Wahl Dodo des Monats August 2010


Dodo des Monats August 2010

Die Kandidaten:

  1. Thilo Sarrazin, „Das antimuslimische Dossier des Th.Sarrazin.“
  2. Neunburg vorm Walde, „Reizzonen und Störfelder im Oberstübchen.“
  3. Agentur für Arbeit Schleswig-Holstein, „Gelebter Humanismus.“
  4. Franz-Peter Tebartz-van Elst, „Keine Zusammenarbeit mit Donum Vitae.“
  5. Joachim Meisner, „Django Kardinale 2009.“
  6. Andreas Laun, „Gott straft aus Liebe.“
  7. Alexander Kissler, „Galle, Gift und Gotteswahn.
  8. Ursula v.d.Leyen, „Zensursula und die religiösen Fanatiker.“

Die Wahl ist bim zum 05. September 2010 18:00 befristet. Danach abgegeben Stimmen werden nicht mehr gezählt. Der Gewinner wird in einer Laudatio am 06.09.2010, hier auf dem Blog, gewürdigt. Mehrfachnennungen sind möglich.

7 Comments

  1. Für mich erste Wahl Thilo Sarrazin:

    Seine Thesen sind die gefährlichsten aller dummen Thesen, die man in die Welt setzen kann. Er ist ein Sozialdarwinist (sorry, Charles!) der dümmsten Machart, der die untersten Triebe aktiviert. Seinen Claqueuren sollte man den Dodo allerdings gleich mit verleihen!

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  2. Auch ich gebe zu, dass diesmal die Wahl wahrlich teuflisch schwer ist 🙂 .

    Sarrazin hat (mal wieder) gezeigt, welches geistiges Kind er ist. Er hat keine „wichtige“ Themen angepackt, sondern einfach mit seiner Schrotflinte in die Menge geschossen und ließ sich applaudieren, dass er die Hunde getroffen hat, die den Bürgersteig vollkackten. Und dies alles nur, weil er ein Buch verkaufen will. Er wird schon von allen Seiten attackiert, hat seinen Posten verloren und bald auch sein Parteibuch. Wenn’s nach dem Volksgeschrei gehen würde, sollte man ihm die Staatsbürgerschaft gleich auch abnehmen 😉 . Gut, das ist ein wenig Overkill, aber nahe drann 😛 .

    Kissler bietet nichts neues. Er hatte schon immer seinen „katholischen Blick“ auf das „große Ganze“ zur Schau gestellt … und wurde hier ausgelacht 😉 .

    Zensursula hat ebenfalls seit langem Punkte gesammelt, finde ich pers. aber eher zum auslachen, als zu fürchten.

    Meine Stimme geht an Bischöfchen Laun, der als wichtige Figur der einzigen wahren Errettungsregligion Worte von sich gelassen hat, die nun an Tacktlosigkeit kaum noch zu überbieten sind. Gerade dieser Totenkult rund um seine jüdische Splittersekte sollte eine klare Disqualifikation für seine Vernunft sein. Wie er den Eltern der Opfer regelrecht in’s Gesicht gespuckt hat, verdient einen Vogel. Und dies, obwohl Thilo alles daran setzt, ihm seinen Flatterpokal möglichst schnell wieder abzunehmen 😉 . Jedoch hat Laun weder ist sein Arbeitsplatz durch seine Äußerung zum Schleudersitz geworden, noch wurde eine „wichtige Diskussion“ in Gang gesetzt. Es war einfach nur noch ekelig und absolut unnötig. Ganz wie die dazugehörige Reli… ähm … das ist ein anderes Thema 😛 .

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  3. schwierige Entscheidung. eigentlich war meine Stimme für „Gott straft aus Liebe“ vorgesehen, weil es so irre.

    Aber der Thilo hat sich vorgedrängelt. Der ist noch grandioser.

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  4. Die Konkurrenz ist verdammt (!) hart diesmal. Vor allem der Bundesrassist Sarazin schiebt sich nach vorn. Nach dem vollständigen „Genuss“ der Auslassungen Kisslers, geht meine Stimme aber als (geringfügige) Wiedergutmachung an diesen.

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  5. Tja, gestern war ich unentschieden und wollte nicht mitstimmen. Nachdem ich aber dann in der Süddeutschen Zeitung (über Scienceblog; http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33007) über seinen Umgang mit Statistiken gelesen habe bekommt er meine Stimme:

    Es ging um die Frage, woher Sarrazins viel zitierte, im Brustton der Faktizität vorgetragene Behauptung eigentlich kommt, dass siebzig Prozent der türkischen und neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung Berlins den Staat ablehnten und in großen Teilen weder integrationswillig noch integrationsfähig seien. Sarrazin gab zu, dass er keinerlei Statistiken dazu habe. Er gab zu, dass es solche Statistiken auch gar nicht gibt.)

    Gruß

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  6. Für mich absolut erste Wahl mit großem rassistischem Abstand: Thilo Sarrazin.

    Dabei tut es auch überhaupt nix zur Sache, ob Sarrazin gesamtgesellschaftlich betrachtet notwendige Themen oder gleich heiße Eisen anpackt – wer auf diesem Niveau meint, ernsthaft Lösungswege beschritten zu haben, den hat mindestens seine maximale Geltungssucht jeden Ausweg in die sachliche Vernunft verbaut. Oder aber jeder Ansatz von sonstwie gearteter Vernunft war und ist schon deshalb nicht vorhanden, weil Sarrazin einem verkappten elitären Nationalismus das Wort redet. Wahrscheinlich gehört beides für ihn zusammen, und das macht ihn hinsichtlich möglicher (gewünschter) Auswirkungen auf Volkes Stimme nicht gerade ungefährlich… auch weil Sarrazin ebenso auf das sogenannte Präkariat schielt, daß nach seiner selbstgerechter Maßgabe die selbe Verachtung verdient wie alles vermeintlich (muslimisch) Fremde ohne ausgeprägten Hang zu gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Total-Assimilation.

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