B16 verschläft den Islamismus


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Die Katholische Kirche ist zu sehr mit sich beschäftigt und übersieht dabei völlig, dass jetzt der Zeitpunkt ist, Stellung zu beziehen.

Von Lord George WeidenfeldWELT ONLINE

Dass bei der anfänglichen Kühle gegenüber dem bevorstehendem Papstbesuch in Großbritannien alte deutschfeindliche, aber auch antikatholische Ranküne eine Rolle spielen, ist nicht zu leugnen. Unfair ist es vor allem, das Unbehagen an den internen Skandalen in katholischen Gemeinden Papst Ratzinger in die Schuhe zu schieben, waren diese ja schon manifest in den Zeiten seiner Vorgänger.

Was gewichtige Beobachter im katholischen Lager kritisch vereint, ist dieses Papstes ungenügende Schärfe im Existenzkampf gegen islamistischen Fanatismus. Die Katholiken leiden unter Verfolgungen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Missionsarbeit auf dem Schwarzen Kontinent wird immer stärker erschwert durch finanzkräftige, islamische Missionare.

Die bitteren Kontroversen über die geplante Moschee am Rande des zerstörten Welthandelszentrums in New York sind immer noch im vollen Gange. Hier geht es wahrlich nicht so sehr um Glaubensfreiheit und Bürgerrechte, sondern vielmehr um gegenseitigen Respekt, höheren Takt und Mitgefühl. Eine Moschee in allernächster Nähe eines Standorts des Massenmords von fast 3.000 Menschen, geplant und ausgeführt von Islamisten, ist eine Achtlosigkeit den Opfern und ihren Nächsten gegenüber. So wäre auch ein deutsches Kulturinstitut am Rande von Treblinka einfach fehl am Platze.

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2 Comments

  1. Einfach mal C&P den Text den ich unter den Weltartikel geklatscht hab:
    Hier werden also islamische Missionare und Islamismus in einen Topf geworfen. Sehr schön. Und alle Juden sind Jesusmörder und an einer Weltverschwörung beteiligt. Und alle Christen verbrennen Hexen, ermorden anders Gläubige und führen Kreuzzüge.
    Der schwarze Kontinent hat noch ganz andere Probleme mit Fanatikern aus nem ganz anderen Lager – schöne Grüße an die „Lords Resistance Army“.
    Aber seis drum, nachdem wir nun alle relevanten Buchreligionen darauf reduziert haben, dass ihre Anhänger Attentäter sind und es toll finden Menschen umzubringen können wir jetzt zu der „Moschee am Ground Zero“ kommen.
    Hier sind wir schon wieder bei „der Islam ist böse“, „jeder Moslem frisst Kinder“ und ähnlichen Stilblüten. Soll man die Terroristen wirklich gewinnen lassen und sein leben komplett nach ihnen richten, nur weil n paar Spinner mal ein Hochhaus „gesprengt“ haben? Klar tragische Sache, aber viel mehr Erfolg konnten sie nicht haben wie der Artikel beweist. Wir zerfleischen uns nun gegenseitig.

    Der Schreiberling ist offensichtlich ein ziemlich erbärmlicher Spinner der Dringend mal wieder „sie klauen unsere Jobs“ sagen musste.

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  2. Wieder einmal wird mit Fakten kreativ jongliert: Es soll keine „Moschee am Rande des zerstörten Welthandeslzentrums“ errichtet werden, sondern ein moslemisches Kulturzentrum. Zwei Blocks entfernt von Ground Zero. Außerdem war von Anbeginn an eine Gedenktafel für die Opfer von 9/11 vorgesehen. Und ja, ein „deutsches Kulturinstitut am Rande von Treblinka“ wäre angebracht, wenn dort auch entsprechend mit der Historie des Ortes umgegangen werden würde.

    Und ja, es geht um Glaubensfreiheit und Bürgerrechte. Die sind nämlich um Längen wichtiger als „Respekt“ und „höheren Takt“: Die dienen bei solchen Leuten nämlich nur dazu, Kritiker mundtot zu machen. Sobald man ihre Überzeugungen kritisiert, wird dann nämlich ‚Respekt‘ gefordert. Frei nach http://friendlyatheist.com/2008/01/29/lack-of-respect/.

    Gruß

    PS: „Höherer Takt“, wenn ich sowas nur höre. Wenn er den will, dann soll er in ein Konzert gehen. Am besten eins, in dem mit Kopfstimme gesungen wird.

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