Mehr Licht!


DIE EUROPÄISCHE AUFKLÄRUNG WEITER GEDACHT

Von Gerd Herholz

„Mehr Licht!“ – Goethes letzte Worte auf dem Sterbebett scheinen Ihnen abgenutzt? Einer von vielen Germanisten-Kalauern behauptet zudem, dass Goethe auch eher „Mehr nicht!“ genuschelt habe. Sicher, es wäre naiv, allein „Mehr Licht!“ herbeizusehnen und dabei zu versäumen, wohltuenden und kühlen Schatten zu loben. Andererseits wirft aktuell ein ungezügeltes Geld- statt Weltbürgertum so viele düstere Schatten, dass jede Aussicht auf menschenwürdiges Zusammenleben sich darin verliert.

„Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen“, schrieb Georg Christoph Lichtenberg in seinen Sudelbüchern. Doch selbst im Bewusstsein einer Dialektik der Aufklärung, ihrer gescheiterten Hoffnungen und ihres Elends, muss heute dennoch auf einer zweiten, einer sich selbst aufklärenden Aufklärung bestanden werden – daher der Versuch dieses Projektes, die europäische Aufklärung zumindest in Ansätzen neu, weiter, offener zu denken.

Eine Zeit lang war es très chic, vom Ende der Geschichte zu sprechen und vom Verlust der Utopien, die allesamt versagt hätten. Die letzten Jahre und Jahrzehnte zeigen jedoch deutlich, dass es vielmehr die Praxis von Ideologien ist, die knirschend auf Grund läuft: die von Neoliberalismus und Marktfetischismus, die Praxis eines sklerotischen Staatssozialismus und die von religiösen Fundamentalismen. Statt versetzt in fantastische Nicht-Orte humaner Zukunft finden sich immer mehr Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit eingezwängt, verfangen sich in geschlossenen Systemen und der medialen Allgegenwärtigkeit ihrer Parolen.

Über Aspekte der Zukunft einer sich selbst aufklärenden Aufklärung, die von menschlichem Mitgefühl inspiriert bleiben muss, diskutieren deshalb im Herbst 2010 bei 22 Veranstaltungen 38 namhafte Schriftsteller, Philosophen, Wissenschaftler und Persönlichkeiten aus anderen Bereichen. Das Verschwinden von Freiräumen als Räumen der Freiheit, die Themen und Leitmotive des Projektes haben unmittelbar zu tun mit dem Leben und Zusammenleben der Menschen in der Region, ihren Perspektiven auch im europäischen bzw. globalen Kontext.

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30 Comments

  1. @anna

    Ich kann mich nur den Postings von yerainbow und joe anschließen. Über die Aussagen zu Welle und ‚Holographie‘ gibt es daher von mir auch nichts weiter anzumerken, nur zu

    „Ist es nicht ein Widerspruch, Autoriäten zu negieren und im gleichen Schriftzug „Fachwissen“, also Experten heranzuziehen?“

    Nein, ist es nicht. Ich habe für eine kritische Würdigung von Experten/Autoritäten geschrieben. Wie schon dargelegt basiert der Fortschritt der Menschheit darauf, auf den Erkenntnisse der Vorfahren kritisch aufzubauen.

    Gruß

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  2. 1. meinung ist NICHT Fachwissen. sondern, wie Curt Vonnegut es treffend nannte, „Vermutung…“

    2. da schreibt jemand, ich zitiere, „und schon wird man lächerlich gemacht oder als blöd abgestempelt…“

    nein. DAs kriegst du eigentlich ganz alleine hin.

    Da frag ich mich doch, wie kommst zu zu solchen Gefühlen, Überzeugungen etc?
    Klar würde mich auch ärgern,wenn ich mit meinem Sprüchlein auf Gegenwind träfe.
    Allerdings, ich würde mich aufmachen, und versuchen Fachtexte aufzutreiben…
    ok, ok. Iss halt so ne ganz komische Angewohnheit von mir.
    mein Fehler, ich sehs ein.

    Andere stehen da einfach drüber.

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  3. Ich gebs auf. Hier geht es doch nicht darum eine anderer Meinung zu haben… *Schläfenmassier*
    Es geht darum, wie du sie vertrittst. Du haust völlig subjektive Behauptungen raus, die argumentativ entweder

    a)
    völlig in der Luft hängen (Die Behauptung zu wissen Goethe irgendwann mit einer Aussage WIRKLICH gemeint hat, was literaturwissenschaftlich nicht haltbar ist. Darüber lässt sich letztendlich nur spekulieren. Der Autor ist tot. Und zwar im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
    Weiter, dass Psychologie, Biologie und Philosophie diesen merkwürdigen anrüchigen „Verschwörungsstempel“ von dir aufgedrückt bekommen. Ich glaube die Frage ist schon mal gestellt worden, aber woran und wie machst du diese Verzerrung fest? Und warum ist die Psychologie „irre“? Glaubst du allen ernstes, dass Psychologen so vermessen sind in deinen Kopf gucken zu können, um zu sehen was da los ist?)

    oder

    b) einfach (aus meiner Sicht) trivial sind (Das Wissenschaft nicht ALLES bis ins letzte Detail klären kann und auch nicht muss, bzw., dass es keinesfalls ein Widerspruch ist einerseits Modelle zu benutzen um Dinge zu beschreiben, solange bis sie durch bessere Modelle ersetzt werden. Was du scheinbar mit Autoritätsgläubigkeit, Dogmatismus oder was auch immer verwechselst.)

