Herr Broder, Herr Sarrazin und das Juden-Gen


Dr. Werner Jurgaxtranews.de

Es ist Sonntag, und Sonntag ist Springer-Tag. Ja, ich weiß: auch die Frankfurter Allgemeine und der Berliner Tagesspiegel erscheinen am Sonntag, aber eben nur in Ausnahmefällen auch beim Bäcker oder bei der Tankstelle um die Ecke. Da beschränkt sich die Auswahl an Sonntagszeitungen in aller Regel auf die BamS und die WamS. Also entweder die Bild oder die Welt am Sonntag. Oder man bleibt schön im Bett und guckt im Internet, was so geschrieben steht. In der BamS oder in der WamS, versteht sich.

Schlimm ist freilich, wenn Texte gar nicht mehr im Original gelesen werden, sondern aus Sekundärquellen zitiert wird. Das findet auch der Publizist Henryk M. Broder, der sich gegenüber der BamS geäußert hat, was ich wiederum bei WELT Online gefunden habe. „Ich bezweifle, dass alle, die Thilo Sarrazin jetzt so voreilig kritisieren, sein Buch überhaupt gelesen haben“, hat er gesagt, der Broder. Und was stört ihn daran? Klare Sache: „Es ist der erste Fall von Hexenjagd in Deutschland seit Mitte des 17. Jahrhunderts.“

Nun soll es ja auch im dritten Sechstel des 20. Jahrhunderts in Deutschland zu Fällen von Menschenjagd gekommen sein. Vermutlich handelte es sich hierbei jedoch nicht um Hexen, die verfolgt wurden. Im Gegensatz zu Herrn Sarrazin, der folglich eine Hexe sein müsste. Vermutlich gibt es ein Gen, das Hexen von anderen Menschen unterscheidet.

Ebenfalls in der BamS und ebenfalls zu Herrn Sarrazin äußert sich der Publizist Michel Friedman, wovon ich bei FOCUS Online erfahre. Allerdings anders; Friedman auf Hexenjagd: „Es kann keine Toleranz mehr für diese Intoleranz geben. Wir brauchen Brückenbauer und keine Hassprediger, schon gar nicht im Vorstand der Deutschen Bundesbank.“

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47 Comments

  1. tischl, ich habe den Eindruck, daß du mich einfach nicht verstehst.
    Verflixt, und ich habe momentan keinen Literaturtip parat, der das auf einer basalen Ebene erklären könnte (ich lese ja grad Mayr, Grundlagen der Biologie – der Mann war einfach BRILLIANT, und auch wenn ich mir nicht alles merken kann – ich lese es wirklich nur fürs Vergnügen).
    Mayr erklärt zB auch den Unterschied zwischen der Idee der Weichen Vererbung (die unhaltbar ist, zu der Du eventuell neigst) und der harten Vererbung.
    Vielleicht wagst du dich mal ran, aber er ist anspruchsvoll…

    und um hier noch mal nen Einstieg zu geben, ein Beispiel.
    Nehmen wir de Contergan-Kinder. Hilft es zu verstehen.

    Vererbt wird das Gen (von jedem Elternteil eines).
    Das Gen selbst ist nur ein Bauplan!
    Das Gen regt im sich bildenden organismus die Protein-Bildung an. Die Proteine bauen die Stoffe und Strukturen zusammen.
    contergan greift in den aktiven Bauprozeß ein und verändert einiges, das im Plan korrekt ist – bei den Bauleuten jetzt aber so nicht mehr ankommt. Dennoch beruht alles auf dem Ursprungsplan, nur sind die Umsetzungen schiefgegangen.

    Der Plan selbst bleibt unbeschädigt. Bei fortpflanzung wird das Gen also korrekt weitervererbt….

    Mit der Intelligenz muß es ähnlich sein, wobei Intelligenz eine komplexe Angelegenheit ist. ZB ist Intelligenz ohne funktionierendes Arbeitsgedächtnis nix. Kannste dir nix merken, kannste nix lernen.
    manche Intelligenzprobleme sind also durchaus reine Gedächtnisprobleme. (häufig erworben, zB durch Vernachlässigung und/oder Mißhandlung).
    oder aber das Hirn hat sich nur als Notfall-Konstruktion gebildet (eiweißmangel, Hunger etc), auch dann kann es nicht gut funktionieren.
    alkohol in der SChwangerschaft wirkt sich verheerend aus – auch das ist möglich (ich habe FAS/FAE-Kinder erlebt, die sind ENORM anstrengend, und sie sind tatsächlcih sehr unintelligent – die lassen sich prima zu den dümmsten Sachen anstiften, und zwar wiederholt, ohne daraus zu lernen…)

    Die Babies von heroin-abhängigen Müttern sind in einer weitaus besseren Position als die von alkoholikerinnen. Die machen einen harten Entzug nach der Geburt durch, aber ihre Lernfähigkeit ist annähernd normal.

    Und dennoch können auch die Alkoholiker-Kinder als Eltern ganz normale Intelligenz vererben. Die Gene sind nicht verändert.
    Aber sie sind häufig nicht wirklich fähig, ihrem nachwuchs eine entsprechende Betreuung zu bieten. Und das hat wieder negative Folgen…

    Diese Art von fehlender Intelligenz ist SOZIAL vererbt, nicht genetisch.

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  2. Gut so das die Brights nicht auf den Sarrazin Kurs aufspringen. Hatte die Befürchtungd dass sich einige mit ihm wegen seiner Islam Kritik mit ihm sympathisch finden.

