Google als Sprachrohr Gottes!


Quelle: ryangarns.com

Jeder vierte Nutzer besucht das Netz aus spirituellen Gründen, das ist rekordverdächtig. Unklar ist, wie sich das auf die Religion auswirkt.

Von Johannes ThumfartZEIT Online

Jetzt wird Google wohl auch zum Hüter der judäo-christlichen Tradition: das Unternehmen wird die Qumran-Rollen digitalisieren. Die Reproduktion dieser ältesten erhaltenen Bibelmanuskripte ist nur das augenscheinlichste Beispiel für eine Entwicklung, die das religiöse Leben der Zukunft prägen könnte. Ob ägyptisches Totenbuch, Veden, Pali Kanon oder jüngere Texte wie das Neue Testament und der Koran – immer mehr religiöse Schriften lassen sich im Netz studieren.

Rund ein Viertel aller Internetnutzer besucht das Netz regelmäßig zu spirituellen Zwecken. Das sind mehr als sich zu Partnervermittlung, Banking, Glücksspiel und sogar Online-Auktionen einloggen. Die meisten davon informieren sich dort über religiöse Themen. Unklar ist, wie sich das auf die Religion selbst auswirken wird.

Auch Online-Rituale sind bislang zwar noch ein Randphänomen, nehmen aber ebenfalls an Bedeutung zu. Vor allem neu-heidnische Kulte wie das jüngst in Großbritannien als Religion anerkannte Druidentum sind vertreten, aber auch der Rosenkranz. Eine Website bietet die Möglichkeit, über das Netz einen „Tzetel“ in der Jerusalemer Klagemauer zu platzieren. Und im Online-Hindutempel Saranam kann man Rituale per Kreditkarte ordern. Ende September richtete der Vatikan gar ein Amt zur Internet-Mission ein: „Ubicumque et semper“ lautet der vielsagende Titel des diesbezüglichen apostolischen Schreibens. „Überall und Immer“.

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2 Comments

  1. So schlimm ist Google nicht. Man findet sogar SINNvolle Blogs dabei. Siehe hier:

    einmalsinnundzurueck.blogspot.com/

    ..

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