Illners Gruselkabinett


Eine Diskussion die es in sich hätte haben können. Es sollte nicht sein. Auf allen Gipfeln ist Ruh´. So war der anfängliche Eindruck der Sendung. Markus Söder, der bayrische Staatsminister, natürlich CSU, mit der Thematik intellektuell überfordert. Er gab das Dummchen in der Runde. Den Islam als Religion griff er nicht an, tunlichst, war ihm doch klar, dass im bayrischen Gottesstaat, ähnliche Mechanismen am wirken sind, wie sie der Islam benutzt. Wer die Diskussion um Integration über Religion beheizt muss und  sich daran messen lässt, kommt sehr schnell an den Punkt, an dem allen Religionen in Frage zu stellen sind.

Schmidt-Salomon, der Nackt-Affen-Philosoph, der alles tut um nicht wie ein Nacktaffe auszusehen, griff das Thema auf  und die Relis an. Das Prinzip der Ignoranz wird von allen geteilt. Lasst ihn reden, aber antwortet nicht auf die aufgeworfenen Probleme.

Cem Özdemir, der türkische Schwabe hatte einen geruhsamen Fernsehabend. Niemand griff ihn an, also vermied er es andere zu attackieren. Muslime sind keine „Sündenböcke“. Aiman Mazyek, der schwergewichtige Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland und Lokalpolitiker der FDP diskutierte mit Altbischof Huber deutsches Kirchenrecht und alle waren zufrieden.

Schmidt-Salomons Festellung die Rechte der Großkirchen in Deutschland einzugrenzen und den Muslimen selbige einzuräumen ging dann leider in der Diskussion unter. Aber das genau ist der Punkt, die Christen-Pfaffen wollen ihre Macht nicht teilen und schon gar nicht mit den Muslimen.

Warum wir Menschen über ihre Religion beurteilen müssen, wie weiland der evangelikal-kontaminierte Katholik Wulff, wurde nicht beantwortet. Wer Religion als Privatsache deklariert muss sich nicht an ihr aufrichten.

8 Comments

  1. Eins noch:

    Man sollte den Islam als offizielle Religion anerkennen, unter der Pflicht, BRD-gemässe Satzungen und „Lehren“ zu entwickeln.

    Dann hat der Islam endlich die Chance, gegen den Humanismus anzutreten. Und sich genauso zu blamieren, wie die hier „etablierten“ Kirchen.

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  2. … und Schmidt-Salomon natürlich, auch wenn er wie ein nicht nackter Nacht-Affe aussieht, der drei Tage weder geschlafen, noch sich rasiert oder gekämmt hat. Alleine seine Gesichtszüge während der Emanationen der Religiotenvertreter sind bezeichnend. Die kapieren einfach nicht, daß es säkuläre Menschen gibt, die die Menschen nicht über die Religionen definieren wollen. Dieses Verhalten dann selbst von den Religioten vorgeworfen zu bekommen, muss selbst einem Schmidt-Salomon, der offensichtlich relativ schmerzresistent ist, weh tun!

    (Der „Nacht-Affe“ sollte eigentlich ein „Nackt-Affe“ werden, aber ich fand den Vertipper so geil …)

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  3. Die Sendung war gut. Die Gäste waren schlecht, bis auf den Libanesen aus dem Publikum, der den Schneid besessen hat zu sagen: „also, ehrlich gesagt, habe ich die Frage jetzt nicht verstanden!“

    Solche Menschen braucht das Land!

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  4. Illners Talkshow – aber auch alle anderen – habe ich schon längst auf meine persönliche Indexliste gesetzt. Zumeist treten ohnehin stets die gleichen Personen mit ihren sattsam bekannten Argumenten auf. Die eingeladenen Gäste fallen sich dann auch prompt gegenseitig ins Wort, so dass man von der Diskussion ohnehin nur Bruchstücke mitbekommt. Die Gastgeberin selbst ist dann jeweils sichtlich überfordert. Frau Illner hat es sich auch angewöhnt, mit völlig neuen, unerwarteten Fragen in den Diskussionsverlauf einzugreifen und der Diskussion eine komplett andere, neue Richtung zu geben. Dies, bevor die Gesprächsteilnehmer eine Möglichkei hatten, die bereits zuvor gestellte Frage auszudiskutieren. So etwas nervt fürchterlich und schmälert den Informationswert erheblich. Auf solche Quassel-Shows kann man getrost verzichten !

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  5. Ich wäre dafür, vor solchen Sendungen künftig Warnhinweise wie z.B. „…Diese Sendung schadet möglicherweise ihrer (geistigen) Gesundheit…“ oder „…Diese Sendung kann zu einem langen und schmerzhaften Tod führen…“ einzublenden…

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