    Ich verfolge seine Thesen auf spiegel Online schon lange. Erschreckend sind für mich nicht unbedingt die Provokanten Thesen letzer Woche, sondern seine Sozialpolitischen Vorschläge die er ständig bringt. Inhumaner als die marktradiklasten FDPler.

    Gut so lasst euch euren humanistischen Kurs nicht nehmen. Freut mich.

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  3. @yerainbow:
    Es ist einfacher einen Pudding an die Wand zu nageln als von Dir eine klare Aussage zu bekommen.

    Wenn Du offenbar die These ablehnst, dass Intelligenz – bzw. die Anlagen oder das Potential dazu – zum Teil genetisch vererbt werden, die konkrete Verwirklichung jedoch entscheidend von den jeweiligen Umweltbedingungen abhängt (Nöthen, Roth, übernommen von Sarrazin), was ist dann Deine Alternative?

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  4. Tischl: „Endlich! – Mit der Konsequenz, dass wenn die Anlage nicht weitervererbt wird, sie eben auch nicht realisiert werden kann…“

    Wie willst du nachweisen, daß jemand die anlage nicht hat und sie daher nicht weitervererben kann?
    Stell ich mir schwierig vor.
    contergan hat es gezeigt. Auch ohne Bein kann man die gesunde Anlage dazu vererben. Die nächste Generation ist wieder unbeschädigt. so man Gelegenheit hatte, sich fortzupflanzen.

    Ich frage mich nach wie vor, warum die Menschen so gierig auf die Intelligenz starren. Benutzt wird sie so häufig gar nicht….
    sondern nur ein Mechanismus, den ich gerne mal „semi-Inteligenz“ nenne. Kurzfristigen Gewinn machen, dafür langfristig ausfälle in Kauf nehmen.
    Nicht wirklich intelligent.

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  5. @heide:

    Na Klasse: Sie machen sich Gedanken um die ‚Wurzeln‘ von tischl. Welche ‚Wurzeln‘ muss man denn haben, um von Ihnen akzeptiert zu werden?

    Gruß

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  6. @nickpol:
    „…Kapierst du endlich, dass die Anlage in einer Vielzahl von Genen zum tragen kommt. Die singuläre Anlage ist plural festgelegt…“

    Natürlich – das hatte auch nie jemand bestritten. Hier noch das ganze Zitat mit Quelle, ich stimme diesem natürlich zu 100 Prozent zu:

    „…MARKUS NÖTHEN: Nein. Sarrazin bezieht sich auf Studien, nach denen 50 bis 80 Prozent der Intelligenz genetisch begründet seien. Fest steht, dass Intelligenz zu gewissen Teilen vererbt werden kann, es durch die Vielzahl der beteiligten Gene aber bei Nachkommen immer wieder zu neuen Kombinationen kommt. Weniger intelligente Eltern können hochintelligente Kinder haben und umgekehrt. Die Bandbreite ist riesengroß. Außerdem spielen die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen, in denen Kinder aufwachsen, für die Intelligenz ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn Migranten aus ländlichen Gebieten ohne nennenswerte Bildungsangebote zu uns kommen, ist deren Bildungsstand logischerweise im Durchschnitt eher gering. Aber über die durchschnittliche Intelligenz dieser Gruppe sagt das überhaupt nichts aus. Sie wird eine ähnliche Zusammensetzung aus intelligenten und weniger intelligenten Mitgliedern aufweisen wie die Bevölkerung insgesamt…“
    http://www.ksta.de/html/artikel/1281431664976.shtml

    PS: „Don’t feed the trolls!“

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  7. Herr „tischl“ ist entweder arrogannt und überheblich,er weiß alles besser dieser Mann oder Frau…er sollte mal sein überheblichen Bemerkungen versenken und nicht andere beleidigen…wer weiß….was er für Wurzeln hat

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  8. @yerainbow:
    „…Nochmal. Intelligenz wird nicht vererbt, vererbt wird allenfalls die Anlage zur Intelligenz…“

    Endlich! – Mit der Konsequenz, dass wenn die Anlage nicht weitervererbt wird, sie eben auch nicht realisiert werden kann…

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    1. @tischl, was endlich, wann merkst, dass der Gaul tot ist, den du reitest?

      Prof.Nöther, Humangenetik, Bonn

      Fest steht, dass Intelligenz zu gewissen Teilen vererbt werden kann, es durch die Vielzahl der beteiligten Gene aber bei Nachkommen immer wieder zu neuen Kombinationen kommt. Weniger intelligente Eltern können hochintelligente Kinder haben und umgekehrt. Die Bandbreite ist riesengroß. Außerdem spielen die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen, in denen Kinder aufwachsen, für die Intelligenz ebenfalls eine wichtige Rolle.

      Kapierst du endlich, dass die Anlage in einer Vielzahl von Genen zum tragen kommt. Die singuläre Anlage ist plural festgelegt.

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  9. „…Nein, Herr Wang möchte nicht nach Deutschland einwandern. Eigentlich mag er das Land. Und das Geld stimmt auch. Aber er hat unsere Kultur ein wenig näher studiert. Seither möchte er lieber nicht. Herr Wang ist Naturwissenschaftler. Herr Wang hat mitbekommen, wie man in Deutschland Debatten zu führen pflegt…“

    Treffender Kommentar aus dem Deutschlandfunk Kultur
    von Cora Stephan – Von Zahlenmenschen und Gefühlsspezialisten
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1263580/

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  10. Ach, gottchen, Preußen.
    die waren mal langweilige Provinz von Böhmen…

    Nochmal. Intelligenz wird nicht vererbt.
    Vererbt wird allenfalls die Anlage zur intelligenz.

    So wie auch nicht das Auge vererbt wird. Nur die Anlage dazu.
    oder das Bein. contergan hat gezeigt, wie man das beeinflussen kann.

