Sozialdemokratische Steuerbüttel


Quelle: niederrheinzeitung.de

Senkung der Einkommenssteuer: SPD fordert Ausgleich für Kirchen

Der sozialpolitische Sprecher der Kamp-Lintforter SPD-Ratsfraktion, Jürgen Preuß, warnt vor weiteren Senkungen der Einkommenssteuer zu Lasten der christlichen Kirchen. „Die Höhe der Kirchensteuer ist abhängig davon, wie viel Einkommenssteuer gezahlt wird. Durch Wirtschaftskrise und Steuergeschenke vor allem an Wohlhabende haben die Kirchen in den vergangenen Monaten bereits Millionenbeträge verloren“, erklärt Preuß.

niederrheinzeitung.de

Da es bei den Steuerentlastungen, die noch von der Großen Koalition beschlossen wurden, um die Familien gegangen sei, hätten die Kirchen nach eigenem Bekunden kein Veto eingelegt. Sollte sich die FDP nun aber mit ihren Steuerplänen durchsetzen, verlieren die beiden großen Konfessionen nochmals jeweils 500 Millionen Euro im Jahr.

„Die Folgen der knappen kirchlichen Finanzen spüren wir schon jetzt. Die Kirchen sparen an Seelsorgern, kirchlichen Häusern wie jetzt im Wiesenbruch zu besichtigen ist, in Kindergärten, Schulen und karitativen Einrichtungen“, beschreibt der SPD-Politiker die angespannte Situation. Gerade vor dem Hintergrund leerer Stadtkassen drohe bei weiteren Einkommensteuersenkungen zusätzlicher Sozialabbau.

weiterlesen

11 Comments

  1. Tolle „Sozialpolitische“ Sprecher hat die SPD. Die Sorgen sich nur um die reichen Kirchen statt um das arme Volk.

    Liken

  2. @ Esofee,

    danke für die Infos, sehr schön.

    Ich wage es aber zu bezweifeln, dass diese Zahlen religiös benebelte „Flachzangen-Politiker“ in irgendeiner Weise zur Kenntnis nehmen wollen.

    Liken

  3. Auch bei diesem „Möchtegern-Politiker“ ist mal wieder deutlich Unwissenheit erkennbar oder muss man es vorsätzliches Verdrängen der Wahrheiten über die kirchliche Steuergeldabzocke als auch den ohnehin vorhandenen Reichtum der Kirche nennen?

    Wen will dieser Herr damit beeindrucken? Es ist mir unverständlich, eine solche Auffassung in der Öffentlichkeit zu vertreten, wo doch (fast) jeder um die Vermögenswerte der Kirche weiß, bzw. sich hierüber einfach im Internet informieren kann.

    Wie dem auch sei, wahrscheinlich bekommt dieser Herr zumindest am heutigen Sonntagmorgen beim Besuch des Gotteshauses sein Köpflein vom Gemeindepfaffen gestreichelt…

    Liken

  4. „…um die Familien gegangen sei, hätten die Kirchen nach eigenem Bekunden kein Veto eingelegt..“
    wie großzügig von den armen, armen kirchen…
    und wenn sie es jetzt noch schaffen würden die pensionen ihrer bischöfe zu kürzen, hätten sie mehr geld für ihre „karitativen“ einrichtungen..

    upps – moment, das zahlt ja der staat… sorry

    Liken

  5. Tja, leider habe ich meinen vorigen Kommentar abgefasst, bevor ich auf diesen Artikel gestoßen bin. Oder eigentlich zum Glück. Sonst hätte ich mich der Fäkalsprache wohl nicht enthalten können.

    Gruß

    Liken

  6. Ich könnte kotzen, wenn ich sowas lese: Die Höhe der direkten staatlichen Zuwendungen an die Kirchen für das Jahr 2010 haben die Höhe von 459 Mio EUR! Das Lächerlichste ist die Begründung dieser Zahlungen, für die es *KEINE* Rechtsgrundlage gibt: Kompensation für durch die Säkularisierung verlorene Vermögenswerte der Kirchen….

    Dazu kommt die Kirchensteuer! Von der gehen 20% (katholisch) bzw. 10% (evangelische) in gemeinnützige Aufgaben. Deren Sinn, wenn es um Kindergärten und Schulen geht, eh nur die Indoktrination formbarer Menschen (Kinder) geht. Pardon, ich meine natürlich die ‚Erziehung im christlichen Menschenbild‘.

    Wirklich sprachlos machen mich angesichts dieser Zahlen die Äußerungen

    Gerade vor dem Hintergrund leerer Stadtkassen drohe bei weiteren Einkommensteuersenkungen zusätzlicher Sozialabbau.

    und

    „Die Folgen der knappen kirchlichen Finanzen spüren wir schon jetzt. Die Kirchen sparen an Seelsorgern, kirchlichen Häusern wie jetzt im Wiesenbruch zu besichtigen ist, in Kindergärten, Schulen und karitativen Einrichtungen“,

    Ist diesem Deppen eigentlich klar, was mit dem Geld, dass die Kirchen jetzt schon erhalten, gemacht werden könnte, wenn man es direkt für Bildung und karitative Einrichtungen verwenden würde? Man hätte keine ‚Reibungsverluste‘ in Höhe von 70-90%!

    Dass in diesem Zusammenhang ein SPD-Mitglied die Kirchen als Mittel zur Verhinderung von Sozialabbau anführt setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

    Gruß

    PS: Eigentlich gehört hierhin noch eine wüste Aneinanderreihung übelster Fäkalworte, um diesem Herren meine klare Meinung zu geigen. Da es aber Sonntag ist beschränke ich mich auf ‚Depp‘ und ‚Vollspak‘.

    Liken

  7. Das beste wäre doch die „Kirchensteuer“ abzuschaffen, die sollen ihre Beiträge selbst kassieren. Dafür könnte man die Kirchen normal besteuern und von den Miliarden Mehreinahmen die Einkommenssteuer erheblich senken.

    Liken

  8. Die Kirchen erhalten doch bei Steuersenkungen nur davon weniger, was ihnen ohnehin seitens des Staates eigentlich nicht zusteht.

    Ich verstehe die Aufregung nicht.

    Liken

  9. Da ist sie wieder, die normative Inkompetenz der Politiker, wenn auch „nur“ ein Kommunualpolitiker.
    Wenn man keine Ahnung hat, wie sich Kirchen und ihre sogenannten karitativen Einichtungen finanzieren, einfach mal die Schnauze halten.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.