Kraftwerk Religion


Sparkamel der National Bank of Kuweit, 2009, in der Ausstellung 'Kraftwerk Religion. Über Gott und die Menschen', die das Deutsche Hygiene-Museum Dresden zeigt. Foto: epd-bild/DHMD/David Brandt.

Die Religion kehrt zurück. Zumindest in die öffentlichen Debatten. Und spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auch in die Politik. Sie will das friedliche Miteinander fördern und gilt vielen zugleich als Ursache von Gewalt und globalen Konflikten. Im Grunde war sie immer da, sagt Historikerin Petra Lutz. Aber gegenwärtig gibt es eine verstärkte Aufnahme des Religiösen, eine Wiederkehr der Wahrnehmung.

Von Katharina Rögnerevangelisch.de

Als Kuratorin der Ausstellung „Kraftwerk Religion. Über Gott und die Menschen“, die im Dresdner Hygiene-Museum zu sehen ist, will Lutz „ganz genau hinsehen“, Raster und Klischees zurücklassen, vor allem aber aufklären und informieren. Gerade in der säkularisierten Gesellschaft gebe es die religiösen und kulturellen Schätze wieder neu zu entdecken.

Konzipiert ist die Präsentation für Gläubige ebenso wie für Nichtgläubige auf rund 800 Quadratmetern. Vertreter beider Gruppen kommen in zahlreichen Video-Interviews auch selbst zu Wort. Zu sehen sind etwa 300 Exponate, darunter das Taufkleid des Schriftstellers Thomas Mann (1875-1955), ein Gemälde von Ludovico Carracci (1555-1619), Kultfiguren, Kruzifixe und Madonnen. Ältestes Exponat ist eine römische Zauberpuppe aus dem ersten Jahrhundert.

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2 Comments

  1. Religion ist über Generationen hin vererbter Aberglaube. Religion dient vielen Menschen als Krücke zur Lebensbewältigung und basiert somit auf Selbstbetrug.

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  2. Ich versteh‘ ja nicht, was das Taufkleid Thomas Manns über das „Kraftwerk Religion“ aussagt. Weder sagt es etwas aus über Mann (der für eine Aussage ja wohl etwas zu jung war) noch über seine Eltern. Es ist lediglich ein Beleg dafür, dass Mann einem religiösen Ritus unterzogen wurde, der für die Zeit alles andere als ungewöhnlich war. Es ist wohl eher so, dass man Religion positiv mit einem bekannten Namen verbinden will.

    Gruß

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