    Dass du über Wikiquote gestolpert bist macht es wirklich nicht besser. (Ich kann gerade förmlich SEHEN wie du bei Google „Licht Zitat“ eingibst.)
    Auch kann ich Exuperie auf den Tod nicht leiden. „Die Stadt in der Wüste“ fand ich beispielsweise nicht sonderlich gelungen.

    Aber egal. Hiermit gebe ich es wie angekündigt auf. Mich würde zum Schluss aberl interessieren was dein höchster Bildungsabschluss ist. Nicht um dich hier fertig zu machen, sondern einfach nur aus Interesse.

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  4. Liebe Brights, es stimmt, dass ich Euch etwas provoziert habe, wobei ich natürlich zu meinen Aussagen stehe. Aber so ist das überall. Eine abweichende Meinung, und schon wird man lächerlich gemacht oder als blöd abgestempelt.

    Aber das wusste schon der gute alte Schopenhauer. Irgendwann wird Euch dieses Wissen selbst-verständlich sein…

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  5. Klar gibts das angeborene Wissen.
    Je primitiver eine Spezies, um so mehr angeborenes Wissen, fest verdrahtet sozusagen.

    je höher eine Spezies, um so mehr muß erlernt werden.
    kein Zufall.

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  6. „Mir widerstrebt es nicht, zumal wahrscheinlich alles „nur“ Wellen sind, sozusagen. Ich gehe davon aus, dass die physische Welt eine Art Holographie ist (ungefähr wie das Holodeck in Startrek) und die Festigkeit abhängig von der wahrgenommenen Frequenz ist…“

    Ich weiß mal wieder nicht wer hier wen vorführt…
    Aber ICH gehe davon aus, dass Midi-Chlorianer aus Star Wars in jedem einzelnen Menschen drin sind. Denn George Lucas hat hier nicht einen Mix aus Science Fiction und einer Märchenwelt zusammengezimmert, sondern ein Modell geschaffen, dass es auch völlig ignoranten Menschen ermöglicht Mutmaßungen über die „Natur der Materie“ anzustellen. Die Hälfte ist auch nicht von Tolkien geklaut, (welcher sich in der europäischen Mythologie ganz kräftig bedient hat) und die Midi-Chlorianer haben auch nicht zufälligerweise eine gewisse Ähnlichkeit mit Leibniz´Monadentheorie (klar: das ist noch komplizierter).
    Möge die Macht mit dir sein!
    Ist auch viel interessanter als dieser Blödsinn mit Elektronen, Quantenmechanik, Orbitalen, sigma -und Pi Bindungen etc.
    *HEAD–>TABLE*

    „Ist es nicht ein Widerspruch, Autoriäten zu negieren und im gleichen Schriftzug „Fachwissen“, also Experten heranzuziehen?“

    Du hast scheinbar die vorhergehenden Texte nicht verstanden. Lies sie noch einmal.

    „Natürlich müsste ich „fundiert“ argumentieren, aber das würde als Kommentar entschieden zu weit führen.“

    Ich glaube in deinem Fall wäre, das was nicht auf ad hoc Mutmaßungen basiert, und irgendwie haltbar wäre, SEHR überschaubar. Tu dir keinen Zwang an.

    „Aber, wie gesagt, jeder hat dieses innere Wissen, das man freilegen kann. Das kann man sowieso nirgendwo „lernen“. Das kann man nur selber tun.“

    Jau. Viel Spaß dabei. Das wird hier jetzt wirklich zu albern.

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  7. „Na schön. Du warst offenbar dabei. Übrigens, Jesus wurde gar nicht gekreuzigt. Das ist „nur“ der mythologische Teil…“

    Das ist pure Trollerei. Argumentativ völlig leer, mit dümmlichen Unterstellungen. Und was Jesus Kreuzigung auf einmal mit Goethes letzten Worten zu tun haben soll… egal.

    „Gerade Ärzte haben nur bruchstückhaftes Wissen. Die Seele (der Geist) des Menschen wird fast vollkommen vernachlässigt. Und die Psychologie ist komplett irre…

    Ja, es ist hart, erkennen zu müssen, dass das, was heute als „Wissen“ gilt, in großen Teilen der pure Aberglauben ist. Aber wie Aldous Huxley schon sagte, „jeder hat das Recht auf Desillusion“.

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich gar nichts gegen Naturwissenschaften und Technik habe. Im Gegenteil. Nur sollte man nicht glauben, Menschen hätten wesentlich mehr Einsicht als z.B. vor 2000 Jahren. Wenn es so wäre, wäre der Zustand der Welt sicher ein anderer…“

    Ich glaube, nach dem Beitrag kann man sich im Grunde jede weitere Diskussion sparen.
    Eins aber noch: Es gibt so etwas wie die Empirische Methode.
    Als jemand, der die klassische Fächerkombination Geschichte-Erziehungswissenschaften-Chemie studiert hat, kann ich dir versichern, dass es relativ einfach ist beispielsweise Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure herzustellen.
    Den Wirkmechanismus hat man dagegen noch nicht genau rekonstruieren können.
    Jetzt haben wir aber empirische Untersuchungen, die belegen, dass Aspirin bei Kopfschmerzen bis zu einem gewissen Grad dem Patienten „hilft“. Abseits vom Placebo-Effekt.
    Sollen wir jetzt, weil wir den Metabolismus von Aspirin nicht zu 100% nachvollziehen können, auf die Anwendung desselben verzichten? Kann man deshalb eine ganze Fachrichtung als „irre“ abstempeln, wenn sie es doch tut?
    Nur ein kompletter Ignorant kommt zu so einem Ergebnis. Das kann man jetzt noch weiter ausführen, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht ein, warum ich hier wissen, dass ich mir mühsam angeeignet habe auf dem Silbertablett servieren soll. Also: Bitte mit Wissenschaftstheorie auseinandersetzen, bevor hier solche Keulen zum Einsatz kommen.