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  11. @Heide:
    „…Ich bin ein Deutscher, deutscher Nation…“

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch. Bei Gelegenheit könnten sie sich vielleicht mal über die Geschichte so ‚deutscher‘ Stämme wie der Franken informieren. Oder über die Geschichte des Herzogtums Mecklenburg. Oder des ‚urdeutschen‘ Namens Preußen. Oder über Kaiser Karl V. Oder….

    A propos:
    „..werde mich Deutschland als Bürger nicht entziehen“.

    Auch dazu herzlichen Glückwunsch. Ich habe übrigens 15 Monate Wehrdienst geleistet, bin in 2 Organisationen des BOS ehrenamtlich tätig und zahle meine Steuern in Deutschland. Habe ich jetzt in ihren Augen meine Achtung wiedergewonnen?

    Gruß

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  12. @Heide:
    „…Ich bin ein Deutscher, deutscher Nation…“

    Na dann, herzlichen Glückwunsch!

    Übrigens – an Ihrem Deutsch kann man das nur schwer erkennen…

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  13. Ich habe nun verfolgt eine Diskussion,die absolut sinnlos ist,mit den Genen,der Vererbung usw. es ist doch alles wissentschaftlich bekannt. Was wollen wir und was ist vorgesehen. Kein Mensch braucht
    mir die Vermischung von Menschen aufgrund geschichtlicher Ereignissse zu erzählen. Es gibt wirklich Menschen,die so übereheblich sind ,in ihren Beiträgen, ich muß es so formulieren, die zu ihrerer Nationalität nicht stehen.Diese Formolierer haben für Deutschland keinen Bezug.. Deutschland ist nicht mehr Deuchtland ,weiß Gott nur ein Mischmaschstaat…sagt man. Ich bin ein Deutscher
    deutscher Nation und werde mich Deutschland als Bürger nicht entziehen

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  14. @yerainbow:
    Dem allem kann man natürlich zustimmen! Nur widerlegt das nicht die Studien, die laut Roth die These stützen, „…dass die allgemeine Intelligenz in hohem Maße angeboren ist…“.
    Aber sei’s drum…

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  15. nun ja, gut – ich weiß ja, daß ein titel einen nicht hindert, Dünnes zu produzieren.

    Irgendwo in Skandinavien gibts ein Institut, das führend ist in der Zwillingsforschung. Leider habe ich die Artikel, die ich dazu hatte, schon in die tonne getreten.
    Und im Net hab ich das Institut nicht gefunden (hätte mir den namen merken sollen).
    Deren Fazit war nämlich ua, daß Zwillinge herrlich individuell sind.

    letztlich geht es eh immer um Anlagen. Und wie diese Anlagen ausgebildet werden, ist eine ganz praktische Frage.
    Da kommt dann auch sowas wie Lustlosigkeit und Faulheit, aber auch entmutigende Respektspersonen oder sonderbar gepolte Peers dazu.
    und das mit der Faulheit, das kennt eigentlich jeder. Nur kriegen es manche trotzdem noch gebacken.
    jedenfalls, wie Thilo S (und möglicherweise Roth) es sich vorstellen, daß man es geschenkt kriegt – so ist es nicht.
    Geschenkt gibts nur das Potenzial.
    Das ist nicht Nichts, aber es reicht noch nicht.

    Oder wie einer meiner Profs meinte, eine notwendige jedoch nicht hinreichende Vorbedingung.

    Wer Pech hat, wird schon frühzeitig blockiert. Traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit (zu kleiner Hippocampus, zu große Amygdala – wirkt sich aufs Gedächtnis verheerend aus, ohne Gedächtnis kein lernzuwachs), Eiweißmangel in der frühen Kindheit (Vegetarier mit „Mandelmilch“-Ernährung…), Unfälle, Vergiftungen (Alkohol…)
    und natürlich ein lernhemmendes (lernförderndes) Umfeld, macht alles was aus.
    Die Gene sind nur Signalgeber für die Produktion von proteinbausteinen…

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  16. @yerainbow:
    „…kann mir nicht vorstellen, dass eine Koryphäe wie Roth also solche Aussagen SO gemacht haben soll…“

    Hat er, ich habe einen ähnlichen Vortrag auf DVD.

    @yerainbow:
    „…Denn angeboren bedeutet nicht genetisch.…“

    Das weiß Roth natürlich auch, deshalb habe ich auch diesen Absatz zitiert:

    nochmals Spektrum der Wissenschaft:
    „…Anzweifeln könne man diese Ergebnisse der Zwillingsforschung dennoch. Selbst eineiige Zwillinge machen schon vor der Geburt Umwelterfahrungen, die möglicherweise wichtiger für ihre Intelligenzentwicklung seien als die Gene. Die meisten von ihnen haben außerdem einige Wochen gemeinsam verbracht, bevor sie getrennt wurden, und seien dabei ähnlich prägenden Erfahrungen ausgesetzt gewesen…“
    Quelle: http://www.spektrum.de/artikel/983260

    Bei der Argumentation von Sarrazin spielt der Unterschied genetisch vs. vorgeburtlich erworben keine entscheidende Rolle…

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  17. Ich kenne die entsprechende Publikation von Roth nicht (wohl aber andere) – ich kann mir ds nicht vorstellen, daß er das SO wirklich geschrieben hat.

    Denn angeboren bedeutet nicht genetisch.
    Genetisch ist bei Zwilligen eine enorm hohe Übereinstimmung (mit zunehmendem Alter nimmt das durch epigenetische Vorgänge bissl ab, bleibt aber immernoch ziemlich hoch).

