Bibelverbrennung in Malawi


Quelle: wikipedia

von Lukas NiemeyerAfrika Travel

Der säkular ausgerichtete Staat Malawi im Süden des afrikanischen Kontinents hat bisher nur wenig mit religiösen Spannungen zu kämpfen. In dem Land leben etwa 15 Millionen Menschen, wovon ein Großteil dem Christentum anhängt (ca. 80 Prozent). Knapp 13 Prozent der Bevölkerung, hauptsächlich im Süden des kleinen Landes, sind Muslime.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kam es heute jedoch zu einem bedenklichen Zwischenfall, der die entspannte Lage verschärfen könnte: Radikale Muslime verbrannten mehrere Bibeln aus Protest über deren Verteilung in islamischen Schulen. Das heilige Buch der Christen wurde in einigen Schulen von der global tätigen Internationalen Gideonbruderschaft verteilt.

Die Bruderschaft stammt aus den USA und besteht aus über 280.000 primär evangelikalen Freiwilligen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den christlichen Glauben zu verbreiten und die Menschen durch das geschriebene Wort Gottes zu missionieren. Zu diesem Zweck werden mit Hilfe von Spendengeldern Bibeln gekauft, die an öffentlichen Orten ausgelegt bzw. verteilt werden.

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