Kinder brauchen keinen Gott!


Quelle: rlv.zcache.com

Von Burkhard Weitzchrismon.de

Kinder erleben die Welt als bergend, geheimnisvoll und bedrohlich. Für sie ist die Welt belebter als für Erwachsene. Marionetten erscheinen ihnen wie Kobolde. Ein maskierter Mensch ist ihnen unheimlich, auch wenn sie wissen, wer hinter der Maske steckt. Kinder sind von ihren Beschützern abhängig. Der Zorn der eigenen Eltern kann existenzbedrohend wirken.

In dieser intensiven Erlebniswelt spielt Religion eine wichtige Rolle. Einfache Religiosität entsteht bei Kindern sogar ganz von selbst. Kinder legen sich Erklärungen zurecht, die ihnen – wie religiöse Mythen – die Orientierung in dieser geheimnisvollen Welt erleichtern.

Sie suchen Sicherheit in Ritualen. Aus Lob und Tadel erschließen sie Grundmuster für richtiges und falsches Verhalten, eine Art kindlicher Ethik.

Kinder nehmen auch Anregungen für ihre Religion aus der Erwachsenenwelt. Sie hören von Gott und stellen sich ihn als Riesen vor, der die Welt baut wie ein Handwerker ein Haus. Sie lernen: Gott ist größer als die Eltern.

Er kann Gute beschützen und Böse bestrafen. Für sie ist Gott so real wie alles andere auch. Oft kommen Kinder von selbst darauf, mit Gott zu sprechen. „Unser Kind betet“, stellen Eltern, die selbst nie beten, erstaunt fest. Ihre Kinder sind Gott gegenüber unbefangen, sie brauchen Gott.

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10 Comments

  1. ich werd mal nach dem video suchen, falls du es noch hast, bitte link – wenn möglich…
    einfach ne coole Antwort, wie ich es mag – kurz, knackig und treffend. 😉
    natürlich keine echte Grundlage für ne längere Diskussion, denn jeder Religiöse weiß genau, daß alle anderen unecht sind, und nur seiner der Richtige… tja… und warum? „Weil ER es uns gesagt hat“. Aha.

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  2. @ yerainbow

    Genehmigung ist hiermit erteilt ! Dass weltweit 2.800 Götter angebetet werden, hat Prof. Dr. Beda Stadler in einem You Tube-Video mal verbreitet. Er ist Leiter der Abt. Immunologie an der Uni in Bern. Dieses Video ist bestens geeignet, um Kindern den religiösen Mumpitz zu erklären.

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  3. Kluger Junge, Dein Enkel.
    Und Deine Antwort werde ich nachnutzen, wenns gestattet ist.
    Bisher hab ich immer umständlich erklärt, daß die Gläubigen ja auch alle ungläubig sind, betreffen die meisten Götter, außer einem.
    Aber so isses viel prägnanter.

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  4. Begegnung in der Stadtbahn: Mit meinem Enkel, 9 Jahre, saß ich in der Stadtbahn. Eine uns gegenübersitzende Dame neigte sich freundlich lächelnd zu ihm und fragte: „Hättest du gerne ein Bonbon ?“ Nach einem zustimmenden Blick von mir, nahm er das Bonbon an und bedankte sich artig. „Betest du vor dem Einschlafen auch stets brav zum lieben Gott ?“ fragte die Dame weiter. Wieder der fragende, etwas erstaunte Blick meines Enkels zu mir, bevor er die Frage beantwortete: „Aber es gibt doch überhaupt keinen Gott ! Wissen sie das denn nicht !?“

    Jetzt war es an der Dame, mich fragend und strafend zugleich anzusehen. Bevor sie reagieren konnte, sagte ich: „Wissen sie, es soll weltweit 2.800 Götter geben. Wir konnten uns in unserer Familie noch nicht für einen von ihnen entscheiden !“

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  5. „In dieser intensiven Erlebniswelt spielt Religion eine wichtige Rolle. Einfache Religiosität entsteht bei Kindern sogar ganz von selbst. Kinder legen sich Erklärungen zurecht, die ihnen – wie religiöse Mythen – die Orientierung in dieser geheimnisvollen Welt erleichtern.“

    …und wenn sie dann groß sind , haben sie auch das Basiswissen, um Esoteriker zu werden.

