Scheibenbäuche – „Darwinfinken“ der Tiefsee


Erste Aufnahme. Der jetzt entdeckte Vertreter der Scheibenbäuche lebt in 7000 Meter Wassertiefe.

Eine neue Fischart haben Forscher im Meer vor Chile entdeckt. Der bislang unbekannte Vertreter der Scheibenbäuche schwamm den Wissenschaftlern in einer Tiefe von gut sieben Kilometern vor die Kamera – in einer Etage des Ozeans, die bis vor einigen Jahren noch als praktisch unbelebt galt.

Der Tagesspiegel

„Unsere Beobachtungen enthüllen eine große Artenvielfalt und Individuenzahl in Tiefen, die einst als völlig fischfrei angesehen wurden“, sagt Alan Jamieson von der Universität Aberdeen. „Damit müssen die bisherigen Vorstellungen zum Leben in extremen Meerestiefen überdacht werden.“

Jamieson und sein Team aus Schottland, Japan und Neuseeland machten ihre Entdeckung während einer Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff „Sonne“. Die Fahrt verlief entlang der peruanisch-chilenischen Tiefseerinne.

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Eine von mir gemachte Aufnahme. Sie zeigt die Größenverhältnisse zwischen Lebensraum Land und Lebensraum Wasser. Der kleine Würfel ist Lebensraum Land. Das Modell wurde im Museum für Naturkunde Berlin, im Rahmen der Ausstellung Tiefsee, Darwin, Evolution in Aktion 2009, gezeigt.