Die Drahtzieher des Vatikans


Cover des Oschwald-Buchs 2010
Cover-Layout des Heyne-Verlags

Hanspeter Oschwald: „Im Namen des Heiligen Vaters – Wie fundamentalistische Mächte den Vatikan steuern“, Heyne Verlag, München 2010, 384 Seiten

Der Rezensent des Deutschlandradios, Andreas Malessa,  rühmt am Buch des Journalisten Oschwald, mit welch „akribischer Recherche, mit Fakten- und Detailversessenheit“ er an die Überprüfung seiner Hypothesen herangegangen ist.

Herausgekommen scheint ein überzeugender Hintergrundbericht darüber zu sein, was hinter den Verlautbarungen und Kulissen des Vatikans vorgeht.

Ähnlich sieht es der Rezensent Norbert Copray von der linkskatholischen Zeitschrift „Publik Forum“ . Unter dem Titel „Eine Machtclique wird entlarvt“ verorte Oschwald „B16“ Joseph Ratzinger als Repräsentant eines reaktionären Netzwerkes. Dass der Autor derart klar Ross und Reiter nennen könne, sei einer „vierzigjährigen gründlichen Recherchearbeit zu verdanken“.

Seit mehr als vierzig Jahren werden klare Entscheidungen getroffen, eine richtungsweisende Personalpolitik betrieben, eine Glaubens- und Morallehre sowie bestimmte Kreise, Institutionen und Personen bevorzugt, die im Ergebnis katholischen Fundamentalismus, moralische Arroganz und frömmelnden Traditionalismus erzeugen.

Wenn es stimmt, was die Buchbespechungen (auch Hans-Jochen Kaffsack in der „Berliner Literaturkritik„) rühmen, so hat Oschwald hiermit ein Fanal der Aufklärung gesetzt.

Kuro Sawai

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DeutschlandRadio Kultur

Mit direktem Draht zum Papst

Der Journalist Hanspeter Oschwald porträtiert in diesem Sachbuch sechs fundamentalistische Bewegungen, auf denen sich die Macht des Vatikans gründet. Die Leser erfahren, wie Netzwerke wie „Opus Dei“ oder die „Legionäre Christi“ funktionieren.

Benedikt folgt der inneren Logik von mächtigen „Bewegungen“ in der katholischen Kirche, zum Beispiel dem „Opus Dei“, den „Legionären Christi“ oder der Gruppe „Communione e Liberazione“, die in mehr als 90 Ländern der Erde Schulen und Universitäten, Stiftungen und Hilfswerke, Firmen, Vereine und Zeitschriften betreiben, Priester ausbilden, Bischöfe und Kardinäle stellen und unter den 2600 Vatikanmitarbeitern als Meinungsführer den Kurs für 1,1 Milliarden Katholiken maßgeblich mitbestimmen.

Buchautor Hanspeter Oschwald, im Brotberuf Journalist, porträtiert sechs dieser Bewegungen anhand ihrer Geschichte und ihrer Erfolge. „Opus Dei“-Gründer Escriva de Balaguer stand im Spanischen Bürgerkrieg fest an der Seite der Faschisten; Marcial Dellogado, Gründer der „Legionäre Christi“, kämpfte in den 50er-Jahren gegen die laizistische Regierung Mexikos; „Communione e Liberazione“ entstand 1969 in Mailand aus Protest gegen die linken 68er und gegen das Zweite Vatikanische Konzil.

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