Religion darf nicht zur Randfichte werden


Prof. Dr. Franz Bölsker BILD: Privat

Schule Bölsker: Religionsunterricht wichtig für Gesellschaft und den Einzelnen

NWZ Online

Der katholische Schulexperte Professor Dr. Franz Bölsker vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta hat die unvollständige Versorgung mit Religionsunterricht an staatlichen Schulen in Niedersachsen kritisiert. Im Vorfeld des 13. Oldenburger Religionslehrertages am Donnerstag, 23. September, in der Universität Vechta erinnert Bölsker an die Pflicht des Staates, katholischen und evangelischen Schülern die Fächer Katholische beziehungsweise Evangelische Religion zu erteilen.

„Auch die einzelne Schule muss dafür Sorge tragen, dass der vom Gesetz geforderte Religionsunterricht tatsächlich erteilt werden kann“, betont der Hochschullehrer, der die kirchliche Abteilung Schule und Erziehung des Bischöflichen Offizialats im oldenburgisch-niedersächsischen Teil des Bistums Münster leitet. Dies bedeute, „dass eine Schule ausreichend Lehrpersonal und Lehrerstunden für den Religionsunterricht bereitstellt, dass Religion gegenüber anderen Fächern nicht als „Randstunde“ schlechter gestellt wird und dass Lehrer mit dem Lehrfach Religion nicht einseitig nur oder überwiegend in anderen Unterrichtsfächern eingesetzt werden, so lange im Religionsunterricht eine Unterversorgung besteht “.

Verankert ist das Recht der Schüler und Eltern auf Religionsunterricht in Artikel 7 (3) des Grundgesetzes und im Niedersächsischen Schulgesetz. Völkerrechtlich vereinbart ist der katholische Religionsunterricht an den Schulen im Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl in Rom und dem Bundesland Niedersachsen.

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4 Comments

  1. Wieso sind diese hochdotierten Prof.-Religioten eigentlich immer so rotnasig auf ihren Bildern? Haben die ausser dummes Zeug von sich geben und Saufen eigentlich noch was anderes zu tun?

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  2. Ich plädiere dafür, den Religionsunterricht in „Religiotologie“ umzubenennen. Die Unterrichtsthemen: 1. Märchen-, Mythen- und Legenden-Lehre. 2. Die Entstehung und Entwicklung des Aberglaubens. 3. Der Glaube als Instrument zur Machtausübung. 4. Volksverdummung als Methode usw.

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  3. Ich bin auch für Religionsunterricht. Und zwar konfessionsneutral!

    Inhalte: Die Schattenseiten. Da gibt es von Karl-Heinz Deschner und Christopher Hitchens brauchbare Querschnittsliteratur, wobei Hitchens so ziemlich alle Kulte weltweit durchmacht, das wäre also mein Favorit.
    und was vermeiden?

    Vermeiden: Sich auf eine ärmliche verwestlichte Sicht einzig auf den abrahamitischen Beduinen-Kult (Judentum, Christentum, Islam) zu beschränken. Es gibt sehr interessante Kulte in Brasilien und Neu-Guinea, die zum Teil nicht-theistische sind. Auch muss Afrika mit seinen interessanten bis erschreckenden Facetten mit dabei sein. Abgerundet von Voodoo und Satanismus. Auch finden sich jenseits des meist falsch verstandenen Buddhismus in Asien viele interessante Kulte auch noch im heutigen China.

    Außerdem: Worauf sollte man achten, dass Region kein „Laberfach“ wird?
    Dass die Schüler sich Brocken selbst erarbeiten. Auch als Gruppenarbeit.

    Alternativ: Als Bestandteil der Soziobiologie in den höheren Klassen im Biologieunterricht als Teil der Evolution abhandeln. Da passt es dann auch wissenschaftlich hin.

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