Warnung vor religiösen Fundamentalismus


 

Tacheles, screenshot Brightsblog

 

Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat vor religiösem Fundamentalismus im Christentum und im Islam gewarnt. „Da wo der Glaube fundamentalistisch verstanden und gelebt wird, hat er eine Tendenz zur Gewalt“, sagte er am Donnerstagabend bei der Aufzeichnung der evangelischen Fernseh-Talkshow „Tacheles“ in der Marktkirche in Hannover. In der Debatte zum Thema Islam und Gewalt erinnerte Schneider daran, dass auch christliche Theologen im Mittelalter zu Kreuzzügen aufgerufen hätten.

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„Wir haben aber unsere Lektion gelernt“, betonte er. Staat und Kirche seien inzwischen in der westlichen Kultur getrennt. Eine christliche Republik sei heute anders als eine islamische Republik nicht vorstellbar. „Da sind die Entwicklungen im Christentum und im Islam sehr unterschiedlich gelaufen“, sagte der Präses der rheinischen Kirche.

Der hannoversche Kriminologe Professor Christian Pfeiffer führte die Gewaltbereitschaft vieler junger Muslime auf eine religiös begründete Macho-Kultur zurück. Eine zentrale Rolle spielten dabei Imame, die nicht in Deutschland verwurzelt seien. „Je stärker junge Männer mit ihnen konfrontiert sind, desto eher akzeptieren sie die Männerdominanz als etwas Zwingendes“, sagte Pfeiffer, dessen Forschungsinstitut eine Studie zum Thema erstellt hat. Und je mehr sie eine Moschee besuchten, desto weniger fühlen sie sich als Deutsche: „Die Mehrheit der Imame predigt: Bleibe ein Türke und halte dich von den Ungläubigen fern.“

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2 Comments

  1. Angesichts des weitverbreiteten religiösen Fundamentalismus neige ich mehr und mehr dazu, mich als atheistischen Fundamentalisten zu verstehen. Dem religiösen Schwachsinn kann man doch nur noch prinzipiell und fundamental begegnen.

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  2. Faszinierend, wie es den christlichen Kirchen gelungen ist, ihre Geschichtsfälschungen durchzusetzen, Kreuzzüge, Hexen- und Häretiker-Verbrennungen, Unterdrückung und Kriminalisierung von Andersdenkenden, Frauen, Homosexuellen, die Conquista, die Bekämpfung der Aufklärung, der Demokratie, die Unterstützung von Nationalsozialisten und Faschisten vergessen zu machen.

    Aber anstatt, dass der Laden dicht gemacht wurde, haben die Kirchen überall ihre Hände drin, kassieren Millionen vom Staat und lügen einen Laizismus vor.

    Wollen wir wetten, wer im 4. Reich wieder ganz vorne mitmischt?

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