LIFE: Projekt Volkskrankheiten


Blut- und Zellproben in derr Biobank. Foto: Alexander Kiel

Was nun krank oder was gesund macht, ist auch immer ein Thema für jeden Stammtisch. „Mein Opa“, heißt es da, „hat jeden Tag seine Zigarre geraucht, Schnaps und Bier getrunken. 95 Jahre alt ist er damit geworden. Und der Onkel Peter, der hat schon mit 59 das Zeitliche gesegnet. Lungenkrebs, dabei hat er weder geraucht noch getrunken. Da staunt die Wissenschaft, was?“

Von Matthias WeidemannLeipziger Internet Zeitung

Und weil sie nicht mehr staunen, sondern, wie es der Name schon sagt, Wissen schaffen will, haben sich Leipziger Ärzte und Forscher vorgenommen, mit einem der zurzeit größten neuen deutschen Forschungsprojekte namens LIFE der Ursache für Volkskrankheiten auf den Grund zu gehen.

Knapp 40 Millionen Euro kostet die Bevölkerungs- und Patientenstudie mit der LIFE an einem Standort das Zusammenspiel von genetischer Anlage, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil mit großem Umfang erforschen will. Mehr als 100 Ärzte und Wissenschaftler der Universität Leipzig und der Universitätsmedizin werden bei diesem Forschungsprojekt bis 2013 rund 25.000 Leipziger klinisch und bioanalytisch untersuchen. Ziel sind neue Erkenntnisse über Ursachen und Differenziertheit der wichtigsten Zivilisationserkrankungen – und daraus folgend neue Ansätze für Prävention, frühzeitige Diagnose und Therapie. Im Zentrum stehen dabei Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Adipositas, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen.

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