    „Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich gar nichts gegen Naturwissenschaften und Technik habe. Im Gegenteil. Nur sollte man nicht glauben, Menschen hätten wesentlich mehr Einsicht als z.B. vor 2000 Jahren. Wenn es so wäre, wäre der Zustand der Welt sicher ein anderer…“

    Ist schon erstaunlich zu was für krassen Werturteilen du kommst. Und das ohne sich genauer mit Geschichte befasst zu haben. Warum schreiben eigentlich diese bescheuerten Historiker Bücher über z. B. Technikgeschichte. Und dann immer noch eins… Mann! Sind die zu doof um sich mal einig zu werden? Und diese vielen dummen Promotionsschriften! Laberei! Alter Kram!

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  8. „Der inneren Wasserwaage der meisten Menschen (mich eingeschlossen) widerstrebt es nämlich, dass es Dinge gibt, die sowohl Welle als auch Teilchen sind. „Skespis

    Mir widerstrebt es nicht, zumal wahrscheinlich alles „nur“ Wellen sind, sozusagen. Ich gehe davon aus, dass die physische Welt eine Art Holographie ist (ungefähr wie das Holodeck in Startrek) und die Festigkeit abhängig von der wahrgenommenen Frequenz ist…

    Ist es nicht ein Widerspruch, Autoriäten zu negieren und im gleichen Schriftzug „Fachwissen“, also Experten heranzuziehen? Natürlich müsste ich „fundiert“ argumentieren, aber das würde als Kommentar entschieden zu weit führen. Aber, wie gesagt, jeder hat dieses innere Wissen, das man freilegen kann. Das kann man sowieso nirgendwo „lernen“. Das kann man nur selber tun.

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  9. „…esonders hervorheben möchte ich dabei die Psychologie, welche alles tut, um den Menschen klein und schäbig zu halten….“

    hä???? da verwechselt jemand wohl psychologie mit religion.

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  10. @anna, @bl

    Ihr teilt, zusammengefasst, die Idee, dass das Wissen einem inne wohnt bzw man es dort entdecken kann/soll, ‚Autoritäten‘ von übel sind und unser ‚Wissen‘ bestenfalls ein Sammelsurium. Dazu ein paar Anmerkungen:
    1) Ich glaube, für die Mehrheit der Stammleser hier zu sprechen, wenn ich behaupte, dass Autoritäten hier von vorne herein mal keinen Sonderstatus haben. Was allerdings hier akzeptiert wird ist Fachwissen. Man geht davon aus, dass Positionen von Fachleuten über ihr spezielles Gebiet grundsätzlich mal ihre Berechtigung haben. Wenn man diese angreift, dann muss man auch entsprechend fundiert argumentieren. Ob etwas ‚gefällt‘ zählt in dem Zusammenhang nicht als fundiert. Auch ist in dem Zusammenhang klar, dass unser Wissen bruchstückhaft ist und ständig erweitert und sogar über den Haufen geworfen wird. Das bedeutet aber *nicht*, dass Wissen generell relativ ist.

    2) Autoritäten und ernsthafte Literatur: Der Fortschritt der Menschheit basiert gerade darauf, dass wir eben nicht einfach geboren werden und Erkenntnisse selbst entdecken müssen, sondern darauf, dass unsere Erkenntnisse auf denen der voran gegangenen Generationen basiert (oder diese auch widerlegt). Das nennt man weder Autoritätsgläubigkeit oder Dunkelheit, sondern schlicht und ergreifend ‚lernen‘. Ein Konzept, mit dem ihr beide euch vielleicht mal auseinander setzen solltet (kleine Randbemerkung: Jemand (keine Ahnung mehr, wer) hat mal angemerkt, wir könnten froh sein, dass Oktopoden nur eine kurze Lebensspanne haben und keine Brutpflege betreiben. Drei mal dürft ihr raten, warum).

    3) ‚Eingebaute Wasserwaagen‘ sind nett. Allerdings keine allgemeingültige Richtschnur. Der inneren Wasserwaage der meisten Menschen (mich eingeschlossen) widerstrebt es nämlich, dass es Dinge gibt, die sowohl Welle als auch Teilchen sind. Oder dass andere Dinge an einem Ort sein können, an dem sie ob der davor liegenden Barriere gar nicht sein könnten. Oder dass die Zeit nicht absolut ist. Aber diese ganzen Phänomene sind Fakt, ob es der inneren Wasserwaage gefällt oder nicht.

    Gruß

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  11. Ja, Anna, da hast du recht – aber du kannst damit nicht punkten.

    Denn Wissenschaft kann NIE alles wissen.
    Dasist das Wesen der Wissenschaft als Erkenntnismethode.

    Was Du hingegen wünschst, allumfassende Gewißheit, kriegste nur an einem anderen Portal. Über die Qualität der Gewißheit allerdings läßt sich streiten.

    hach, wie hübsch, wenn sich jemand so offenherzig entblättert. Dabei finde ich Unwissenheit gar nicht weiter schlimm – man kann dazulernen.
    Fällt aber in mein Fachgebiet und ist ein Motivationsproblem.

