Der böse Moslem


Quelle: cicero.de

Mit dem Auftritt des niederländischen Populisten Geert Wilders in New York ist der Islamhass europäischer Prägung endgültig in den USA angekommen. Zuvor hatten „Dissidenten“ wie die somalisch-niederländische Publizistin Ayaan Hirsi Ali ihm bereits den Weg bereitet.

Von Pankaj MishraCicero

War der Prophet Mohammed pervers und ein Tyrann? Fördert der Islam Terrorismus und unterjocht er Frauen? Sind Muslime außerstande, friedlich mit Menschen zusammenzuleben, die in der geistigen Tradition der Aufklärung verwurzelt sind? Die Antwort einer Reihe ehemaliger Muslime, die sich in Europa und in den Vereinigten Staaten einer immer größeren Prominenz erfreuen, lautet ausnahmslos: „Ja!“

Die bekannteste derer, die sich selbst als „Dissidenten des Islam“ bezeichnen, ist die gebürtige Somalierin Ayaan Hirsi Ali. Sie hat sich vom Islam gelöst und dem Atheismus zugewandt. In Somalia wurde sie als Kind Opfer einer Genitalverstümmelung, in Kenia versuchte ein Dschihad-Prediger, sie zu radikalisieren und zwangsweise zu verheiraten, und in den Niederlanden erhielt sie Morddrohungen vom muslimischen Mörder des Filmemachers Theo van Gogh, mit dem Hirsi Ali zusammengearbeitet hatte. Bis zum heutigen Tag wird sie in ihrer neuen amerikanischen Heimat von mörderischen Fanatikern verfolgt. Ayaan Hirsi Ali beschwört in ihren vielen Bewunderern die Erinnerung an die eigene westliche Tradition intellektueller Rebellion gegen geistliche Tyrannei herauf.

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