Dawkins „predigte“ im Ringlokschuppen


Quelle: DERWESTEN

„Es gibt keinen Gott“ und „Die Natur, alles Leben ist das Werk der Evolution.“ Auf diesen Nenner lassen sich die provokanten Thesen bringen, die der Biologe und Neo-Darwinist Richard Dawkins im Ringlokschuppen „predigte“.

Von Martin KrampitzDERWESTEN

Dort lauschten mehr als 500 Jünger aus ganz NRW, Niedersachsen, den Niederlanden und Belgien aufmerksam ihrem 69-jährigen „Guru“. Ironie der Geschichte: Dawkins Lesung aus seinem neuen Werk „Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat“ – übrigens die einzige in Deutschland in diesem Jahr – geriet selbst fast zu einer Art Messe, zu einem Gottesdienst.

Andächtig wägten die Zuhörer jeden Satz, jedes Wort ab, das der Buchautor und emeritierte „Professor for Public Understanding of Science“ an der Oxford University bei seiner Lesung von sich gab. Immer, wenn Dawkins den Glauben an Gott und das Christentum als „überholt“ und „mittelalterlich“ geißelte, brandete lebhafter Beifall auf. Und auch die Fragen an den Rationalisten im Anschluss an die Lesung zeigten, dass man an diesem Abend weitgehend unter sich war. Zuvor hatte Gerd Herholz, wissenschaftlicher Leiter vom Veranstalter Literaturbüro Ruhr aus Gladbeck, schon mal klar gemacht: „Bitte halten Sie hier keine Gegenreferate!“ So fand eine echte Diskussion pro und contra nicht statt. Genug Anlass dazu hätte es sicher gegeben.

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5 Comments

  1. Also Leute, eine Theorie ist erst dann bewiesen wenn man sie reproduziert hat. Die Evolutionstheorie hat noch keiner reproduziert.

    Ein Experiment wurde einmal gemacht wo man versuchte, durch radioaktive Strahlung, Mutationen bei sehr vielen Fliegen hervorrufen zu lassen. Diese haben sich dann auch gegenseitig gepaart (natürliche Auslese eben) und bei den Nachkommen von dieser Generation wurde dann das Gleiche gemacht. Das hat man mit wirklich Millionen von Exemplaren gemacht.

    Die Wissenschaftler mussten am Ende aufhören mit diesem Projekt. Die meisten Fliegen sind gestorben und die, die überlebt hatten, hatten viel mehr Defizite als die ursprünglichen Exemplare.

    Solange man nicht beweisen kann, dass man aus einer Art eine ganz andere Art hervorbringen lassen kann (Makroevolution), wird die Evolutionstheorie zurecht in Frage gestellt werden. Jetzt könnt ihr das als noch so primitiv bezeichnen aber das sind die Fakten!

    Gruß

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  2. Für wen schon die Evolution eine „provokante These“ ist, der muss ja praktisch zu solchen Vokabeln wie „Guru“ und „Jünger“ greifen…

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  3. Wie soll man denn auch Kritik gegen Dawkins aufbringen, wenn er eigentlich nur die Faktenlage wiedergibt?
    „Gegenargumente“ gibt es faktisch nicht, bzw. sind seit Zeiten des „alten Atheismus“ widerlegt.
    Was bringt der „neue Atheismus“ also Neues, außer die Vergegenwärtigung, dass heute die Leute auf den längst widerlegten Hokuspokus erneut hereinfallen und man sagt: „Hallo? Schau mal, dass Brimborium ist doch schon seit vorgestern vom Tisch!“
    Da muss man schon vom Thema Religion abweichen und z.Bsp. in spezifische Detailfragen der Ethik oder der Evolutionsbiologie eingehen um eine „Diskussion“ her zu stellen.

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  4. Na, ja, eine Diskussion konnte vermutlich auch deshalb nicht aufkommen, weil die Argumente der Anhänger der Gottestheorie ja schon seit 2000 Jahren allgemein bekannt sind. Da konnte nichts Neues mehr kommen !

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  5. […]Jünger[…]Guru[…]Messe[…]
    – Unterschwellig wird behauptet, dies ist auch nur eine Religion

    ‚weitgehend unter sich‘, keine ‚echte Diskussion‘
    ‚Genug Anlass dazu hätte es sicher gegeben.
    – Es gab nur deswegen keine Kritik, da nur Jünger anwesend waren.

    komisch nur, das in dem ganzen Artikel kein Bröckchen Kritik zu finden war, es wird immer angenommen, dass dies der Fall ist.

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