Die höheren Spähren des Schweizer Fernsehens


tagblatt.ch

Das Schweizer Fernsehen streckt seine Antennen gerne in höhere Sphären aus. Und für diesen Hokuspokus zahlt man erst noch.

Von Birgit Schmid Das Magazin.ch

Nein, mit Homöopathie hat das nichts zu tun. Obwohl auch hier die Heilkraft aus nichts anderem kommt als: Wasser. Doch es geht um einen Brunnen. «Der Glasbrunnen» hiess der Beitrag, mit dem das Nachrichtenmagazin «10vor10» des Schweizer Fernsehens am 19. Juli seine Sommerserie eröffnete. «Wasser kann auch mystisch sein», wird das Porträt eines Mannes eingeleitet, der oft an den «Kraftort» im Bremgartenwald bei Bern geht, um neun Glasflaschen «seines Lebenselixiers» zu füllen und zu meditieren. «Meiner Meinung nach habe ich besseren Geschmack, wenn ich dieses Wasser trinke», spricht der Bosnier in die Kamera. «Wasser ist für mich heilig. Wenn ich trinke, ich fühle mich so gut, so frisch, wie neugeboren», er legt die Hände ins Wasser, «wie kann fliegen.»


Das diesjährige Sommerthema der Informationssendung lautet: «‹10vor10› taucht in verschiedene Wasserwelten ein». Was rauskommt, wenn «10vor10» in Welten eintaucht, wissen wir spätestens seit Sommer letztes Jahr:

Eine Hellseherin, die einen Baum umarmt und mit verklärtem Lächeln sagt: «Das ist Helene, ein ururalter Baum, den ich sehr oft um Rat frage, eine gute Gesprächspartnerin» («Die Seherin», 11. August 2009).

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