    Angeboren sein können aber auch erworbene Sachen, wie man von bestimmten Behinderungen her zB weiß.

    Wenn also Zwillinge das milieu vor der Geburt teilten, so ist eine hohe Übereinstimmung zu erwarten, zumal sise genetisch tatsächlich vergleichbare ANLAGEN mitbrachten.

    Wird aber ein Zwilling nachgeburtlich in ein enorm schlechtes Milieu verfrachtet (was sich heutzutage aus ethischen Gründen keiner leisten kann), wird seine Entwicklung GANZ deutlich von seinem Zwillig abweichen.

    Kommen die zwilligen aber in vergleichbare Umgebungen, so bleiben die Entwicklungen normalerweise auch vergleichbar.

    würde man genetisch verschiedene keimlinge als Zwillinge in einen uterus platzieren (wie es bei hochwertigem Nachwuchs bei Rindern getan wird), so sind sich die nachkommen enorm ähnlich, obwohl genetisch verschieden.

    kann mir nicht vorstellen, daß eine Koryphäe wie Roth also solche Aussagen SO gemacht haben soll.

    und selbst wenn die Deutschen verdummen, als welchem Grund auch immer. Intelligente Frauen entscheiden noch immer selbst, ob sie sich von einer läppischen prämie ködern lassen.
    In der Richtung wäre Sarrazin erfolgreicher in der Diskussion gewesen, aber das schwebte ihm halt nicht vor…

    Und was den Friedmann betrifft, so muß der kein besserer Mensch sein als Sarrazin.
    Eigentlich sehe ich da sogar viele Ähnlichkeiten, was den Eigennutz und die Überheblichkeit betrifft.
    Das würde jedenfalls gegen S. These von dem speziellen Gen sprechen.
    offensichtlich gibts kein Arschloch-Gen, oder aber es haben alle, nur nicht jeder lebt es auch aus.

    Kann man sich aussuchen, welche Idee einem eher zusagt.
    Bis zur gültigen Widerlegung.

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  18. @tischl

    Sowohl eine hysterische Ablehnung als auch unkritische Zustimmung führen bei Sarrazin nicht weiter. Integrationspolitik muss mit der nüchternen Ratio eines Mr. Spock gestaltet werden, nur so wird man verhindern können, dass sich immer größere Teile der Bevölkerung frustriert von der Demokratie abwenden…

    Vollkommene Zustimmung. Und Sarrazin lässt diese nüchterne Ratio vollkommen missen. Er spitzt zu und zitiert falsch. Die von ihm zitierte Forscherin für die 80%-These wirft ihm da u.a. vor (siehe http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715345,00.html). Ob Sarrazin diese falsche Darstellung wissentlich macht oder es einfach nur falsch verstanden hat weiß ich natürlich nicht. Aber Fakt ist, dass er ein großer Freund der Zuspitzung und der Provokation ist. Diese Herangehensweise kann ganz allgemein in der Debatte nützlich sein. Bei einem so hoch emotionalisiertem Thema wie dem hier ist sie aber vollkommen falsch. Und das muss er wissen.

    @Heide:
    Es ist leider ein Märchen, dass im Kaiserreich die Juden akzeptiert waren. De facto wurde unter WilhelmII Antisemitismus gesellschaftsfähig. Dass Leute wie Geron von Bleichröder hohe Positionen erreichten war die Ausnahme (siehe ‚Gold und Eisen‘ von Fritz Stern). Außerdem pflegen Sie das schöne Vorurteil des ‚jüdischen Kapitals‘ und der ‚Gefahr aus dem Osten‘ („…BRD überrollt wird von Türken und anderen asiatischen Bürgern…“). Fakt ist, dass es eine ‚deutsche Ethnie‘ nicht gibt. Wie der Rest Mitteleuropas sind die Deutschen ein Mischmasch aus Germanen, Kelten (wobei hier den Unterschied zu ziehen schon schwierig ist), Slawen, Romanen und was weiß ich nicht noch alles. Hier hat sich sozusagen alles getroffen und gegenseitig (im wahrsten Sinne des Wortes) befruchtet.

    In einem Punkt gebe ich Ihnen recht: Einwanderer müssen die hiesigen Gesetze akzeptieren und sich in die Gesellschaft eingliedern. Aber gerade unsere Grundsätze einer demokratischen, liberalen Gesellschaft kennen doch allgemeine Menschenrechte, die *jedem* Menschen zugestanden werden müssen, unabhängig davon, was in seinem Heimatland los ist oder nicht. Ich bin Atheist und insofern hege ich für alle ‚Gotteshäuser‘ dieselbe Gleichgültigkeit, aber was hat die Gesetzgebung in der Türkei oder Saudi-Arabien damit zu tun, ob Muslime hier eine Moschee erbauen dürfen? Sind in dem Fall unsere Gesetze also relativ?

    Gruß

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  19. Die Gefahr der ganzen Diskussion ist doch, dass hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Die veröffentlichte Meinung differenziert einfach nicht mehr zwischen Fakten und Interpretationen. Man kann nicht reihenweise wissenschaftliche Ergebnisse „in die Tonne treten“, nur weil einem die Deutung von Sarrazin nicht in den Kram passt. Vor allem bei der „Gendebatte“ und der „Intelligenzdiskussion“ kann man das beobachten:

    (1) Sarrazin behauptet beispielsweise „…die Erblichkeit von Intelligenz und lässt eine Erblichkeitsannahme von 80 Prozent grundsätzlich schlüssig erscheinen…“

    (2) Dies wird von dem Bremer Hirnforscher Gerhard Roth in einem Vortrag von 2009 bestätigt „…Intelligenz wird vererbt – An eineiigen Zwillingen, die nach der Geburt getrennt wurden und separat aufwuchsen, habe sich in den vergangenen Jahren deutlich nachweisen lassen, dass die allgemeine Intelligenz in hohem Maße angeboren ist. Die Korrelation ihrer IQs, so Roth, liege bei etwa 0.8. Das sei ein sehr hoher Wert. Vergleiche man etwa die IQ-Tests miteinander, die man selbst gemacht habe und deren Ergebnisse durchaus von der Tagesform abhängig sind, finde man auch nur eine Korrelation von 0.85 statt 1.