    Daher unterscheide ich zwischen Unwissen und Dummheit….

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  12. „Nein. Goethe hat NICHT diese Worte gesagt. Punkt.“

    Na schön. Du warst offenbar dabei. Übrigens, Jesus wurde gar nicht gekreuzigt. Das ist „nur“ der mythologische Teil…

    „…immer wieder Menschen „zur dunklen Seite der Macht“ verführt und spinnen sich Esotherik-Geschwafel, ölende Marienbilder, Satan bei der Loveparade oder Zuckerkügelchen-Heilerfolge…“

    Das ist NICHT die „dunke Seite der Macht“. Es wäre schön, wenn es so harmlos wäre.

    „Die Wasserwage, an der ich mein Wissen richten kann ?“

    Du hast eine „eingebaute Wasserwaage“. Entdecke sie.

    Gerade Ärzte haben nur bruchstückhaftes Wissen. Die Seele (der Geist) des Menschen wird fast vollkommen vernachlässigt. Und die Psychologie ist komplett irre…

    Ja, es ist hart, erkennen zu müssen, dass das, was heute als „Wissen“ gilt, in großen Teilen der pure Aberglauben ist. Aber wie Aldous Huxley schon sagte, „jeder hat das Recht auf Desillusion“.

    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich gar nichts gegen Naturwissenschaften und Technik habe. Im Gegenteil. Nur sollte man nicht glauben, Menschen hätten wesentlich mehr Einsicht als z.B. vor 2000 Jahren. Wenn es so wäre, wäre der Zustand der Welt sicher ein anderer…

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  13. @ bl

    „Sämliche Erkenntnisse aus der Biologie, Psychologie und Philosophie sind bis auf sehr wenige Ausnahmen bruchstückhaft oder gleich ganz verzerrt. Besonders hervorheben möchte ich dabei die Psychologie, welche alles tut, um den Menschen klein und schäbig zu halten. Deshalb erscheint es Dir als „Hybris“, selber zu bestimmen, ob mir etwas gefällt oder nicht.

    Du hörst zu viel auf „Autoritäten!“

    LOL! Ich habe dir eine Literaturempfehlung gegeben, die du kommentierst ohne sie gelesen zu haben. Bravo. Das kennzeichnet den Troll.
    Und, dass ich zu Autoritätsgläubig sein soll… Da kennst du weder mich noch dieses Standartwerk. Wenn jemand nicht gerade der intellektuelle Überflieger ist was wissenschaftliche Methodik angeht (und sorry, du bist wirklich nicht sonderlich gebildet), kann man hier eine Menge lernen. Übrigens didaktisch sehr gut gemacht. Kann ich dir wirklich nur ans Herz legen. Aber leider lässt du „Autoritäten“ gar nicht erst zu Wort kommen. Scheinst deine Eigene und Einzige sein zu wollen. Strange… Dabei sind wir doch alle irgendwie nur Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen.
    Du scheinst auch stark an der Freudschen Kränkung zu knabbern… Kann ich gut verstehen. Aber der Mensch ist leider nicht Herr im eigenen Haus. Noch ist er Mittelpunkt des Universums, noch DIE Krone der „Schöpfung“.
    Aber warum soll er deswegen klein und schäbig sein? Etwa noch kleiner und schäbiger als im Vergleich zu einem allmächtigen Wesen, dass Leute dazu bringen kann ihre eigenen Kinder zu opfern, nur um zu sehen, ob man ihnen trauen kann?

    („Haha, ne Abraham… du kannst ruhig das Messer von der Kehle deines Sohns nehmen. War nur nen Joke. Aber du bist wirklich bekloppt genug ihn völlig sinnlos umzubringen, nur weil ich das sage. Und siehst du, deswegen liebe ich Menschen wie dich: Ihr zeigt immer wieder, dass ihr NICHTS seid. Und ich bin alles.“)

    Aber im Ernst: Es ist doch wohl wirklich ehrfurchtsgebietend wenn man erkennt, dass man nur eine SEHR geringe Rolle auf einem Staubkorn im Universum ist. Und zwar ohne einen unsichtbaren Freund, der wie ein Deus ex machina meine eigene Position im Nachhinein über alles erhöht. Daran muss man sich vielleicht erst gewöhnen… aber hier der Psychologie oder Psychoanalyse irgendwelche Verschwörungstheorien zwecks Verminderung des Wertes von Menschen anzulasten… Mann. Das klingt echt nobelpreisverdächtig.

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  14. @bl

    Es ist euch Bright-Philosophen doch sicher nicht entgangen, dass die Materie ein Symbol des Bewusstseins ist?

    Und nun ? Folgt ein „das Leben ist nur eine Illusion des Quantenzustandes“ Esotherik-Show ?

    Ihr bezeichnet euch als „Bright“ und schreibt von Auf-klärung, alles Begriffe, die mehr Licht in die unbekannten (dunklen) Bereiche des Bewusstseins bringen sollen. Oder irre ich mich? Schreibt ihr nur über sogenannte Gewissheiten?

    Nein, nein. Wir beschreiben den Wunsch, Photonen mit Glasfaserleiter in mikrochirurgischen Operationen durch die Schädeldecke in das Gehirn zu schicken. Die „Erhellung“ der Gehirnarealen soll uns „brighter“ machen 🙂 .

    Kleiner Scherz. Es geht um Wissen, Erkenntnis und Vernunft. Nicht um Geschwafel, was man sich so hineininterpretiert oder gar selbst erfindet.

