Auf das Christentum besinnen


 

Gerhard L. Müller links im Bild

 

Bischof Müller rät zu Gelassenheit bei Integration

domradio.de

Die christliche Tradition Deutschlands und Europas verbietet nach Ansicht des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller die Abschottung von Fremden und Zuwanderern. Wichtig sei, dass die „alteingesessenen Deutschen“ sich auf ihre im Christentum gründenden Wurzeln besännen.

In einem Gastbeitrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verweist der Bischof auf die Anerkennung eines jeden Menschen als Abbild Gottes. Wenn sie selbst in ihre „eigene multiethnische Identität und Kultur aus vielen Zuflüssen“ integriert seien, begegneten sie einander und gegenüber anderen respektvoll und trügen damit am meisten zur Integration von Migranten bei.

Verneinung der Menschenwürde im 20. Jahrhundert
Zugleich warnte der Bischof vor einer allzu negativen Sicht auf Zuwanderung und Integration. „Völkerwanderungen und Völkermischungen durch Heirat von Menschen verschiedener Herkunft hat es immer gegeben. Das ist kein Unglück“, mahnte er. Die Deutschen sollten die Erfahrungen im kollektiven Gedächtnis behalten, die aus der Verneinung der Würde des Menschen im 20. Jahrhundert als einem Jahrhundert der Ideologien erwachsen seien. Dann bräuchten sie keine Sorgen zu haben angesichts der Integration von Migranten „in unsere von Anfang an multiethnische Kultur“.

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3 Comments

  1. Stimmt, Müller hat schon Dümmeres gesagt. Allerdings scheint er den Eindruck vermitteln zu wollen, in den christlichen Jahrhunderten VOR dem 20. sei die Würde des Menschen mehr oder weniger gewährleistet gewesen. Ähem…

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  2. Auch wenn ich’s nicht gerne mache, aber hier hat der Herr Bischof doch mal etwas gesagt, für das man ihn loben muss. Ein Problem ist allerdings seine Begründung (Pfingstwunder, ein Schöpfergott): Dadurch können seine Aussagen nur jemanden überzeugen, der diese Überzeugungen teilt. Somit ist es eigentlich ein weiteres Plädoyer für die Unabdingbarkeit eines allgemeine, von jeglicher religiösen Überzeugung befreiten Menschenrechtskatalogs.

    Gruß

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