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Screenshot Brightsblog

Kein Segen für den „Merkur“

Märkische Allgememeine

Die katholische Kirche erwägt einen Verkauf der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“. Im Gespräch ist ein Verkauf an die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“. Den Plänen zufolge solle nur noch eine Mini-Version des „Rheinischen Merkur“ zu religiösen und kirchlichen Themen produziert werden, hieß es. Diese könnte den bisherigen Abonnenten im Verbund mit der „Zeit“ angeboten werden. Im Frühjahr hatte „Die Zeit“ eine neue Seite „Glauben und Zweifel“ gestartet, die Religion, Sinnfragen und Wertedebatten als Themen hat.

Die Gesellschafter des „Merkur“ berieten gestern vor der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz über die Zukunft des Blattes. Der „Rheinische Merkur“ gehört neun katholischen Bistümern, einen geringen Anteil hält die Bischofskonferenz. Die Mehrheit liegt bei den nordrhein-westfälischen Bistümern.

Den Konservativen nicht mehr linientreu genug

Weil der „Rheinische Merkur“ hohe kirchliche Zuschüsse benötigt, um zu überleben, wollen die Bischöfe eine neue Lösung für die wertkonservative Tageszeitung finden. Offiziell wollten sich weder die Geschäftsführung der Wochenzeitung noch die Bischofskonferenz zu dem Thema äußern. Beim Merkur-Verlag, der im Jahr 2008 einen Bilanzverlust von 286 000 Euro verzeichnete, arbeiten etwa zwei Dutzend Redakteure. Die Auflage der Wochenzeitung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich, zuletzt rapide, gesunken.

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