Die Hoffnung stirbt zuletzt


“Die Hoffnung stirbt zuletzt“ hieß das Stück des Vereins „Schüler für Tiere“. Foto: Knut Vahlensieck

Von Silke RathertDer Westen

„Wir bekennen als Christen, dass diese Erde nicht nur uns Menschen allein gehört, sondern dass wir sie mit den Tieren als unseren Mitgeschöpfen teilen. Sie haben eine eigene, von Gott verliehene Würde und als fühlende Wesen ein Recht auf Leben wie wir“, das war am Sonntag die Botschaft des Abschlussgottesdienstes für den ersten Deutschen Kirchentag „Mensch und Tier“.

Was sich wie eine Selbstverständlichkeit liest, steht in der christlichen Glaubenslehre auf dünnem Eis. Also beschäftigte sich ein großer Teil der Bibelarbeit und Diskussionsrunden, die seit Freitag in verschiedenen Kirchen der Nordstadt, im Depot und im Fredenbaum besucht werden konnten, mit der Erarbeitung einer theologischen Grundlage für dieses Bekenntnis. Daneben legte der Veranstalter „Akut – Aktion Kirche und Tiere“ den Schwerpunkt auf die Themen „Verbot von Tierversuchen und Massentierhaltung“. Extrempositionen, die eine breite Masse nicht ansprachen, denn nur rund 1000 Teilnehmer kamen.

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9 Comments

  1. Ach, noch eins. Ich sehe uns in Zukunft Gras essen.
    Denn das, was die Rinder so futtern, wird beim Menschen eher niht auf den Teller kommen.

    Wie also diese Biomasse sinnvoll umsetzen? Auf den Kompost?
    Oder mehr Monokulturen wie mais? Reis?
    die übrigens Mangelkrankheiten hervorrufen, wenn zu einseitig verzehrt.

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  2. dir fehlt es einfach an Basiswissen.
    Dann wird jede Ableitung daraus immer neben der Sache liegen. Die Ergebnisse werden halt mäßig sein.

    du kannst doch gern für dich selbst entscheiden.
    Kleine Kinder jedoch benötigen tierische Proetine, um ihr Hirn entsprechend zu entwickeln.
    Kriegen sie es nicht, bleiben sie unter dem Niveau.

    Mit pflanzlichen Proteinen ist das nicht zu machen, reicht nicht aus. Und zb ist die Eisenversorgung an tierisches protein gekoppelt.
    Pflanzliche proteine hemmen allgemein die Aufnahme von Eisen noch zusätzlich.
    Nur mal als Beispiel.
    Das ist ne komplexe Angelegenheit.

    man könnte leicht überspitzt sagen, Veganer bauen intelligenzmäßig ab, und ihre Kinder bauen die Intelligenz gar nicht erst richtig auf.
    wenn sie dann nicht gestillt wurden, sondern mit Spezialitäten wie „mandelmilch“ ernährt werden (hab sowas schon gesehen, ist traurig)… dann trifft sich alles.

    Ich trag auch schon Leute, die ihren Hund vegan ernähren. Da ist es zwar auch bedenklich, aber der Hund hat eine Lebenserwartung von 10 (+/- 5) Jahren im Schnitt. Da ist es halt bissl weniger, und so viel Hirn muß beim Hund ja auch nicht sein.
    Jedenfals weitaus weniger problematisch.

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  3. Natürlich diskutiere ich nicht über das Ungesundsein von Fleisch-„Verzicht“. Das Angebot an hochwertigen Proteinen aus pflanzl. Herkunft ist enorm. Ich sage nur eines: 20.000 bis 40.000 Liter Wasser für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch bei bereits 6-7 Mrd. Menschen. Schön, wenn sie dann in einem westlichen Industrieland sitzen und die Welt noch einen Moment ignorieren können.

    Der neue Mensch wird kein Fleisch mehr essen müssen, allerdings kleben die meisten noch an ihrem Tiersein: Guten Appetit am oberen Ende der Nahrungskette!

