Medizinische Forschung ist geschlechtsblind


RP-Online

Frauen erhalten häufig falsche Medikamente

Zu viele und häufig auch falsche Medikamente werden Frauen verordnet. Dies besagt eine Enquete-Kommission des Düsseldorfer Landtags.

Zu diesem Schluss ist eine Enquete-Kommission des Düsseldorfer Landtags zur Gesundheitsversorgung von Frauen gekommen. „Die medizinische Forschung in Deutschland ist geschlechtsblind“, kritisierte die Vorsitzende der Kommission, Marianne Hürten (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf. Es mangele an geschlechtsspezifisch erfassten und aufbereiteten Daten. Im kommenden Jahr soll dem Landtag ein Abschlussbericht der Kommission mit Handlungsempfehlungen vorgelegt werden.

In der geplanten Novelle des Arzneimittelgesetzes müsse die Einbeziehung von Frauen in die klinische Prüfung von Medikamenten festgeschrieben werden, so Hürten. Eine entsprechende Forderung habe die Kommission bereits an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) gerichtet. Auch die Universitätsklinik Düsseldorf habe sich dieser Problematik auf Anregung bereits angenommen. Darüber hinaus fordert die Kommission ein Pilotprojekt zur Ausbildung spezialisierter Krankenschwestern in der Brustkrebsbehandlung an einem Brustzentrum in NRW.

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