Kondome des Zorns


Quelle: news ORF.at

Die katholische Kirche im Schweizer Luzern geht derzeit mehr als ungewöhnliche Wege in der Jugendarbeit. Am Montag wurde mit der Verteilung von 3.000 Gratiskondomen an Jugendliche begonnen – ein Alleingang der Luzerner gegen die eigene Diözese (Basel) und umso mehr gegen den Vatikan.

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Projektverantwortlicher Florian Flohr betonte, man wolle niemanden verärgern – weder Gläubige noch kirchliche Amtsträger. Vielmehr wolle man auf „Leute zugehen, die nicht im Traum daran denken, mit der Kirche über solche Themen zu reden“. Auch habe man „überwiegend“ positive Rückmeldungen gehabt.

Kirchliche Würdenträger empört

Das zuständige Baseler Bistum wollte den Mantel des Schweigens über die Aktion der Luzerner breiten. Umso empörter fiel die Reaktion aus dem Nachbarbistum Chur aus. Ein Sprecher des Bistums meinte gegenüber dem Schweizer Fernsehen, die Aktion sei schlicht „ein Fehler. Das schickt das falsche Signal aus.“

Das Verteilen von Kondomen sei „auch aus medizinischer Sicht falsch. Wir wissen, dass Kondome keinen hundertprozentigen Schutz bieten“, befand das Bistum Chur außerdem. Flohr konterte, man wolle die Jugendlichen nicht zu riskantem Sex ermuntern, sondern „dazu, über HIV und Aids nachzudenken“.

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3 Comments

  1. kann schon sein – not safe.

    Sinnvoll, wenn in fester Beziehung (und keiner mal auslatscht).
    und man auf Verhütung keinen Wert legt.
    Oder andere Verhütungsmittel nutzt.

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  2. Also, ich kann die kirchlichen Würdenträger in der Schweiz sehr gut verstehen. Ich mag nämlich auch keine Kondome ! Ich mach’s am liebsten ohne ! Macht weniger Umstände und das Gefühl ist eben doch um einiges intensiver und natürlicher !

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