    Ob Goethe „mehr Licht“ gesagt hat oder nicht ist doch irrelevant.

    Nein. Goethe hat NICHT diese Worte gesagt. Punkt. Was Du dir da gerne vorstellen möchtest, wie Du ihn empfindest, als Erheller oder als Taschenlampe, hat nichts mit der Tatsache zu tun, dass er diese Worte nicht gesagt hat. Man verbreitet keine Gerüchte oder gar Lügen. Sowas tut man einfach nicht.
    Und das Goethe ein sehr einflussreicher Mann war, der sich auch den Naturwissenschaften verschrieben hatte, wird nicht angezweifelt. Ganz im Gegenteil, dies wird sogar sehr hoch geschätzt. Nur bleibt es bei der Tatsache … Johann Wolfgang Goethe sagte (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nicht am Sterbebett diese Worte. Jesus sagte ja auch nicht „hasta la vista, baby“ und erzählte Witze während der Kreuzigung. Dafür sind diese Menschen nicht bekannt gewesen 😉 .

    Also, ich bleibe dabei. Mehr Licht ist absolut notwendig, gerade jetzt, in einer Zeit der „Umwertung aller Werte“. Wenn man nicht fähig ist, darüber Klar-heit zu bekommen, versinkt man in der Verwirrung und muss sich pausenlos echauffieren…

    Zustimmung. Allerdings erkennen wir auch, dass diese Arbeit eine sehr harte ist. Obwohl man Erfolge verbuchen kann, werden immer wieder Menschen „zur dunklen Seite der Macht“ verführt und spinnen sich Esotherik-Geschwafel, ölende Marienbilder, Satan bei der Loveparade oder Zuckerkügelchen-Heilerfolge zusammen. Es ist eben Tatsache, dass mit mehr Wissen auch viel mehr „Angriffsfläche“ für Träumereien vorhanden ist, mit der man sich seine erträumte „Wahrheiten“ anscheinend „erklären“ kann. Letztens über „Gott“ als „energetischer Zustand der Quanten“ entdeckt … ob dies zu Goethes Zeiten eine Chance gehabt hätte ? 😉 .

    Sämliche Erkenntnisse aus der Biologie, Psychologie und Philosophie sind bis auf sehr wenige Ausnahmen bruchstückhaft oder gleich ganz verzerrt. (..) Du hörst zu viel auf „Autoritäten!

    Ich hoffe, dies ist nicht ernst gemeint.
    Du wirst einen Arzt, der einer gewissen Erkrankung begegnet und mit einer Therapie einen Verbesserung vorschlägt doch wohl nicht unwissenschaftliches Handeln aufgrund „bruchstückhaftes“ Wissen vorsagen. Wer soll das „unverzerrte“ erkennen können ? Wie soll man das erworbene Wissen der Biologie, Physik, Philosophie, Physik, Chemie (oder was auch immer) auf „Verzerrung“ messen können ? Könntest Du bitte den „Leitfaden“ hierzu vorstellen ? Die Wasserwage, an der ich mein Wissen richten kann ? Ich kann mir keine, ausser vielleicht sowas wie eine kritische Wissensaneignung, vorstellen. Schon viele (angeblich) unverzerrte Weltbilder wurden verworfen, sehr viel „Wissen“ wurde ausradiert, weil sie unvollständig die Welt erklärte und neuere Erkenntnisse eine bessere Vorrangehensweise beschrieben. Jedoch so überheblich sein und behaupten wollen, das Wissen sein bruchstückhaft oder gleich ganz verzerrt, kann man doch nicht sein, oder ? 😉 .

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  15. also, cih habe mich ja über vieles in meinem Psychologiestudium beklagt (über unwissenschaftliche Konzepte, über zu mäßige kritik an Konzepten etc).
    Aber DeineDeutung ist mir noch nicht begegnet, auch nicht implizit.

    Aber man merkt, Du bist gewiß vom Fach.
    Gern möchte ich dazulernen.
    Bitte also um entsprechende Literaturhinweise.

    (und, ja, immer hübsch, wenn man sich so freizügig entblättert… du ahnst gar nicht, wie vergnüglich ds ist…)

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  16. Und ich bestimme, ob mir etwas gefällt oder nicht gefällt.

    „Ne… Also wirklich. Ich empfehle dir „Consciousness“ von Susan Blackmore. Du bist auf dem völlig verkehrten Dampfer, da du scheinbar sämtliche Erkenntnisse aus der Biologie, Psychologie und Philosophie ignorierst.“ Joe

    Sämliche Erkenntnisse aus der Biologie, Psychologie und Philosophie sind bis auf sehr wenige Ausnahmen bruchstückhaft oder gleich ganz verzerrt. Besonders hervorheben möchte ich dabei die Psychologie, welche alles tut, um den Menschen klein und schäbig zu halten. Deshalb erscheint es Dir als „Hybris“, selber zu bestimmen, ob mir etwas gefällt oder nicht.

    Du hörst zu viel auf „Autoritäten!

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  17. @yerainbow

    Schuldgefühle einimpfen?
    Moral, unterschwellig?
    Geschwurbel?

    Du sprichst mit Dir selber!

    „So ist das Wesentliche einer Kerze nicht das Wachs, das seine Spuren hinterläßt, sondern das Licht.“

    Antoine de Saint-Exupéry

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  18. Das problem dabei ist halt, die Zuschreibung von irgendwelchen Bedeutungen muß erst mal bekannt sein.
    Ohne Übereinstimmung in der Bedeutung ist das alles lächerlich…

    man darf das auch nicht immer voraussetzen, daß das für alle dasselbe bedeutet. wie auch?

    jedenfalls hilft Geschwurbel eben nicht weiter, die Dinge zu „erhellen“, ganz im Gegenteil.
    und mit Moral ist das auch so eine Sache. die ist ebenso kontextabhängig.
    Damit zu argumentieren, noch dazu unterschwellig, ist da wenig hilfreich.

