Zensur der Bibel


Valentin Abgottspon, Walliser Lehrer und Kruzifix-Gegner, will jetzt auch die Bibel zensieren. Im Hintergrund der Kirchturm von Stalden VS. (Keystone)

wegen Pornografie und Gewalt

Von Thomas LeyBlick.ch

Die Duldsamkeit frommer Christen im Land steht vor harten Prüfungen. Nicht genug, dass atheistische Lehrer und Eltern Kruzifixe aus den Schulen verbannen wollen. Oder dass die Freidenker-Vereinigung Gipfelkreuze abschaffen will (BLICK berichtete).

Nun will eine Gruppe Bibel-Kritiker das Buch der Bücher zensurieren oder in der Schule erst 16-Jährigen zugänglich machen. Wegen angeblich gewalttätiger, pornografischer und inzestuöser Geschichten. Entsprechende Gesuche wurden an allen kantonalen Obergerichten deponiert.

Unter den zwölf Unterzeichnenden ist auch Valentin Abgottspon (31) – jener Lehrer, der in der Schule von Stalden VS die Kruzifixe von der Wand nahm. Ihm wurde vor zwei Wochen fristlos gekündigt. Aus fachlichen Gründen – sagt die Schulleitung. Wegen seiner Ansichten – glaubt Abgottspon.

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9 Comments

  1. Daß die heulen und greinen, ist doch normal.
    Damit muß man rechnen.

    Würde das Ferkelbuch von diesen leuten gelobt, müßten wir uns viel mehr Sorgen machen.

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  2. „..den Kindern die Wahrheit über Religion und heilige bücher zugänglich zu machen…“

    stimmt, aber dann heulen die religionsvertreter wieder auf und fühlen sich missverstanden. man erinnere sich nur an das ferkel-buch!!!

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  3. Ich halte es nach wie vor für wichtig, den Kindern die Wahrheit über Religion und heilige bücher zugänglich zu machen.

    Wichtig ist dabei mE, daß die Kinder nicht eingeredet kriegen, „so“ ist es richtig.
    Sondern im gegenteil, daß man ihnen hilft zu erkennen, wie verachtend gegenüber Menschen die Inhalte sind.

    Ich schätze nämlich, genau DAS ist der Knackpunkt. Wenn man erzählt kriegt, so wäre es richtig und gut, bilden die Kinder doch ein ganz verschrobenes Weltbild aus.
    und daß sie dabei heimlich spüren, daß da was nicht so ganz stimmt, macht sie nur noch verwirrter.

    Daher – Klartext. Roß und Reiter beim Namen nennen.

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  4. @frankie – es ist ein gewisser Unterschied, ob über Gewalt „berichtet“ wird (wie in einem Geschichtsbuch), oder ob diese explizit gutgeheißen wird (wie einer Bibel – http://antitheismus.de/categories/12-Bibelzitate ).

    Es ist auch ein Unterschied, ob klar gemacht wird, dass es etwas fiktives ist (Odysseus blendet Polyphem) oder ob es weitgehend als „real“ dargestellt wird (wie der Bibeldreck unter Gläubigen).

    Für Kinder sind Bibeln jedenfalls so ungeeignet wie „Mein Kampf“.

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  5. also das ist das dümmste was ich am heutigen tage gelesen habe.
    Vielleicht sollten wir auch gleich eine Altersbeschränkung auf geschichtsbücher legen, weil in diesen grausamkeiten erwähnt werden.
    vielleicht sollte man viel mehr dafür sorgen, dass kindern (!) und jungendlichen unter 16 der zugriff zu pornoseiten verwehrt wird. soviel zum thema pornografie.
    zum thema gewalt: guckt euch doch mal für ein bis 2 stunden täglich kindersendungen im fernsehen an, und achtet mal auf die abstruse und völlig unrealistische häufigkeit von gewalt dort.
    abgesehen davon nehmen viele kinder die bibel doch gar nicht ernst. atheismus ist an sich eine schöne sache, kann aber auch mal übers ziel hinausschießen. ich als atheist jedenfalls schäme mich für diesen vorschlag.

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  6. Irgendwie war ich ganz spontan gegen eine Zensur der Bibel. Wie soll man denn sonst den Schwachsinn in der Bibel erkennen, wenn die entscheidenden Stellen herausgestrichen werden !?

    Laßt den Religioten doch ihr Märchenbuch. Konfrontiert sie vielmehr mit der Tatsache, dass alle Mythen, Legenden und Märchen, die in der Bibel zu finden sind, auf unbewiesenen Behauptungen und Annahmen beruhen. Eine Vielzahl von Bibeltexten sind zudem von Historikern längst widerlegt.
    Volksverdummung bekämpft man nicht mit Zensur, sondern mit Aufklärung !

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  7. @yerainbow:

    Ja, die Transparenz hat was für sich. Das Problem dabei: Bibelkritikern wird eine tendenziöse Wahrnehmung der Bibel vorgeworfen. Genau wie der mit Sicherheit hochgebildete Bischof in dem Artikel zitiert wird:

    …Norbert Brunner, Bischof von Sitten und Präsident der Bischofskonferenz, ist erschüttert: «Dieser Vorstoss ist nur erklärlich aus einer vollständigen Unkenntnis der Heiligen Schrift», sagt er zu BLICK. Kein Wunder, so Brunner: «Auch die europäische Verfassung wollte keinen Bezug Europas zu seinen christlichen Wurzeln nennen. Unverständlich, wie vernünftig denkende Menschen diesen evidenten Bezug in Abrede stellen können.»

    Hier wird genau diese tendenziöse Auslegung der Bibel, die den Kritikern vorgeworfen wird, selbst praktiziert. Wenn man mit Lot oder den Gesetzen zu Ehebrechern, Homosexuellen etc kommt dann spielt das ja alles keine Bedeutung, weil das NT ja zählt. Insbesondere die Bergpredigt. Dass aber genau in dieser gesagt wird, dass die alten Gesetze weiter gelten (Matthäus 5,17-19) wird gerne unter den Tisch fallen gelassen. Oder mit einem ‚Du willst es ja nicht verstehen‘ gekontert. Genau wie der Verweis der christlichen Wurzeln des Abendlandes: Man kann sich die Luft sparen darauf hinzuweisen, dass die Menschenrechte und Demokratie gegen den Widerstand der Kirchen durchgesetzt wurden.

    Folge: Die Altersbeschränkung sollte her. Eine wirklich gute Idee. Wenn man damit nicht durchkommt, dann soll ‚Feuchtgebiete‘ ab der Klasse 5 gelesen werden. Und Charles Bukowski.

    Gruß

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  8. Das ist, innerhalb der gültigen Gesetze, absolut korrekt.

    andererseits plädiere ich ja gern für Transparenz. eignetlich sollte es schon ein Thema sein, zu erfahren, wie brutal und blutig die Bibel sich gibt…
    Denn an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

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