Religion versus Arbeit


Quelle: wdr.de

Von Christian Althaus Welt online

Glaube und Gewissen können unter bestimmten Umständen Grund für die Verweigerung einer Arbeit sein

Arbeitnehmer können nicht ohne weiteres Aufgaben ablehnen, die sie in religiöse Gewissenskonflikte bringen. Das entschied kürzlich das Arbeitsgericht Freiburg. Geklagt hatte eine Auszubildende der Stadtverwaltung, die sich zuvor geweigert hatte eine Fasnachtsfeier vorzubereiten. Diese Aufgabe widerspreche ihrer religiösen Überzeugung als Angehörige der Zeugen Jehovas. Ihr Arbeitgeber reagierte darauf mit einer Abmahnung.

Dagegen klagte die Auszubildende. Vor Gericht hatte sie mit ihrer Klage jedoch keinen Erfolg. Das Arbeitsgericht Freiburg gestand der Frau zwar zu, dass ihre Gewissensfreiheit tangiert worden sei, das müsse sie allerdings hinnehmen. Sie habe schließlich bereits bei ihrer Einstellung gewusst, welche Aufgaben bei der Stadtverwaltung einer Fasnachtshochburg auf sie zukommen würden, begründeten die Freiburger Richter ihr Urteil. Und tatsächlich: Die junge Frau hatte bei Arbeitsbeginn zwar darauf hingewiesen, dass sie Zeugin Jehovas sei. Sie erwähnte dagegen jedoch nicht, dass sie aufgrund ihrer religiösen Überzeugung grundsätzlich bestimmte Aufgaben nicht übernehmen würde (Az.: 13 Ca 331/09).

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3 Comments

  1. Das heisst aber doch umgekehrt, dass ich jemanden wegen seiner Religion als AN ablehnen darf, weil ich davon ausgehen muss, dass er mir regelmäßig den Betriebsfrieden stört oder Arbeitsverweigerung begeht.

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    1. Du weißt aber nur bei RK/Ev. AN, die Religion, bei allen anderen ist dir das unbekannt. Sie müssen dir auch keine Aussagen dazu machen, welcher und ob überhaupt, Religion zugehörig sind. Bei den anderen steht es auf der Lohnsteuerkarte.

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  2. Mir fällt dazu nix weiter ein. MeinArbeitgeber kann froh sein, dass ich nicht meine Ansprüche einfordere, die mir mein Bekenntnis zum Pastafaritum verschafft.

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