Der Islam ist vom Teufel


Pastor Terry Jones ruft in einem Video dazu auf, an der Verbrennung von Koran-Exemplaren teilzunehmen. Screenshot: YouTube/PR

Die geplante Koran-Verbrennung durch eine protestantische Gemeinde im US-Bundesstaat Florida stößt auf Widerstand bei der größten evangelikalen Dachorganisation der Vereinigten Staaten.

idea.de

Die Evangelische Allianz (NAE), die rund 30 Millionen Christen repräsentiert, fordert die Absage der Bücherverbrennung. Sie würde nicht nur in den USA, sondern weltweit die Spannungen zwischen Muslimen und Christen verstärken, erklärte NAE-Präsident Leith Anderson (Washington). Es scheine sich um einen Akt der Rache für die Christenverfolgung in islamisch geprägten Ländern zu handeln, so Anderson. Die Bibel rufe aber dazu auf, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, sondern „dem Guten nachzujagen – untereinander und gegen jedermann“ (1. Thessalonicher 5,15).

Die Allianz wolle Verständigung und Versöhnung zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens fördern. Eine Koran-Verbrennung würde Muslimen zutiefst beleidigen; ebenso würden auch Christen auf eine Verbrennung von Bibeln reagieren. Gleichwohl spreche die Allianz auch die Verfolgung von Christen in aller Welt deutlich an. Allianzvorstandsmitglied Joel Hunter, Hauptpastor einer Gemeinde in Orlando (Florida), mahnte, nicht noch Öl in das Feuer zu gießen, sondern es mit „dem Wasser der Liebe“ zu löschen.

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17 Comments

  1. Wer wissen will, wie der Islam funktioniert, wie aus einer Ideologie durch die Umsetzung seiner Regeln, anfangs von einer Minderheit, eine Islamisierungsdynamik entsteht, die dann Schritt für Schritt zu Islamisierung ganzer Gesellschaften führt, mit all den negativen Auswirkungen, die mittlerweile sattsam bekannt sind, sollte das Buch, „Das Dschihadsystem“ des Sozialwissenschaftlers Manfred Kleine-Hartlage lesen.

    Das Buch erhellt die Mechanismen, wie der Islam funktioniert, besser als jedes andere Buch!

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  2. Fakt ist, daß die Funktion aller Religionen klar erkennbar ist.

    – innenpolitisch auf Linie bringen
    – außenpolitisch abgrenzen
    – STabilisierung der machtausübung

    so gesehen war auch der Sozialismus eine Quasi-Religion (läßt sich belegen), das Nazitum sowieso.

    Basiert letztlich nicht unbedingt auf magischen Praktiken (die werden dazu nur benutzt), sondern schlicht darauf, dysfunktionales Denken zu fördern.
    Ist einfach von Machthabern besser zu handhaben…

    natürlich gibts auch Nebeneffekte, die nicht ursprünglich geplant waren, die für die mchterhaltung aber gern genutzt werden – oder nutzbar gemacht werden.
    ZB ist aus dem Binnenstreit zwischen Petrus und Paulus, WER alles Christ werden darf, der allgemein benutzte Judenhaß erwachsen.
    Dabei war die Fragestellung vergleichsweise harmlos: Petrus wollte JEDEN zum Christen werden lassen, Paulus wollte nur ECHTE Juden dazu zulassen.
    Daß Jesus ein beschnittener Jude war, steht ja eigentlich außer Zweifel…
    Petrus ging es um den Machtzuwachs für die Bewegung, Paulus um die Reinheit der Lehre. (gibt ne ganze forschungsrichtung dazu)

    Grundsätzlich basiert das auf enorm alten Ideen, ich nenns der Kürze halt „Sklavenhalterdenken“.
    Die Idee ist, daß es verschieden wertvolle Menschen gibt, halt welche, die mehr wert sind, und welche, die weniger Wert haben.
    Scheint eine so alte und so basale idee zu sein, daß sie noch immer verbreitet ist, und selten hinterfragt wird. Gar nicht, eigentlich…

    Mit häufiger fatalen Folgen. Womit ich auf Carl Sagan komme und seine „Ungeziefer-Theorie“.

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  3. @Rheinlaender:
    Danke für die Sympathiebekundung!

    Das von Ihnen erwähnte Thema (Quellenlage der biblischen Schriften) ist natürlich wichtig, an dieser Stelle wohl aber eher ein Exkurs, der bei Forführung den Rahmen der hiesigen Kommentarfunktion sprengen dürfte (wiewohl ich mich nicht davor drücken will).

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  4. @berlinjc

    Ja? Sie wissen was Jesus wollte und wirklich sagte? Das bei der wiederspruechlichen und duennen Quellenlage?

    Sagen wir doch mal eher so: Sie picken sich aus den Quellen jenen Jesus heraus, der Ihrerm Character besser entspricht, wie Terry Jones auch.

    Dass diese Version sympatischer ist als die des Terry Jones, spricht fuer Sie, erhoeht aber aber immer noch nicht deren Wahrheitsgehalt.

