USA: Werbekampf der Religionen


Refuge From Islam
Abwerbung? (Grafik:RefugeFromIslam.com)

Florian Rötzer, telepolis

Auf Bussen und Taxis wird für den Islam geworben, während die lauter gewordenen Islamgegner eine Gegenkampagne gestartet haben

Obgleich sich jüngst in einer Umfrage die US-Amerikaner im Gegensatz zu den Europäern mehrheitlich gegen ein Burka-Verbot aussprachen, wächst auch in den USA, wo weitaus weniger Muslime als in vielen europäischen Ländern leben, die antiislamische Stimmung. Schwung hatte sie bekommen, nachdem die Pläne bekannt wurden, ausgerechnet auf Ground Zero eine große, 15-stöckige Moschee zu bauen, und zuvor mehrere Muslime verhaftet wurden, die Anschläge geplant haben sollen. 

Anfang Juni nahmen einige Tausend Menschen an einer Demonstration gegen die Moschee teil. Für den 11.9. ist ein weiterer Protest geplant. Verstärkt wird nun die Bewegung, hinter der auch viele Republikaner wie Sarah Palin oder Newt Gingrich stehen, durch die Entscheidung der jüdischen Organisation Anti-Defamation League (ADL), sich auch gegen den Bau der Moschee am Ground Zero einzusetzen, während sich die Stadt unter Bürgermeister Bloomberg im Zeichen der in den USA hoch angesetzten Religinsfreiheit noch für den Bau ausspricht. ADL, die den Kampf gegen „anti-Semitism, bigotry and extremism“ auf ihre Fahnen gesetzt hat, kommt wegen der Entscheidung, sich den „Fanatikern“ anzuschließen, unter Kritik.

Befürchtet wird nun nicht mehr nur der von Islamisten ausgehende Terrorismus, geschürt werden wie hierzulande Ängste vor einer angeblichen Islamisierung des Landes. So wird beispielsweise in Analogie von Eurabia auch schon mal von New Yorkistan gesprochen, besonders an Plänen für den Bau von Moscheen entzünden sich die Ressentiments.

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