namensdropping“ ist. Bitte sag mir, was Du drunter verstehst, erst dann kann ich dazu Stellung nehmen.

    Ich schrieb ja, tut mir leid mit dem Doppelposting. die erste Version war auch nach etlichen Minuten noch nicht on, und da dachte ich, sie ist irgendwo im Null-Device angekommen. Der Folgebeitrag von mir war nämlich hochgeladen. Da hab ich es nochmal geschrieben (mit Hand, wie Du an der veränderten Formulierung sehen kannst), und dann wars halt doppelt.
    Ich bedaure das, sieht albern aus, ich weiß. Ist mir recht, wenn Du eins von beiden (nebst meiner Bitte um entschuldigung darauffolgend….) cancelst.
    Ich dachte, das wäre schon so bei Dir angekommen…

    Hier kann es nicht um die Einzige Wahrheit gehen. Hier kann man nur verschiedene Modelle und Konstrukte diskutieren. Natürlich ist Grundwissen unwidersprochen, über das Newtonsche Fallgesetz streitet auch keiner mehr.
    Aber gerade soziale und individuelle Entwicklungen mitsamt den Abweichungen sind mein Fachgebiet.
    Ich sehe da also so einiges, das dem „landläufigen Wahren“ (und den TV-Wahrheiten) ziemlich widerspricht.
    Man darf nicht alles glauben, was so behauptet wird, Kritisches Denken ist immer sinnvoll, und nicht immer ist alles so einfach und straight, wie s auf den ersten Blick aussieht.
    Im Gegenteil, in den Sozialwissenschaften sind die meisten Dinge recht komplex. laientheorien sind da meist zu vereinfacht, um wirklich greifen zu können.
    Dauert aber eben immer um die 20 jahre (Minimum), bis sich das in die Öffentlichkeit herumspricht…

    Abschließend – hast du ein Problem mit der GWUP? Wenn ja, welches denn?

    Gefällt mir

    1. @Yerainbow
      Aber hallo,
      Mit Tippfehlern haben wir alle zu kämpfen, davon mache ich gar kein Aufhebens. Doppelpostings passieren, wenn ein Kommentar zunächst im Spam-Cache landet und nach Überprüfung verzögert von Hand freigeschaltet wird. Da wir alle so ungeduldig sind …

      Namedropping ist schiet Denglisch, aber ein brauchbarer deutscher Ausdruck kam nicht in den Sinn. Renommiersucht oder Angeberei – naja, trifft’s nicht ganz. Ich fand deinen Kommentar etwas unklar und unausgegoren, fragte daher: was soll das? Ad hominem war/ist das nicht gemeint.

      In deinem neuen Aufgreifen fehlt das mir Wichtigste, nämlich ein Eingehen auf die Inhalte (Satanisten Hintergründe) von deiner Seite. Wenn ich mir schon mal die Arbeit mache, ein Thema, das mich lediglich intellektuell, aber privat überhaupt nicht berührt, zu recherchieren, dann soll das nicht umsonst sein. Bedenke bitte, das hier ist von meiner Seite lohnlose, reine Extra-Arbeit.

      Gefällt mir

  5. Cheetah

    Satanismus als atheistisch inspiriert zu bezeichnen ist – ausnahmsweise 😉 – keine christliche Verschwörung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Church_of_Satan
    Hier dient der Name Satan wohl nur in erster Linie als Provokation oder um die genannten spätpubertären Kreise anzuziehen.
    Der (bei Wikipedia) beschriebene Sozialdarwinismus ist aber meines Wissens nach optional. Zumindest hatte ich früher, als sich einige dieser „Satanisten“ in Internetforen profiliert haben, eher das Gefühl, dass hier jemand seinem fehlenden Glauben ein „cooles“ Label geben will.

    Gefällt mir

  6. kleiner Hinweis auf den Autoren Bernd harder (beschäftigt sich mit dem Thema Satanismus) und auf mark Bennecke, Ehren-Satanist und forensischer Biologe (auch als Dr. made bekannt).

    Gefällt mir

    1. @yerainbow

      Sag mal, dient dein Namen-Dropping dazu, anderen Leuten sinnlos Arbeit zu machen? Mark Benecke (von dir falsch geschrieben, weil offenkundig nur vom Hörensagen bekannt) ist ein kriminoligeischer Gutachter und Poliziausbilder im Hauptberuf. Freizeitmäßig ist er Gothic-Musik-Fan, Präsident der „Transylvanian Society of Dracula“ und Peta-Tierschützer. Im Landtagswahlkampf 2010 in NRW trat er als Spitzenkandidat der Jux-Partei „Die Partei“ für das Amt des Ministerpräsidenten an. Alles in allem also eine Art „Spaß-Guerillero“. http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Benecke
      Wieso das mit dem angeblichen Ehren-Satanist mehr als ebenfalls so eine Fun-Äktschen sein soll, erschließt sich mir nicht.