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  5. @Rheinlaender:
    Leider gibt es diese Seiten des Christentums, die Sie erwähnen. Und offenkundig decken sich diese Seiten nicht mit dem, was Jesus Christus eigentlich gemeint hat.
    Dennoch darf nicht unterschlagen werden, dass es stets Strömungen in der Christenheit gab, die eben nicht die Institution Kirche samt ihrer Missbrauchsgeschichte gestützt haben und oftmals deswegen von dieser Institution verfolgt wurden (z.B. die Täuferbewegung) oder, dass es etliche christliche Wissenschaftler gab, die durchaus für ein anderes Denken eingetreten sind.

    Somit würde ich präzisieren:
    Terry Jones steht für die Tradition eines falschen Christentums und nicht für das, was Jesus Christus selbst lebte.

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  6. Terry Jones ist im besten Fall ein kranker Christ, dem Gott Genesung geben möge.

    Memo to myself: Du hast zuviel Monty Python geguckt, wenn
    Du bei obigem Satz folgendes Bild im Kopf hast:

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  7. @berlinjc

    Ja? Der Mann soll kein „guter Christ“ sein. Die Unterdrueckung andern Denkens ist allerbeste christliche Tradition. Das Verbennen von Buechern wurde von Christen ueber Jahrhunderte immer wieder praktiziert.

    Ich weiss nicht welches Christentum Sie zusammenreimen und -basteln, aber Terry Jones passt zu jenem Christentum, wie es sich seit knapp 2000 Jahren darstellt.

    Der Mann steht in bester christlicher Tradition.

    Welchen Reim ich als zivilisierter Mensch ueber das Christentum machen, wird man denken koennen.

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  8. Natürlich ist diese Aktion absolut provozierend und eindeutig abzulehnen. Terry Jones ist entweder dumm und braucht dringend therapeutische Hilfe oder er ist böse und sollte bestraft werden. Gerade wegen einer solchen Aktion sage ich, dass dieser Mann kein christlicher Fundamentalist ist… weil dann würde er sich auf das christliche Fundament besinnen, dass da sogar die Feindesliebe beinhaltet… Terry Jones ist im besten Fall ein kranker Christ, dem Gott Genesung geben möge.

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  9. Das wirklich Lustige an diesen Fundamentalistenknalldeppen ist ja, dass sie sich noch mal bewusst sind, wie aehnlich sie doch sind. Alle meinen die letzte, unfehlbare und fuer alle verbindliche Wahrheit gefunden zu haben, besitzen gegen jede Form des rationalen Argumentes eine nahezu absolute Immunitaet und sind willig Maetyrer zu machen, bzw. zu werden.

    Meine Diagnose: Gleiche Krankheit, minimal unterschiedliche Symptome.

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  10. Der Akt der Bücher-Verbrennung ist weltanschaulich vorbelastet („Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Menschen“). Schon deshalb tun christliche Fundis gut daran, auf solche Aktionen zu verzichten. Von den Gewalt-Exzessen, die solche Exempel hervorrufen ganz zu schweigen.

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  11. „…Der Islam ist vom Teufel…“

    Vom Teufel sicher nicht, aber das ist grauenvolle Realität! Das sollte man sicher immer mal wieder vor Augen führen, wenn es zu theoretisch wird…

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  12. Also ich persönlich finde das Verbrennen von Büchern, auch wenn sie mir ganz und gar nicht gefallen (und der Koran ist als Kulturobjekt alles andere als ein „mißfallen-erregendes Buch“, sondern schlciht ein Kulturgut mit Ecken und Kanten), scheußlich.

    Erst die Bücher, und dann wieder Menschen?

    auch das kulturelle Wissen, das uns nicht zusagt, ist kulturelles Wissen.
    Wir lernen daraus. Und wenns halt das ist, wie mans vielleicht besser nicht machen sollte.

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  13. andere Leute, womöglich auf einem anderen Kontinent

    Ah, Du sprichst hier von dem islamischen Kontinent…?! Es
    soll aber auch auf dem amerikanischen Kontinent
    Islamiker geben… 😉

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  14. Ich finde eine Koran-Verbrennung als Antwort auf den 11. September bzw. Christenverfolgung wirklich harmlos. Außer religiösen Gefühlen wird dabei ja nichts und niemand verletzt.

    Ich finde jeden muslimischen Gebetsruf, der verkündet „es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“ und „Allah ist am größten“ eine Beleidigung meiner atheistischen Gefühle!

    Wer so fanatisch ist, dass er ein Problem damit hat, wenn andere Leute, womöglich auf einem anderen Kontinent, Bücher verbrennen, ist doch selbst schuld!

    Hindus kriegen ja auch nicht jedes Mal die Krise, wenn irgendwo auf der Welt eine heilige Kuh geschlachtet wird.

    Und die Buddhisten haben selbst die Sprengung der Buddhas von Bamian, die ein unersetzliches Kulturdenkmal waren, hingenommen ohne auszurasten.

    Die Muslime solten sich mal ein bisschen lockerer machen!

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  15. Schön blöd wer heute noch Bücher verbrennt. Da drängt sich der Nazi-Vergleich ja geradezu auf. Ein PR-Desaster.

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  16. Frü mich sieht das wie ganz normales Konkurrenzverhalten aus.

    Jepp, siehe auch den letzten Abschnitt:

    „Der Termin birgt eine weitere Provokation in sich: Am 11. September feiern viele Muslime das Ende des Monats Ramadan mit einem Tag des Fastenbrechens. Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen will den Tag zur Verbreitung des Korans nutzen.“

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