    Wie so oft geht es in solchen Beiträgen halt nur drum, jemandem SChuldgefühle einzuimpfen und sich selbst als besser zu fühlen.
    Und, fühlst Du dich nun besser?

    Ich fühle mich nicht schuldig.
    an ihren Taten sollt Ihr sie erkennen. Ich hab schon einiges getan. bin keine Rechenschaft schuldig.

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  19. „Licht ist als allererstes eine Ansammlung von Photonen“

    Es ist euch Bright-Philosophen doch sicher nicht entgangen, dass die Materie ein Symbol des Bewusstseins ist?

    Ihr bezeichnet euch als „Bright“ und schreibt von Auf-klärung, alles Begriffe, die mehr Licht in die unbekannten (dunklen) Bereiche des Bewusstseins bringen sollen. Oder irre ich mich? Schreibt ihr nur über sogenannte Gewissheiten?

    Ob Goethe „mehr Licht“ gesagt hat oder nicht ist doch irrelevant. Er hat jedenfalls zu Lebzeiten versucht, mehr Lichts ins Dunkle (der Ignoranz) zu bringen. Es ist ihm bis heute kaum gelungen.

    Also, ich bleibe dabei. Mehr Licht ist absolut notwendig, gerade jetzt, in einer Zeit der „Umwertung aller Werte“. Wenn man nicht fähig ist, darüber Klar-heit zu bekommen, versinkt man in der Verwirrung und muss sich pausenlos echauffieren…

    Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
    Johann Wolfgang von Goethe

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  20. @ anna:

    „Und Du hast recht. Ich lese keine „ernsthafte Literatur“.
    Ich kann selber denken!

    So einfach ist es im Prinzip…“

    Würg… Diese Hybris mit wenigen Worte in das Narrenkleid der Ignoranz gekleidet…
    Und dabei auch noch stolz drauf zu sein, dass man jede philosophische Erkenntnis ignoriert…

    Ich glaube Goethe würde dich mit einem SEHR seltsamen, nachdenklichen Seitenblick bedacht haben. Ich dachte dabei an den Blick, den man jemandem zuwirft, wenn ein Atombombe explodiert, und besagte Person dies mit folgenden Worten kommentiert: „Oh, wie schön, ein Feuerwerk!“
    Hast du eigentlich mal „Faust“ in der Hand gehabt? Ich glaube Mephisto hätte seine wahre Freunde an dir…
    Oh, ich vergaß… Du liest ja keine „ernsthafte Literatur“.

    „Licht“ (egal ob Goethe es gesagt hat oder nicht) ist Kooperation, Frieden, Mut, Wissen, Freude, Begeisterung, Erleuchtung und in folge dessen eine Gesellschaft, welche diese lichten Zustände ausdrückt.“

    „„Dunkelheit“ ist Ignoranz, Angst, Armut, Ressentiments, Kriege, Ausbeutung, Hass.

    Entscheide selber, was in der aktuellen Gesellschaft stärker ausgedrück wird.“

    Als Historiker bekomme ich von solchem Geschwafel immer Migräne. Es mag dein Geschichtsbild erschüttern, aber die sogenannte „Dunkelheit“ ist weniger eine Ausbildung unseres Zeitalters, als vielmehr eine äußerst oberflächliche Wahrnehmung von politisch-historischen Zusammenhängen. Z. B. das „dunkle Mittelalter“ gab es so nicht. Ich habe hier aber weder Zeit noch Lust dir da Nachhilfe zu erteilen.
    Zumal du dem „Ich weiß, dass ich nichts weiß, und deswegen bin ich ein wenig klüger als die anderen“ eines Sokrates, scheinbar ein „Ich weiß, dass ich nichts weiß und das soll auch so bleiben entgegensetzt“.

    „Eine der wenigen „Wahrheiten“, die es gibt, ist, dass ich existiere. Das kann ich nicht überschätzen.“

    Schön. Da scheint jemand mehr oder weniger unfreiwillig über den Cartesischen Ansatz gestolpert zu sein. Immerhin.

    „Und ich bestimme, ob mir etwas gefällt oder nicht gefällt.“

    Ne… Also wirklich. Ich empfehle dir „Consciousness“ von Susan Blackmore. Du bist auf dem völlig verkehrten Dampfer, da du scheinbar sämtliche Erkenntnisse aus der Biologie, Psychologie und Philosophie ignorierst.

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  21. @anna

    „Licht“ (egal ob Goethe es gesagt hat oder nicht) ist Kooperation, Frieden, Mut, Wissen, Freude, Begeisterung, Erleuchtung und in folge dessen eine Gesellschaft, welche diese lichten Zustände ausdrückt.

    Licht ist als allererstes eine Ansammlung von Photonen 😉 .
    Wer beim lesen meint er benötige Licht, so verlangt er weder mehr Mut, mehr Wissen oder mehr Freue. Er verlangt ganz profanes Licht. In wiedern Du beim Wort „Licht“ auf eine weitere Definition stößt, so musst Du sie im Kontext der jeweiligen Situation und Gesellschaft interpretieren. Zum Beispiel wird die Farbe Weiss hierzulande mit Reinheit, Sauberkeit und „Unbeflecktheit“ verbunden. In buddhistisch-shintoistischen Ländern wie Japan ist Weiss die Trauerfarbe, die bei Beerdigungen getragen wird.