    IQ durch Gene oder Erziehung? – Anzweifeln könne man diese Ergebnisse der Zwillingsforschung dennoch. Selbst eineiige Zwillinge machen schon vor der Geburt Umwelterfahrungen, die möglicherweise wichtiger für ihre Intelligenzentwicklung seien als die Gene. Die meisten von ihnen haben außerdem einige Wochen gemeinsam verbracht, bevor sie getrennt wurden, und seien dabei ähnlich prägenden Erfahrungen ausgesetzt gewesen.

    Dennoch: Der Umwelteinfluss, den Adoptiveltern in Bezug auf die Intelligenz ausüben, sei letztlich gering. Letztlich könnte dies allenfalls Änderungen von plus oder minus 20 IQ-Punkten hervorrufen. Andererseits sind dies aber „immerhin 20 Punkte“, betont Roth. Hätte ein Kind bei normaler Erziehung beispielsweise einen IQ von 100 erreicht, so hätte eine sehr gute Erziehung – und insbesondere die wichtige frühkindliche Förderung bis zum 5. Lebensjahr – diesen auf 120 heben können…“
    Quelle: http://www.spektrum.de/artikel/983260

    Man sieht hier, man kann der Behauptung von Sarrazin durchaus zustimmen und trotzdem zu anderen Schlussfolgerungen kommen, insbesondere was z.B. die Bedeutung von Bildung, Erziehung und Förderung betrifft.

    Sowohl eine hysterische Ablehnung als auch unkritische Zustimmung führen bei Sarrazin nicht weiter. Integrationspolitik muss mit der nüchternen Ratio eines Mr. Spock gestaltet werden, nur so wird man verhindern können, dass sich immer größere Teile der Bevölkerung frustriert von der Demokratie abwenden…

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  20. Die Juden waren von der Geschichte her immer ein Volk, welche in vielen Ländern unterschiedlicher Nationen damals im Mittelalter, im17. und 18.Jahrhundert beheimatet waren lebten und arbeiteten ,sie wurden diskreminiert,ihnen wurden Verhaltensweisen vorgeschrieben,sei es in der Lebensart und in Ausübung ihrer Tätigkeit, handwerklich durften sie kaum oder gar nicht tätig werden. Sie betrieben Handel. Ihre Zusammengehörigkeit als Gemeinde war ihre Stärke.Sie haben Reichtum gemehrt,und wurden von adligen Herrschern angepumpt,damit diese ihr Leben fortführen konnten. Eine sogenannte verzweigte „jüdische Nation“ in vielen Fürstentümern beheimatet, wurden zB. damals in Freiberg als geachtete Bürger behandelt. So auch war es auch zu wilhelminischen Zeit, bis zu den wahnsinnigen Hitlers Prognomen.Sie haben sich aufgeopfert im 1.Weltkrieg, sind für Deutschland gefallen. Ich bin so kühn zu behaupten,das diese Menschen die mit Deutschland verbunden waren ,und ihr „Kapital“ und ihre Beziehungen hatten ohne diesen Progrom, die Weltpolitik Amerikas aus den Fugen gebracht hätte. Jetzt leben sie dort als damalige „ehemalige Flüchtlinge“ Gott sei ihnen Dank“ und beherrschen u.a. insbesonders in vielen „Fällen“als Wirtschschaftsbosse die Wirtschaft von Amerika. Man kann nur hoffen, dass es nicht zurück schlägt,denn die noch wahren Gepeinigten des Naziregims leben kaum noch.

