Lüftet den Schleier!


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Von Eva Quistorp, Bündnis 90/Die Grünen – The European und N24

Die Religionsfreiheit mag die Vollverschleierung von Frauen erlauben. Aber das Grundgesetz besteht aus mehr Artikeln, die zusammen die Burka in einer modernen westlichen Gesellschaft nicht zulassen.

Ein Gegeneinander von islamischer und christlicher Welt wurde zum ersten Mal während des Zweiten Golfkrieges 1991 wahrgenommen. Damals versinnbildlichten George Bush und Saddam Hussein die beiden kulturell-religiösen Pole, Huntington rief den Kampf der Kulturen aus. Damals war ich schon der Ansicht, dass in einer globalisierten Welt der Antisemitismus nicht wieder aufleben darf. Ich glaubte wie so viele, dass der Weg des interreligiösen Dialogs einer des Friedens, der Verständigung und des Ausgleichs sei.

Aber der interreligiöse Dialog, der nur zwischen Universitätsprofessoren, an evangelischen Akademien und zwischen Islamexperten und Theologen stattfindet, reicht überhaupt nicht aus, weil wir eine viel umfassendere Antwort auf religiös aufgeladene Konfrontationen brauchen. Wir benötigen friedenspolitische, geostrategische und historische Kenntnisse. Ich versuchte damals, bei den Demonstrationen gegen den Zweiten Golfkrieg und im Europaparlament mit der parteiübergreifenden Fraueninitiative Sheherezade gegen den Krieg, mich auch gleichzeitig klar gegen Saddam Hussein zu positionieren. Bereits damals versuchte ich, eine politische Position zu finden, die die Anerkennung des Staates Israel, seine Existenz und seine Zukunftsperspektiven mit dieser Ablehnung des Krieges verbindet.

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4 Comments

  1. @ Stefan: Bei mir funktioniert das nicht. 8-] Würde der Text in einem angemessenen Fluss über den Bildschirm laufen, wäre das vermutlich was anderes, aber diese sprunghafte Animation nehme ich als störend, nervig wahr und lenkt mich eher von den Informationen ab.

    Vielleicht liegt es ja daran, dass mein 30. Geburtstag schon ganze 4 Jahre zurück liegt…

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  2. @ michael:
    Das dient der besseren Konzentration auf den Text. Wenn einem, wie hier, eine Information nach der anderen um die Ohren geschlagen wird, kann so nicht nur der Bereich des Hirns angesprochen werden, der gehörtes versteht, sondern auch gleichzeitig mehrere bildverarbeitende Bereiche, die Bewegungen interpretieren und Muster erkennen. Das unregelmäßige Aneinanderreihen der Wörter zu etwas, das ein komplexes Muster suggeriert, hält den Zuschauer bei Laune und verhindert, dass er den Blick abwendet.
    Auf die Art bleiben am Ende wesentlich mehr Informationen hängen, als wenn der gesprochene Text mit passenden Fotos hinterlegt wäre.

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