Wulffs „Harmonie-Kitsch-Sauce“ in der Türkei


Lieferte das best verkaufte Sachbuch des Jahres: Thilo Sarrazin. (Foto: dapd)

Mit starken Worten hat sich der frühere Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in die Integrations-Debatte um Islam und Christenentum eingeschaltet. In einem Medienbericht wirft der Provokateur unter anderem Bundespräsident Wulff „Harmonie-Kitsch“ vor.

DERWESTEN

Der frühere Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD) greift in der Islamdebatte jetzt Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. „Es ist falsch zu sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört“, sagte Sarrazin der „Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung. Die deutsche Kultur sei weitgehend ohne Bezug auf den Islam entstanden. Dass in Deutschland Millionen muslimische Mitbürger leben, ändere daran nichts.

Sarrazin hatte im Sommer mit scharfen Kritik an einer mangelnden Integrationsbereitschaft muslimischer Einwanderer die aktuelle Integrationsdebatte ausgelöst. Nach breiter öffentlicher Empörung über seine Äußerungen zu einem „gemeinsamen Gen“ aller Juden und einer angeblich erblichen Dummheit von Muslimen zog sich Sarrazin im September aus dem Vorstand der Bundesbank zurück.

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2 Comments

  1. „Es ist falsch zu sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört“, sagte Sarrazin…

    Was nun. Haben wir also doch keine Relligionsfreiheit? Nur so bestimmte Wahlfreiheiten, aus denen man wählen darf – und der Rest ist tabu?
    Oha.

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  2. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Sarrazin das Sachinteresse für die Integrations-Debatte ab: „Angela Merkel hat nicht nur mein Buch kritisiert, sie hat auch die Bundesbank indirekt aufgefordert, mich aus dem Vorstand zu entfernen. Außerdem hat sie öffentlich erklärt, dass sie mein Buch nicht gelesen hat und auch nicht lesen wird. Daran mögen Sie das Interesse der Kanzlerin an der Sache, um die es hier geht, ablesen.“ Zitat Sarrazin. Wie auch immer, man kann dazu stehen wie mal will, Tatsache ist, dass das Thema wieder von der Tagesordnung verschwunden ist. So ist die Politik und dann wundern sich die Politiker, wenn immer weniger Menschen zur Wahl gehen, bzw. extreme Parteien gewählt werden.

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