      Bernd Harder ist Journalist, Buchautor und Pressesprecher der Skeptiker-Vereinigung GWUP, Langjähriges Vorstandsmitglied der GWUP, Chefreporter des „Skeptiker“ und verantwortlich für den „Magazin“-Teil. http://www.gwup.org/component/content/article/44/865-wiw-bernd-harder Der Publizist Harder hat 2002 ein Buch „Die jungen Satanisten“ vorgelegt http://www.ekd.de/ezw/42714_im_blickpunkt_satanistische_motive.php

      „Die Erscheinungsformen des Satanismus – vom jugendlichen Protest-Satanismus und dem Privat-Satanismus psychisch gestörter Einzelgänger, über den Ordens-Satanismus und satanisch verbrämte sexuelle Perversionen bis hin zur Gewaltkriminalität – lassen sich phänomenologisch nur schwer in einen verstehbaren Zusammenhang bringen. Nicht nur ist die Recherche schwierig, da sich ernst gemeinter Satanismus oft nicht in der Öffentlichkeit präsentiert. Oder im Gegenteil: Man begegnet satanistischen Phantasiewelten, denen glücklicherweise keine Praxis entspricht. Man findet wenig Bindung an Traditionen, überhaupt wenig Interesse an der Stimmigkeit und Vermittelbarkeit ihres Denkens und Tuns unter Satanisten. Darauf weisen sowohl Hans-Jürgen Ruppert als auch Bernd Harder, Ingolf Christiansen und andere mit Recht hin.1 Religions- und ideengeschichtlich fällt eine Systematik ebenso schwer, da sich unter dem Etikett Satanismus okkulte, antikirchliche und antichristliche, sogar neuheidnische und rechtsextreme Traditionen in vielfältigen Gemengen versammeln.“

      In einer GWUP-Eigenwerbung für das Buch steht Folgendes: „„Die jungen Satanisten“ von GWUP-Pressesprecher Bernd Harder ist das erste Buch, welches das brisante Phänomen nicht religionswissenschaftlich analysiert, sondern es konsequent von Seiten der Betroffenen her ausleuchtet: Welche drängenden persönlichen Bedürfnisse versuchen Jugendliche im Teufelskult zu befriedigen? Und wie sollten erwachsene Bezugspersonen auf diese düstere Gegenwelt der menschenverachtenden Umwertung aller Werte reagieren? Welche Antworten haben wir auf verzweifelt-dreiste Behauptungen wie „Satanisten stehen bloß zu dem, was andere heimlich tun“ oder „Gesetze und Gebote engen ein, Satanismus befreit“? Der Autor seziert darüber hinaus sachlich, aber ohne zu verharmlosen die aktuelle „Okkultur“: Wo treffen sich jugendliche Satanisten im Internet? Wie werben organisierte Satanskulte im weltweiten Datennetz? Verätzen „Satansmusiker“ wie Marilyn Manson ihren Fans das Gehirn mit teuflischen Parolen? Wer verbirgt sich hinter der „Blackmetal-Mafia“? Wie gefährlich sind die vielen Hexen- und Dämonenserien im Fernsehen? Führt Harry Potter geradewegs in den Satanismus?“

      Bringt das Dich oder jemand Anderes wirklich weiter? Oder hast du es in Wirklichkeit ganz anders gemeint? Wie?

      Gefällt mir

  7. Okay, habe ich zur Kenntnis genommen und nachrecherchiert. Interessant, dass sich dabei Verbindungen zu NPD/Neonazis ebenso wie zu Schizophrenie (Stimmenhören…) fanden.

    Der seltsame Name F Nord hat es aber auch in sich:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fnord
    „Fnord ist ein Kunstwort, das vor allem durch die Illuminatus-Trilogie von Robert Anton Wilson und Robert Shea sowie die Principia Discordia bekannt wurde. Es steht sinnbildlich für Konditionierung durch gezieltes Einspielen von Information und Desinformation (vgl. Kommunikationsguerilla) und die sich daraus ergebenden Manipulationsmöglichkeiten, vor allem für die Massenmedien und den Staat. Die Vokabel ist nicht nur zum Code unter Diskordiern und Illuminatus-Lesern geworden, sondern wird darüber hinaus auch in Hacker-Kreisen und im Usenet verwendet“.

    Gefällt mir

  8. Kleiner Hinweis auf Bernd harder (Autor, der sich mit dem Thema Satanismus befaßt) und mark Benecke (der „Ehren-Satanist“ und forensischer Biologe ist, wer s schon mal gehört hat, „Dr. made“)

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.