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  21. Sarazzins Äusserungen sind schon bemerkenswert,in der TV -Sendung am 01.09.10 wurde ja „Hart aber Fair“ diskutiert. Herr Friedmann ist für mich ein arrogantes Teil…aber ein sehr guter Propogantist ;er vergisst was er so damals verzapft hat und dadurch auch persönlichen Schaden hatte..und sein Bild von moralischer Reinheit bei mir verwirkt hat; er soll nicht anderen Rassenhass vorwerfen, nur weil die Entwicklung in Deutschland aufgrund der labilen Politik der Bundesregierung zu Fragen der Einwanderung gesetzlich verpasst wurde.Wenn er Deutschland nicht mehr mag, soller auswandern. Klare Regelungen,wer einwandert hat sich den Gesetzen der BRD unterzuordnen, inclusiv die Sprache nach einiger Zeit zu beherrschen. Wer außerdem keine Arbeit nachweisen kann,wird nach einem Zeitraum wieder ausgewiesen. So geschieht es doch in anderen Staaten! Ich kenne sehr viel Bürger ausländischer Herkunft,die als Händler ect. ihr Brot verdienen, Freundlichkeit, gute Qualität der Ware..ich bin sehr gern dort Kunde. Internationale Lebensart gab es schon zu meiner Kinderzeit zB. in Neukölln damals in Westberlin; es war für mich beeindruckend. Ich bin 44. Jahrgang habe aber den Kanal voll, dass wir Deutschen uns immer die Hosen herunter lassen wenn es um die „Juden“ geht. Die Zeit ist vorbei,es war damals eine schreckliche furchtbare Erkenntnis auf jeden Fall. Sie darf auch nicht vergessen werden aber nicht jedes Jahr so präsentiert werden,dass wir uns als heutige Generation,ständig gedemütigt vorkommen müssen. Die Geschichte hat diesen Menschen schon im Mittelalter viel Leid zugefügt, ich möchte die Nationen nicht aufführen auch aus heutiger Zeit. Für mich ist Mensch ,Mensch egal welcher Nationalität. Die Kulturen sind schon ein Aspekt der Betrachtung und diese sind nicht verwerflich, im Gegenteil, aber in islamischen Kulturen spielt die Familie eine große Rolle, auch die Kinderfreundlichkeit.Die Deutschen sind kinderträge aufgrund ihrer Perspektivlosigkeit für die Zukunft ihrer Kinder. Nun hat Herr Sarazzin Angst, dass die BRD überrollt wird von Türken und anderen asiatischen Bürgern..Russlanddeutsche darf man nicht vergessen. Da hat er recht..die deutsche Kultur geht den Bach ab bald sind wir Minderheit im eigenen Land aufgrund der Bevölkrerungexplosion ,Moscheen werden gebaut ,wo bauen wir Kirchen in moslimischen Ländern? Wird nicht gestattet und als viel Reisender kenne ich mich aus. Herr Erduan hat den Punkt gesetzt, Frau Merkel hat geschwiegen…!!! Als letzte Bemerkung sei gesagt..wir als Menschen sind der Politik unterworfen,es gilt aber, die Richtigen zu wählen, die ein abgewogenes Verhältnis für alle Menschen unterschiedlicher Nationen in unserm Land gesetzlich und menschenfreundlich manifestieren.
    RH

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  22. @nickpol:
    „…Solche genetischen Studien, wie du hier angeführt hast, werden doch nicht nur die Juden betreffend gemacht. So konnte man genetisch nachweisen, dass die Basken seit ca. 50.000 Jahren in ihren angestammten Gebieten siedeln, sie haben Hannibal, die Römer, die Muslime und zuletzt die Nazis überlebt…“

    Genau – deshalb sind diese Studien auch ziemlich undramatisch. Wenn TS sagt: „…Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden…“ ist dies zwar richtig, es hat allerdings mit der Integrationsproblematik nichts zu tun. Derartige Bemerkungen sind unnötige Provokationen, die der Debatte nur schaden…

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  23. Gerade die Sichelzellanämie ist ein gutes Beispiel.
    In Malaria-Gebieten ist es von vorteil, von nur einem Elternteil ein Sichelzell-Gen geerbt zu haben.
    Tragischerweise führt das Erbe von seitens beider Eltern aus zur Krankheit.

    Dennoch evolutionär ein Selektionsvorteil, wenn auch mit den üblichen Kosten (Evolution ist brutal).

    Hingegen ist zB Tay-Sachs
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Tay-Sachs-Syndrom
    eine Krankheit, die heutzutage (da das Wissen inzwischen vorhanden ist) nur noch aus fehlendem Wissen bzw religiös motivierter Beschränkung in der Partnerwahl auftritt.
    Natürlich kann man das nicht mit voller Gewißheit sagen, es gibt schlicht immer auch Fälle, in denen man nicht ahnen kann, welches Erbe man in sich trägt.
    Bitte nicht mißverstehen, ich würde mich nie in Partnerwahl von leuten einmischen.

    Aber eine Beschränkung in der Partnerwahl-Möglichkeit durch religiöse oder anderweitige „Moral-„vorschriften ist noch immer nicht so ganz überwunden.
    Wie tragisch, wenn dann jemand gehorsam war, und seine kinder dafür büßen müssen.

    Nicht nur im Falle dieser Krankheit.
    In jedem vergleichbaren Fall ebenso.

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  24. @tischl:

    Wenn es keine verlässlichen Zahlen gibt, dann kann man natürlich seine eigenen Vermutungen aufstellen über die Tendenz einer solchen. Wenn man aber konkrete Zahlen angibt wie S dann täuscht das Exaktheit vor, über die man eben nicht verfügt. Er täuscht somit, und das vorsätzlich. Es ist ein Unterschied, ob ich sage „70% der Muslime sind nicht integrationswillig“ oder ob ich sage „Nach meinem Dafürhalten ist die Mehrheit der Muslime nicht integrationswillig.“

    @Eduard Wachsam:
    Es gibt für bestimmte Gene in bestimmten Bevölkerungsgruppen bestimmte Wahrscheinlichkeiten. Aber daraus bestimmte Eigenschaften abzuleiten ist sehr gewagt. Man kann noch nicht mal die Augenfarbe an Hand einer Genkonstellation bestimmen, geschweige denn von sehr komplexen Erscheinungen wie Intelligenz. Bei S geht es sogar soweit, dass er kulturell erworbenes Verhalten (Toleranz, Integrationswillen) auf die Gene führt….

    Gruß

    PS: Mir fällt gerade ein Bsp für eine Genkonstellation und einem Phänotyp ein (neben der schon erwähnten Sichelzellenanomalie) die hier gut reinpasst: Hämophilie im europäischen Hochadel. Wer käme hier in dem Zusammenhang auf die Idee, das ursächlich gleich zu setzen?

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  25. auch wenn ein jüdischer Herr ds so sagte.

    Es gibt keine „jüdischen“ Gene. Es gibt Gene, die in jüdischen Populationen vorkommen.
    Und vielleicht nur dort.
    aus irgendwelchen Gründen, über die man sich auch unterhalten kann.