    „Dunkelheit“ ist Ignoranz, Angst, Armut, Ressentiments, Kriege, Ausbeutung, Hass.

    Dunkle Kleidung macht schlank, weil man die gebildeten Falten und ihr Schattenwurf in der Kleidung nicht erkennen kann 😉 . Dunkle Kleidung wird als Burka getragen. Nicht unbedingt ein Symbol für Armut oder Kriege, denn es gibt Frauen, die (aus welchem verrücktem Grunde auch immer) gerne eine Burka tragen wollen. Sie sind doch keine hasserfüllte Personen, oder ?

    Entscheide selber, was in der aktuellen Gesellschaft stärker ausgedrück wird.

    Pokemongelb! Nichts geht über Pokemongelb. Und nun verlass das Reich der Phantasie und überlege doch mal: Goethe war weder arm, noch verbittert oder im Krieg. Er hatte sogar vergleichsweise ein luxoriöses Leben gehabt, mit Studium der Naturwissenschaften und großem Erfolg als Dichter. Er war sozusagen der Inbegriff des Dichters und Denkers jener Zeit. Selbst mit seinen 65 Jahren hatte seine Libido kräftig Einfluss auf sein Leben gehabt. Der Mann hatte ein kleines Casanova-Gen im Blut und war alles andere als ein verbitteter alter Kauz irgendwo in einer dunklen Höhle. Deine Phantasie spielt (mal wieder) einen Streich und versucht dir, erlernte Begriffe wie „Schwarz ist Trauer“ mit Wunschvorstellungen (Goethes letzten Worte, damalige Gesellschaft) zu verbinden. Die Realität war eher, dass Goethe ein sexbesessenes zufriedenes Leben geführt hat, unglaubliche und sehr bekannte Werke erschuf und am Sterbebett nach seinem Pisspott verlangte, bevor er starb. Das er noch im letztem Atemzug noch ein dichterisches Werk volbrachte, die Welt vor Krebs heilte und mit einem grellem Licht in den Himmel entschwebte, kommt vielleicht in einer Multimillionen Euro teuren TV-Produktion gut rüber, entspricht aber wohl eher der Fantasie der Autoren 😉 . Hiermit teilt sich Goethe eien Menge mit Jesus. Wenn schon Johann Wolfgang Goethe, gestorben vor nicht einmal ganze 200 Jahren, Legenden über seinem Tode besitzt. Ihn ja beinahe als „überwissende“ Person dargestellt wurde, als jemand, der bei seinem Tode „mehr“ über die Welt erzählt und der Nachwelt liefert, als zu seiner Lebzeit, dann will ich nicht wissen wieviel Fantasie in den Überlieferungen eines Hirtenvolkes drinne steht, als ihr Idol, der große Dichter und Denker Jeezy Superstar, am Kreuze verstarb 😛 . Je höher der Flug, desto tiefer der Fall … in den Augen seiner Fans.

    Übrigens: als Elvis verstarb, so soll er noch im letztem Atemzug gesagt haben: „hit me baby, one more time“. „Hit“ gilt als musikalischer Erfolg und soll Elvis liebe zu der Top 10 der amerikanischen Charts betonen. Für einen musikalischen Künstler ist dies ein poetischer Abgang in das Reich der Unsterblichkeit. Die Wahrheit ist (leider) wesentlich natürlicher 😉 .

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  22. Ich finde es immer wieder hübsch, wenn jemand sich so freizügig entblättert….
    hach, und auch noch in aller bescheidenen Überzeugung von sich selbst…

    Anna, statt zu sagen, sorry, ich dachte das halt immer so – bestehst du einfach drauf.
    DAS nenn ich wahre Größe!

    kicher…

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  23. „Die „Wahrheit“ wird überschätzt!“ Karsten

    Eine der wenigen „Wahrheiten“, die es gibt, ist, dass ich existiere. Das kann ich nicht überschätzen. Und ich bestimme, ob mir etwas gefällt oder nicht gefällt. Die zerstörerischen Tendenzen gefallen mir gar nicht und es wäre sicher hilfreich, wenn mehr Menschen „mehr Licht“ in ihr Leben bringen würden, um sie nicht zuzulassen.

    Und Du hast recht. Ich lese keine „ernsthafte Literatur“.
    Ich kann selber denken!

    So einfach ist es im Prinzip…

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  24. @Anna
    Ich beneide dich insgeheim für dein wunderbar zelebriertes Schwarz-Weiß-Denken.
    Ich kan mich kaum noch erinnern, das ich in diesem Stadium einmal war. Ist das Leben nicht herrlich klar für dich? Es gibt keinerlei Grauzonen, entweder etwas ist gut oder schlecht. Andere Sichtweisen gibt es einfach nicht.
    Bewahre dir diese Sichtweise, dadurch bleibt das Leben herrlich einfach. Aber du musst auch etwas dafür tun:
    Lass die Finger von ernsthafter Literatur, Harry Potter und die Bild-Zeitung reichen doch auch vollkommen! Stell dir bloss keine substantiellen Fragen, und wenn diese aufkommen sollten, nimm die erste Antwort, die du findest, als wahr an, fang gar nicht an verschiedene Quellen gegeneinander zu vergleichen um die „Wahrheit“ herauszufinden. Die „Wahrheit“ wird überschätzt!
    Viel Glück dabei.

