Der Papst als fürstlicher Diktator


 

Anton Bucher, salzburg.orf.at

 

Neues Buch mit harter Kritik an Katholizismus
Missbrauch, versteinerte Strukturen, Frauenfeindlichkeit, „Verkindlichung“: Der Salzburger Theologe Anton Bucher geht in seinem neuen Buch mit Schattenseiten der katholischen Kirche ins Gericht.

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Gläubige nicht ernst genommen?

Nicht zum ersten Mal sind Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche Anlass, ein Buch über versteinerte Strukturen, Hinfälligkeit des Zölibats und Notwendigkeit von Reformen zu schreiben. Der Religionspädagoge und Dekan der katholisch-theologischen Fakultät, Anton A. Bucher, hat es trotzdem getan.

Er beleuchtet „Die dunkle Seite der Kirche“ (Verlag Galila) und kommt unter anderem zum Schluss, dass die vom Klerus zelebrierte „Verkindlichung“ Missbrauchsfälle mitverursacht.

„Sumpfbeet für Doppelmoral“

„Die Mentalität der römisch-katholischen Kirche ist in vielem verkindlichend, sie hemmt Entwicklung hin zu Mündigkeit und aufrechtem Gang“, lautet die zentrale These des gebürtigen Schweizers.

Gläubige würden oft als „Kinder“ angesprochen, Schuldbewusstsein würde konsequent eingeimpft. Geistlichen würden zudem Erfahrungen entgehen, „die für die evolutionär vorgegebene psychosexuelle Entwicklung notwendig sind, und sie bleiben diesbezüglich kindlich“. Für Bucher „ein Sumpfbeet für Doppelmoral“.

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