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  26. @nickpol:
    „…A.Hitler – „Das mit Füßen getretene deutsche Volk sollte sich in seiner nationalen Ohnmacht stets bemühen, die Gesetze der Rassenlehre hochzuhalten, die wir ihm geben…“

    Was haben israelische oder amerikanische Wissenschaftler, die zu medizinischen und historischen Zwecken Genforschung betreiben, mit dem nationalsozialistischem Rassenwahn bzw. Adolf Hitler zu tun?

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    1. @tischl, na klar, mach es noch genetisch etwas dümmer.
      Die Sichelzellenanämie(Drepanozytose) wird durch eine Mutation der beta-Kette des Hämoglobins hervorgerufen. Heterozygot Erkrankte, das ist der leichte Verlauf der Anämie, sind durch diese Mutation vor den schweren Verlaufsformen der Malaria geschützt. Das führt u.a. dazu, dass die Sichelzellenanämie in den Malariagebieten verstärkt auftritt. Ist das jetzt das „Neger-Gen“?

      Solche genetischen Studien, wie du hier angeführt hast, werden doch nicht nur die Juden betreffend gemacht. So konnte man genetisch nachweisen, dass die Basken seit ca. 50.000 Jahren in ihren angestammten Gebieten siedeln, sie haben Hannibal, die Römer, die Muslime und zu letzt die Nazis überlebt. Basken-Gen?
      Es gibt immer Erkrankungen die speziell in ganz bestimmten Gebieten auftreten, Klima, Ernährung, Parasiten, Sozialisation spielen da eine Rolle.

      Wenn ich Hitler zitiere dann deshalb, dass Sarrazin genau in diese Kerbe schlägt.

      @Eduard Wachsam, ein Rabbiner ist ne ganz tolle Quelle.

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  27. Nur mal so zur Info:

    Interview in der HNA Kasel am 31.8.2010
    mit Rabbiner Dr. Tovia Ben Chorin z. Zt. In Kassel

    Zitat Ben-Chorin: Es gibt tatsächlich bestimmte jüdische Gene. Z.B. hat man sie wissenschaftlich festgestellt. Bei Juden, die aus einer priesterlichen Familie (Anmerk. Stamm Levi) kommen, wo jemand in den Vorgängergenerationen Priester waren. Wir wissen auch, dass es bestimmte Krankheiten häufiger unter Juden gibt, oder auch bestimmte Zellen im Knochenmark von Juden, die für Knochenmarkspenden sehr wichtig sind. Zitat Ende

    Zur Person: Dr. Tovia Ben-Chorin wurde 1936 in Jerusalem als Sohn des Schriftstellers Schalom Ben-Chorin und seiner Frau Gabriella geboren. Die Eltern waren 1935 aus Deutschland geflohen. Tovia Ben-Chorin war Rabbiner in den USA, Israel, England, Südafrika und der Schweiz. Seit April 2009 ist er Rabbiner der jüdischen Gemeinde von Berlin. Er lehrt zudem am Abraham-Geiger Institut in Potsdam und bildet dort Rabbiner aus.

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  28. @skepsis:
    „…und das seinen Umgang mit ‘Statistiken’ beschreibt…“

    SZ:
    „…Wenn man aber keine Zahl hat, erklärte Sarrazin dem Reporter weiter, muss »man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch«. Danke dafür. Hier zeigt das, was wir derzeit »Debatte« nennen, wenigstens einmal seine erschreckende Fratze…“
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33007%29

    Was ist daran verwerflich, wenn man mangels Statistik, ein (vermeintliches) Problem nach persönlichen Erfahrungswerten einschätzt? Ich kann nichts Schlimmes daran finden, außer er hätte behauptet, die Zahl wäre aus einer offiziellen Statistik…

    @nickpol:
    „…Er dilettiert auch in Genetik. Mit seinem blöden Juden-Gen…“

    Für die vielen neuen Freunde der Genforschung:
    http://www.welt.de/kultur/article9307900/Teilen-alle-Juden-wirklich-ein-bestimmtes-Gen.html

    http://en.wikipedia.org/wiki/Genetic_studies_on_Jews

    http://www.thejc.com/news/world-news/33213/jews-share-a-genetic-signature

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    1. A.Hitler

      „Das mit Füßen getretene deutsche Volk sollte sich in seiner nationalen Ohnmacht stets bemühen, die Gesetze der Rassenlehre hochzuhalten, die wir ihm geben.

      Norman Birnbaum

      Die biologische Metaphorik Hitlers sozialer und historischer Sprüche war nicht einmal neu. Er teilte solche Ansichten mit einer großen Anzahl angeblich gebildeter Deutscher – unter ihnen Leute wie Heidegger und Lorenz. Die Sprache machte aus kulturellen und religiösen Unterschieden biologische, aus historischen Phänomenen wurden Prozesse der Natur. Die systematische, ja gewollte Ignoranz dieser Ideen war einmalig.

      Zitate aus Hitler tot, Hitler lebendig Spiegel Special 2/1989

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  29. Sarrazin ist insofern gar nicht so sehr interessant.

    Viel interessanter sind die vielen Kommentare von Leuten auf seinem Niveau.

    bin kein Fan von Brecht, aber gute Texte hat er doch geschrieben.

    „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.

    wie wahr.
    und hinterher wars wieder keiner gewesen, und keiner hat es gewollt.