    „Kinder nehmen auch Anregungen für ihre Religion aus der Erwachsenenwelt. Sie hören von Gott und stellen sich ihn als Riesen vor, der die Welt baut wie ein Handwerker ein Haus. Sie lernen: Gott ist größer als die Eltern.“

    …ja genau, aber nur, wenn die Eltern so bescheuert sind, ihren Kindern einen derartigen religiösen Mumpitz auch noch als Wahrheit darzustellen.

    „Er kann Gute beschützen und Böse bestrafen. Für sie ist Gott so real wie alles andere auch.“

    …seit wann das denn? Wo sind die Beweise, das Gott real ist, Autor?

    Aber so ist das halt bei den ganzen religiösen Irrläufern. Schreiben irgendeinen absurden Gottes-Kram und wollen auch noch, dass man dies den Kindern einredet.

    Schämt euch, ihr Glaubensmarionetten.

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  6. Meine Rede seit ’45:

    Das Jugendschutzgesetz auf Religionen ausweiten. Wer Kinder und
    Jugendliche mit Religionen in Kontakt bringt, wird mit Gefängnis nicht
    unter 5 Jahren bestraft. Weiters haben unter-16-jährige keinen Zutritt
    zu Tempeln jeglicher Art. Wer dennoch Kinder/Jugendliche in seinen
    Tempel lässt wird mit Gefängnis…etc.

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  7. Kleiner Tip – sag nie „weiß ich nicht“ zu deinem Kind, das glaubts dir eh nicht so ganz.
    Sag, „das weiß man noch nicht, dazu mußt du später die richtigen Bücher lesen“.
    Ich wünschte, ich hätte das meinen so gesagt.
    😉

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  8. Kinder brauchen keine Religion, sie brauchen aber einfache Erklärungen. Das ist natürlich eine Spezialität von Religionen. Als nicht-Religiöser muss man hier mit viel Einfühlungsvermögen und Vereinfachungen arbeiten, um Kinder zufrieden zu stellen.

    Meine Tochter ist grad 2 Jahre. Bin schon gespannt wann sie mit religiösen Unsinn konfrontiert wird und wiesie darauf reagiert.

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  9. Was für ein hanebüchener Schwachsinn! ‚Sich immer geliebt von Gott wissen‘! Wie schön! Die ewige Verdammnis gibt es ja nicht. Ich kann mich für meine Person noch gut an das Gefühl erinnern, wie sich die Angst vor der Hölle anfühlt. Aber Gott hat ja lieb! Es sei denn, man ist böse. Wann ist man böse? Z.B. wenn man nicht folgsam ist. Aber alle Kinder sind ja folgsam. Daher brauchen sie ja keine Angst zu haben…..

    Das gleiche wie mit dem ‚Kinder kommen von alleine drauf, mit Gott zu reden‘. Just in diesem Moment sitzt meine Nichte (sie ist krank, ich mach den Babysitter) im selben Raum, macht ihre Hausaufgaben und spricht dabei mit ‚Nilie‘, der sie alles erklärt. Nilie ist ihr Schmusetier, das sich in ihrem Schlafzimmer befindet….

    Übrigens, wie ’natürlich‘ Kinder mit ‚Gott‘ sprechen kann man ja sehen, wenn man ein Kind aus Rom mit einem Kind aus Mekka mit einem Kind aus Lhasa mit einem Kind aus Jaipur mit einem Kind aus Tokyo vergleicht. Die sprechen natürlich alle zu dem selben Gott. Dem christlichen. Weil der sich ja den Kindern von selbst offenbart. Erst als Erwachsene werden sie zu verführten Moslems, Hindus, Buddhisten, ….

    Gruß

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  10. Kinder glauben mitunter auch, daß sie fliegen können. Weil sie Supermann gesehen haben, oder wenigstens von ihm gehört.

    irgendwie komisch, diese Beobachtung von REligiösen, daß ihre Kinder anfangen zu beten.
    Meine Atheistenkinder haben das nie. Nciht mal nach einem Besuch bei katholischen Freunden, die es ihnen vorgemacht haben.

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