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  25. „Da frag lch mich doch, woher Du das so genau wissen kannst.“ yerainbow

    Ich weiß es nicht, aber wenn er es gesagt hat, so ist die Wahrscheinlichkeit überwältigend, dass er mehr Licht gesehen hat.

    Wer ein wenig Goethe gelesen hat, kann das verstehen. Schließlich hatte er eine sehr große Einsicht (in das Bewusstsein)

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  26. „Könntest Du dies bitte etwas genauer erklären ? Wo verdunkelt sich was ?“ Max Headroom

    „Licht“ (egal ob Goethe es gesagt hat oder nicht) ist Kooperation, Frieden, Mut, Wissen, Freude, Begeisterung, Erleuchtung und in folge dessen eine Gesellschaft, welche diese lichten Zustände ausdrückt.

    „Dunkelheit“ ist Ignoranz, Angst, Armut, Ressentiments, Kriege, Ausbeutung, Hass.

    Entscheide selber, was in der aktuellen Gesellschaft stärker ausgedrück wird.

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  27. Da frag lch mich doch, woher Du das so genau wissen kannst.
    Es ist noch nicht mal wirklich klar, was er da nun gemurmelt hat, olle Göthen.
    Aber Du willst sogar genau wissen, was er GEMEINT hat?
    und was er sehen konnte?

    ich finde das durchaus erheiternd, aber es dürfte doch nur Spekulation sein – oder? Gibts da genauere Quellen?

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  28. @anna

    Wenn man schon Goethes letzte Worte als Überschrift nimmt, dann wäre es sicher hilfreich, sie auch zu verstehen. Goethe hat nicht mehr Licht herbeigesehnt. Er sah mehr Licht.

    Da wäre ich mir nicht so sicher:

    Der Autor und Arzt Hans Halter hat in seinem Buch „Ich habe meine Sache hier getan“ die legendären letzten Worte von 154 Perönlichkeiten zusammengetragen und mit Kurz-Biographien ergänzt. (..) In seinem Buch räumt er mit einer berühmte Anekdote auf. So sprach Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) leider nicht den legendären Satz „Mehr Licht“, sondern bat seinen Diener Friedrich Krause mit seinen letzten Worten ganz profan um den Botschamper (Nachttopf). Und selbigen fest in der Hand haltend sei der Weltliterat denn auch verschieden, erzählt Hans Halter. Ersteres hätte natürlich viel besser zu dem deutschen Geistesriesen gepasst.

    http://www.welt.de/vermischtes/article813079/Sie_waren_dann_mal_weg.html
    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,475300,00.html

    Übrigens, das was als „Aufklärung“ bezeichnet wird, war in Wirklichkeit eher noch mehr Verdunkelung und wie man sieht, ist man heute fast schon in der völligen Dunkelheit angekommen…

    Könntest Du dies bitte etwas genauer erklären ? Wo verdunkelt sich was ? Weshalb wird es nun dunkel ? Aus welchem Grunde soll man schon in der völligen Dunkelheit angekommen sein und woran kann man so etwas erkennen ? Gibt es vergleichende Größen wie z.Bsp. eine „vollkommene Helligkeit“ ? Was definiert man als Dunkelheit ? Woran erkennt man die Richtung, in die man „geht“ und wohin man ankommt ? Gibt es alternative Richtungen und unterschiedliche Geschwindigkeiten ? Richtet sie sich vielleicht an die Lichtgeschwindigkeit ?

    Fragen über Fragen … 😉 .

    @Topic
    Der Artikel erscheint mir ein wenig sanft bzw. weichgespült, polemikfrei 😉 . Aber er beschreibt kurz und knapp das, was auch beobachtet wird: das Ende dogmatischer Gedanken und die schwerwiegende Aufgabe der Aufklärung … bis in die letzten Ecken des dunklen (hallo anna) Zimmern. Woimmer Religionen ihre Finger im Spiel haben, ob es um die „Kondomaufklärung“ Afrikas, der „Sinnsuche“ der westlichen Welt oder der „einzigen wahren Religion“ des Ostens geht, immer wird auf Unwissenheit aufgebaut und es durch Fantasiegeschichten gefüllt. Platz für Wissen, für tatsächlich hinterfragbares und philosophisches Gedankengut, muss man sich durch grelles Licht erst erschaffen. Hier und da lodert ein kleines Flämmchen der Rebellion gegen diese religiös/dogmatische Verdunkelung, aber das grelle „brighte“ Licht der Aufklärung hat (leider) noch einen langen harten Weg vor sich. Das es aber unaufhaltsam scheint, und nur durch sture Verschlossenheit gebremst (aber nicht vollständig aufgehalten) werden kann, ist eine Tatsache … beobachtbar an Europa, wo sich durch dei Aufklärung keine Verdunkelung, sondern ein Fortschritt durch Erhellung gezeigt hat. Alleinig die Menschenrechte und ihre Freiheiten dürften als erhellendes Argument gelten, vom medizinischem und sonstigem technischem Fortschritt ganz zu schweigen 🙂 .

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  29. Wenn man schon Goethes letzte Worte als Überschrift nimmt, dann wäre es sicher hilfreich, sie auch zu verstehen. Goethe hat nicht mehr Licht herbeigesehnt. Er sah mehr Licht.

    Übrigens, das was als „Aufklärung“ bezeichnet wird, war in Wirklichkeit eher noch mehr Verdunkelung und wie man sieht, ist man heute fast schon in der völligen Dunkelheit angekommen…

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