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  30. Die Frage, warum Herr Sarrazin ein Schwätzer ist, wurde nicht an mich gerichtet, aber ich antworte trotzdem mal mit einem Zitat, das ich schon an anderer Stelle hier gepostet habe und das seinen Umgang mit ‚Statistiken‘ beschreibt (Quelle: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33007):

    Es ging um die Frage, woher Sarrazins viel zitierte, im Brustton der Faktizität vorgetragene Behauptung eigentlich kommt, dass siebzig Prozent der türkischen und neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung Berlins den Staat ablehnten und in großen Teilen weder integrationswillig noch integrationsfähig seien. Sarrazin gab zu, dass er keinerlei Statistiken dazu habe. Er gab zu, dass es solche Statistiken auch gar nicht gibt.

    @martin müller:
    Ich kenne nur Auszüge aus dem Buch der Frau Heisig, aber in diesen Auszügen heisst es (Hervorhebung von mir):

    Als Intensivtäter werden in Berlin Personen bezeichnet, die innerhalb eines Jahres mindestens zehn erhebliche Delikte begangen haben….Schwerkriminelle, die häufig 30 und mehr erhebliche Taten aufweisen, haben zu etwa 90% einen Migrationshintergrund, 45% geben an, arabischer Herkunft zu sein, 34% haben türkische Wurzeln.Diese Tatsachen sind insofern von Bedeutung, als etwa 10.000 dieser Araber in Neukölln leben, aber mehr als viermal so viele türkischstämmige Menschen.

    Nach meinem Verständnis beziehen sich diese Angaben konkret aus ihren Erfahrungen in Berlin bzw. Neukölln. Eine Verallgemeinerung, wie von Dir vorgenommen, ist daher unzulässig.

    Gruß

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    1. Er dilettiert auch in Genetik. Mit seinem blöden Juden-Gen z.B. Unterscheidet er dann auch genetisch, zwischen den Sephardim und Aschkenasim? Wenn ein Mensch zum Judentum konvertiert schlägt dass dann auch genotypisch durch? Doch wohl nicht. Er hätte diesbezüglich die Schnauze halten sollen.

      Und noch etwas, es gibt sie einfach nicht, die DEUTSCHEN. Das was heute in Deutschland lebt ist ein Mix von Slawen, Germanen, Kelten, Italern, Franken usw.u.s.
      Ebensowenig gibt es den Volks-IQ. YeRainbow hat völlig recht, die ganzen kleinen rassistischen Ratten kommen aus ihren Löchern gekrochen und klatschen Beifall.

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  31. Was die Religionen betrifft, so macht der Islam jetzt, was das Christentum halt grad nicht kann oder darf oder beides.
    vor 300 Jahren hätte man die Sache umgekehrt erzählen können…

    letztlich ist der Unterschied zwischen dem Herrschertum A und dem Herrschertum B weitaus geringer als man vielleicht denkt.
    und gerade die, die hier schreien, „aber die Frauen haben da doch gar keine Rechte“ – ja, überall.
    Bei manchen fällt es mehr auf.
    Aber Euch, liebe Herren, verdankt keine einzige Frau Rechte.
    Wär ja auch noch schöner, Zuteilung durch Euch.
    Von Gottes Gnaden?

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  32. Niemals.
    Wie kommst du darauf?

    Sarrazin ist ein Schwätzer.
    Noch schlimmer, ein dummer und populistischer SChwätzer.
    Mich erschreckt noch viel mehr, wieviele hier jetzt aus ihren Löchern kriechen mit „na ist doch wahr“…
    Was ist denn wahr?

    Daß die Dummheit grassiert? Die Deutschen ein Volk von Dummköpfen? Wär nix neues, ganz und gar nicht.

    und hinterher wars dann wieder keiner gewesen.
    Nun, also liebe Deutsche – darf man nun endlich wieder negerwitze erzählen?
    Eine wichtige Frage.

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  33. ja, interessant, welche Geister hier wieder aus ihren Löchern kriechen.
    Jeder ein Fachmann.
    Da bleibt einem nur die Bescheidenheit.
    Früher waren es die Juden. Auch die Mongolen waren es schon mal. Die Bolschewisten nicht zu vergessen.

    Anbei, kann man inzwischen wieder negerwitze machen?

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  34. herr sarrazin hat vollkommen recht. endlich ein mann, der
    den mut hat, die wahrheit auszusprechen.
    90 % aller intensivtäter sind araber und türken.
    ( nachweislich !!!, lesen sie das buch “ ende der geduld“von
    der verstorbenen richterin aus berlin.
    diese straftäter laufen auch noch frei herum, unglaublich ist das. manfred müller, saarbrückener str. 8, 47178 duisburg

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  35. Was da seit Tagen in von Medien und Politik inszeniert wird, ist nicht anderes als eine Hetzjagd.

    Wer sich nicht an die verordneten Tabus hält, wird zum Freiwild. Man empört sich heuchlerisch darüber, das Sarrazin „Hetze“ betreibe und stimmt selbst eine Hetze an, wie man sie in Deutschland seit Jahrzenten nicht mehr gesehen hat.

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  36. Bisher habe ich nur emotionalen Gesinnungsterror als Reaktion auf die veröffentlichten „Perlen“ aus S.s Buch gelesen. Wäre mal interessant, die „Experten“ dazu zu hören. Die da wären: Statistiker, Genetiker, Soziologen, Anthropologen und Ethnologen, Historiker, etc.etc.etc. die uns den Fakten-Check und nicht die rosa oder schwarze Brille liefern, mit der wir dann das Buch diagonal lesen.

    Ohne Kenntnis der Sachlage wäre es wohl weise, Dieter Nuhrs Losung zu beherzige: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Mund halten.

    Interessanterweise wurde „Das Ende der Geduld“ von K. Heisig objektiv aufgenommen und diskutiert, obwohl die Jugendrichterin zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie S. kommt. Nur eignet sich eine tote Autorin schlecht als Projektionsfläche für eigene und fremde Vorurteile.

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