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  4. Nun ja, das ist sehr lobenswert. Aber nicht unbedingt gesund.
    Wobei der Bedarf an tierischem Protein (besonders in der Kindheit für eine gute Hirnentwicklung) durchaus auch durch Kerbtiere gedeckt werden könnte, zu deutsch: Insekten.

    Allerdings gibt es da ein kleines Problem – es gibt giftige Insekten, die nicht nur giftig beißen oder stechen, sondern insgesamt beim Verzehr Giftwirkung entfalten.
    Beim Verzehr von Säuger-Gewebe besteht die Gefahr nicht.

    Die anderer Schwierigkeit besteht in der Beantwortung der Frage: Was machen mit den Nutztieren, wenn sie nicht mehr für den Verzehr vorgesehen sind?
    Das ist eine Frage von Verantwortung.

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  5. Ich hatte nicht von „weniger Fleisch essen“ gesprochen, eigentlich meinte ich „gar kein Fleisch“ essen. Also nichts ist dann „schon tot“.

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  6. ach, Johannes, da mißverstehst Du mich völlig.

    Ich habe keine Aversion gegen das Christentum.
    Ich habe mit jeglicher Religon und ihren Dogmen ein Problem.
    Und so verschieden sind die auch gar nicht, wenn man sie mal vergleicht.

    Moral ist allerdings, das ist wahr, eine religiöse Angelegenheit.
    Basiert zwar auf der Fähigkeit des Menschen zu ethischen Einschätzungen, ist aber nicht dasselbe.

    und die Moral vom „weniger fleisch essen“?
    Das heißt nur, daß man die armen Viecher umsonst getötet hat. Denn tot ist das Tier nun mal schon.

    Also kein guter Grund, um sich ein wenig einzuschränken.

    Ich halte, just for fun, Prachtschaben im Terrarium. Wenn deren Populationsdichte zu groß wird, werde ich ausdünnen müssen. Geht nicht anders, wäre ungesund, zu viele in dem Raum zu halten.
    Ich tu das aber erst, wenn wirklich nötig. Und dann haben meine Hunde mal die Gelegenheit zum Jagdvergnügen. Die lieben das nämlich.
    Übrigens sind die auch für Menschen eßbar.
    Will aber kaum jemand. Die wollen lieber Steaks. Auffällig, hm?

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  7. Auf dünnem Eis steht dies wohl nicht, da die Erbsünde jeglichem Leben so wie es *jetzt* ist eine Imperfektion auferlegt: Leben muss anderes Leben verdrängen od. zerstören um selbst zu gedeihen. Aber lassen wir das. Auch die beherigen Kommentare zu Flöhen, Bandwürmern etc. zeigen wieder mal nur zwanghafte Aversionen gegen alles was von christl. Seite als Diskussionsbeitrag geliefert wird. Es geht hier um die unnötige Zerstörung von Leben. Was jedoch unnötig ist muss im Wandel der Zeiten bisweilen diskutiert werden. So ist es z.B. unnötig Fleisch zu verzehren.

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  8. Ich liebe meine Katze ! Muss ich jetzt auch ihre Flöhe und Zecken lieben ?

    Meine Katze bringt mir nahezu täglich eine von ihr ermordete Maus ins Haus. Muss ich sie jetzt wegen dieser Morde anzeigen ? Zusatzfrage: Mit welcher Strafe muss sie als Massenmörderin rechnen ?

    Noch ’ne Frage: Mache ich mich als Mitwisser dieser Morde der Mittäterschaft schuldig ?

    Fragen über Fragen, die mein Gewissen belasten.

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  9. Das ist nett.
    Aber für mich sieht es so aus, als suche die Gemeinschaft ein neues Arbeitsfeld, auf dem sie Punkte machen kann…

    und sie haben auch einen Bereich völlig übersehen. Auch die vielen schönen Parasiten-Arten sind Leben, das leben will.

    Ich sehe schon den Slogan vor mir: „Für Jesus – adoptiere einen Bandwurm!“
    oder „Gott liebt seine Küchenschaben, also liebe auch Du sie!“
    oder „Auch der Medina-Wurm kann fühlen…“
    oder „Jesus gab sein Leben – gib Du etwas Blut für Gottes Flöhe“

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