Für Ehre und Glauben


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Sie kämpfen für „Ehre und Glauben“: Mit einer Mega-Demonstration hat die religiöse Rechte ihre Macht unter Beweis gestellt.

Von Peer MeinertWelt Online

Die Menschenmenge scheint kein Ende zu nehmen, es ist eine der größten Demonstrationen seit Jahren in Washington. Zehntausende, womöglich hunderttausende Ultra-Konservative und religiöse Rechte sind an diesem Samstag vor das symbolträchtige Lincoln-Denkmal an der National Mall gezogen. Die Stimmung schwankt zwischen nationalem Erweckungserlebnis und Anti-Obama-Protest – in kaum einem anderen westlichen Land ist eine derartige Verquickung von Politik, Patriotismus und Religion heute noch möglich.

„Etwas, das jenseits unserer Vorstellungskraft liegt, vollzieht sich gerade“, ruft Glenn Beck (56), radikaler TV-Moderator und Organisator der Veranstaltung. Die Menschenmenge rast. „Amerika beginnt heute, sich wieder Gott zuzuwenden.“ Wieder brandender Applaus.

Wenn Beck beim konservativen Sender Fox News vor der Kamera steht, zieht er gegen Barack Obama alle Register: Mal rückt er die Regierung in die Nähe von Sozialisten, mal nennt er den schwarzen Präsidenten einen „Rassisten mit tiefem Hass auf Weiße“. Doch an diesem Samstag gleicht seine Rede eher einer Predigt: „Dieses Land ist viel zu lange im Dunkeln gewandert.“ Obama erwähnt er mit keinem Wort. Mehrmals scheint es, als müsse Beck mit den Tränen kämpfen.

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5 Comments

  1. Die Amis sind dumm wie Bohnenstroh. Laut „Stern“ glaubt inzwischen jeder fünfte US-Bürger, Obama sei Muslim. Nur 34 Prozent ordnen ihn korrekt als Christen ein.

    Ich gelange immer mehr zu der Erkenntnis, dass Obama zu gut ist für dieses Land. Eine Nation, die auf diese rechtsnationalen Demagogen hereinfällt, religiöse Fundamentalisten allesamt, hat IMAO kein moralisches Recht, eine tragende Rolle in der Welt zu spielen, beispielsweise im Weltsicherheitsrat.

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  2. @ dieblaueneu

    Erst wenn wir die Evolution und die Schöpfung richtig verstehen und endlich aufhören, unseren Kindern mit religiösen Mythen und Märchen Sand in die Augen zu streuen, kann sich eine neue, von dogmatischem Denken befreite menschliche Gesellschaft entwickeln. Religion und Gottglauben haben bisher verhindert, dass sich eine wahrhaft humanistische Philosophie entwickeln konnte. Religion und Gottglaube sind schließlich nachweislich die Ursache für nahezu alle Kriege, die bisher von der Menschheit geführt wurden.

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  3. Die beeindruckend große Zahl der Demonstrationsteilnehmer beweist in diesem Fall nicht die Richtigkeit der von der religiösen Rechten in den USA vertretenen Thesen und Ansichten, sondern nur die übergroße und beeindruckende Dominanz der Dummheit in den Reihen dieser fundamentalistischen Wirrköpfe.

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  4. Erst wenn wir die Evolution und die Schöpfung richtig verstehen bzw.auf der Grundlage der längst vorhandenen Erkenntnisse von L. Margulis über unser evolutionäres Körpergedächtniss und die damit in der bio-sozio-kulturellen Entwicklung einhergehenden (spiegelhaften) Entwicklungen, werden wir zu einer friedlich zusammenwachsenden Welt und einem Glauben finden, der uns nicht zu einem Gegeneinander sondern einem Miteinander führt.

    Im Atomzeitalter gibt nur noch einen-einen- letzten Krieg oder die Anerkennung der Erkenntnis, wer wir sind und welch wichtigen Platz ein vernünftiger Glauben für unser miteinander hat.

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