Six feet under – no Pop


Popsongs sollen auf Beerdigungen in Australien künftig tabu sein. Foto: Mark Hillary

Popsongs oder Hymnen von Nationalteams sollen in Zukunft auf australischen Beerdigungen tabu sein. Der Melbourner Erzbischof Denis Hart hält es für nicht angemessen, Musik dieser Art, weiter zu dulden. Hart sieht die kirchliche Atmosphäre der Feier in Gefahr.

pro-Medienmagazin

In einem Brief an mehr als 200 Kirchen sprach der Melbourner Erzbischof ein Verbot gegen das Benutzen von Popsongs und Vereinshymnen auf Trauerfeiern aus. Der Auslöser von Harts Entscheidung sei die Reaktion auf eine Studie: Ein australisches Bestattungsunternehmen stellte im Jahre 2008 fest, dass Kulthits wie Frank Sinatras „My Way“ oder Louis Armstrongs „Wonderful World“ neben der Hymne der Football-Nationalmannschaft „The Wind Beneath My Wings“, die meist gewünschten Stücke auf Bestattungen waren.

In der Sicht des Erzbischofes sei die kirchliche Beisetzung ein heiliger Ritus. Demnach forderte Hart in seinem Schreiben: „Säkulares Liedgut darf bei einer katholischen Beerdigung nicht gespielt oder gesungen werden.“ Romantische Balladen, Rocksongs, Sportgesänge und politische Lieder seien für solche Anlässe nicht geeignet, erklärte Harts. Zwar sollten Wünsche der Angehörigen berücksichtigt werden, doch schlägt der Erzbischof vor, die eigenen Vorstellungen der Bestattung vom Rahmen der eigentlichen Beerdigungszeremonie fernzuhalten.

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1 Comment

  1. Das geht doch den Erdbeerschorsch einen Dreck an.
    Jedermann kann auch ohne den Kirchenquatsch unter die Erde gebracht werden. Hier hilft nur eins, dem Verein die rote Karte zeigen.

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