Poehser Atheismus: Christmas with a capital C


Hollywood geht das Böse aus.  Das Reich des Bösen ist untergegangen, die Achse des Bösen nicht der Rede wert, jedenfalls nicht für eine „gute“ Kino-Story. Ein neuer Feind musste her. Der ATHEIST. Die meisten Amerikaner glauben eh, dass ihr Land in die falsche Richtung geht liegt nur an den Atheisten. Man nehme Alaska, schöne nette Winterbildchen, ein kleines Kaff, wird doch wohl nicht Wasilla sein. Alle netten, biederen und freundlichen Einwohner bereiten Weihnachten vor. Dann kommt der cool-blood motherfucker Atheist und? will Weihnachten stehlen. Wo bleibt die Hexe Sarah Palin, sie wird doch Weihnachten für die Hillbillies von Alaska retten?

Pünktlich zum Fest wird der poehse Atheist besiegt.

13 Comments

  1. @faustinchen

    Kann nun nie wieder meine Lieblingssitcom Schrecklich nette Familie gucken ohne traurig zu werden was aus Jefferson geworden ist.

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  2. die heilige familie hat das weihnachtsfest begründet und zwar in dem stall in bethlehem!

    Das ist mE ein weiteres witziges Detail des Christentums: Beim
    Geburtsdatum des Heilands weiß man bis zum Tag genau, wann
    das Jesuskindchen zur Welt kam, aber sein Todestag ist irgendwann
    im März – oder April. Man könnte meinen, dass dieses Datum auch
    irgendwie wichtig ist und die Idee, dass ein Todestag ein bewegliches
    Datum ist urkomisch…

    (disclaimer: jaja, der Hintergrund zum Osterfest (Pessach et al) ist
    bekannt, das macht es aber nicht besser)

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  3. ach yerainbow…

    die heilige familie hat das weihnachtsfest begründet und zwar in dem stall in bethlehem!
    geschenke kamen durch den lieferservice CMB (nicht zu verwechseln mit QVC, den gab es damals noch nicht).

    ist doch logisch, oder? und zudem ist weihnachten viel viel wichtiger als dieses hasenfest! weil: ohne weihnachten keine eier!

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  4. Mal ne Frage. Seit wann ist Weihnachten das urchristliche Fest?

    Das Christentum hat doch die ganzen Festivitäten nur gekapert (Wintersonnenwende, Sommersonnenwende – da auch eher ungeschickt, Samhainen, Frühlingstagundnachtgleiche etc….).

    Selbst die Mayas hatten entsprechende Feste, und die waren vom Christentum ja weit entfernt….

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  5. Jefferson D’Arcy als Verteidiger des Weihnachtsfests? Und ich hatte geglaubt, seine Ehe hätte ihm alle kindlichen Illusionen genommen…

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  6. Schulrivalen… Wer keine Probleme hat, schafft sich welche. Oder er tritt einer Sekte bei.

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  7. Ich bin gespannt, ob der Film in die Sparte Propaganda gehört und wirklich mit kommunistischen Propagandafilmen vergleichbar ist. Von letzteren kenne ich nur Alexander Newski, der zwar Propaganda, aber wenigstens ein guter Film ist. Außerdem würde ich gerne wissen, ob der Film eher humorvoll oder traurig gestaltet wurde.

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  8. und noch einer: http://www.olivercromwell.org/faqs4.htm

    During the 1650s parliamentary legislation was passed to reinforce the structure that had been put in place by the end of the 1640s. Specific penalties were to be imposed on anyone found holding or attending a special Christmas church service, it was ordered that shops and markets were to stay open on 25 December, the Lord Mayor was repeatedly ordered to ensure that London stayed open for business on 25 December, and when it met on 25 December 1656 the second Protectorate Parliament discussed the virtues of passing further legislation clamping down on the celebration of Christmas (though no Bill was, in fact, produced). Legislation was passed to ensure that Sundays were even more strictly observed as the Lord’s Day, but the holding of a regular monthly fast on the last Wednesday of the month, which had never proved popular or been widely followed, was quietly dropped.

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  9. 😀

    Und ich dachte in meiner Verblendung immer, Ostern sei das wichtigste Fest des Christentums. Auch war mir nicht bewusst, dass die Beduinen im Hohen Atlas und in der Rub-al Chali einen Adventskranz haben und Weihnachtsgrußkarten an ihre Lieblingsklöster im Himalaya schicken. So kann man sich irren!

    Ich LIEBE es, wie der Atheist schon durch die Wahl des Schauspielers als Unsymphat rüberkommt (kalte Augen, maliziöse Mimik, arrogante Rede). Und trotzdem hat er den Knüllerspruch: „I do have a problem with Christmas and all the rest of the garbage you Christians have been jamming down my throat since I was a kid.“

    Aber am besten ist die Situation: Die beiden Antagonisten waren Schulrivalen! Der Streit um’s Kuchenförmchen geht also in die nächste Runde! 😀

    Gruß

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  10. *ausdruckslos auf den bildschirm starr*

    ob in dem film da auch über-atheist hitler und der kommunistische anti-religionsterror vorkommen?

    werden sich am ende alle lieb haben und auf der GANZEN welt weihnachten feiern? auch die muslimischen, hinduistischen und was weißichfüreinereligionhabenden kinder? stibt der böse atheist einen schmerzvollen tod? oder wird er gar „wiedergeboren“?

    fragen über fragen…

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  11. Also die zahlreichen kommunistischen Propagandafilme, die ich gesehen habe, haben nach dem selben Muster funktioniert wie es dem Trailer nach dieser Film tut. Vielleicht wäre es Zeit für eine vergleichende Studie.

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