Justitia und der Koran


Quelle: deutschelobby.wordpress.com

Konfliktstoff Kopftuch, Ehrenmorde, Scheidungen, Ge­­walt gegen Frauen, Be­freiung muslimischer Kinder von Klassenfahrten: „Die Zuwanderung ist in deutschen Gerichtssälen angekommen“, sagt der Islamwissenschaftler und Jurist Mathias Rohe.

Von Angelika WölkeDERWESTEN

Im Privatrecht:

Im Ausland geschlossene Viel-Ehen können, trotz eines Verbots in Deutschland, von Gerichten „anerkannt“ werden. Geht es bei einer Scheidung zum Beispiel um die finanzielle Absicherung aller „Ehepartner“, kann die Teilung des Vermögens vom Richter angeordnet werden. Seit dem Jahr 1900 darf bei „privaten Rechtsbeziehungen, wo es um Verträge, Familienfragen und Erbrechtsfragen geht, ausländisches Recht angewandt werden“, erläutert Rohe, der an der Universität Erlangen Nürnberg eine .Professor für Internationales Privatrecht hat. „Wir wenden islamisches Recht hier genauso an wie französisches.“

Allerdings: Das ausländische Recht verliert dort seine Gültigkeit, wo es gegen den sogenannten „ordre public“, einer Grundlegende der inländischen Wertevorstellung, verstößt. So hat ein Bottroper Amtsrichter die Scheidung ei­nes marokkanischen Paares abgelehnt, weil der Mann seine Frau drei Mal mit dem „talaq“, der Verstoßung, belegt hatte. Das afrikanische Gesetz benachteilige die Frau. Das widerspreche deutscher Rechtsnorm.

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4 Comments

  1. Nein.
    eine Zweit-Dritt-Ehefrau müßte ein eigenes Recht auf Asyl haben – denn ihre Persönlichkeitsrechte wurden schon sichtbar negiert.

    Ihr irgendwas „über ihren Ehemann“ zuzuerkennen ist ein klarer Rechtsbruch.

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  2. Solche Angelegenheiten können aber ziemlich komplex sein. Einen Teil der Ehefrauen, die nicht unbedingt eine Wahl hatten, bei der Scheidung so zu behandeln, wie wenn es sie nicht gäbe, und sie finanziell zu verunmöglichen, ist irgendwie auch wieder nicht ok. Oder beim Asylrecht nur eine Ehefrau als Ehefrau zu betrachten, obwohl die anderen u.U. genauso verfolgt werden.
    Aber bei Neuheiraten, Schulausflügen, geschlagenen Ehefrauen, Kindswohl und so darf ausländisches Recht gar nicht in Frage kommen – ist doch klar, dass das eine Diskriminierung der Schwächeren ist (meist Frauen), denen die Freiheitsrechte genauso zustehen, wie allen anderen.

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  3. Bei meiner SCheidung haben die nicht das Recht angewendet, das für meine Eheschließung galt: DDr-Recht.

    Da mußte ich mich neuen Konditionen unterwerfen, die mir ganz und gar nicht zusagten.
    Unter diesen Umständen hätte ich nämlich von der ehe ganz abgesehen.

    Soviel zur Rechtssprechung.

    die Sache ist doch durchsichtig. Juristen sind auch nur Menschen, und irgendwie scheint ihnen das zu gefallen, was da präsentiert wird…

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  4. Da überschreitet einiges in der deutschen Rechtssprechung – was die Behandlung muslimischer Einwanderer anbetrifft – die Grenzen meiner Toleranz. Hierzulande darf nur deutsches Recht gelten und zwar für a l l e.

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