Mit Mobbing gegen Einwanderer


Quelle: Uni Düsseldorf

Das Bürgertum mobbt Einwanderer und vermeintliche Multikulti-Phantasten. Die Bundesrepublik droht nach der verweigerten Integration der Juden ein zweites Mal zu versagen.

Von Claus Leggewiesueddeutsche.de

Daniel Cohn-Bendit, der frühere Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main, erklärte einmal, woran er erkannte, dass die 68er-Bewegung in Deutschland gesiegt habe – an einem Spruch seines konservativen Amtsnachfolgers. Der Spruch lautete: „Mit den Muslimen klappt das nicht, die schikanieren ihre Frauen.“

Dass Multikulti gescheitert sei, hören wir seit Jahren, zuletzt von der Bundeskanzlerin, die das übrigens nur werden konnte, weil ’68 und ’89 geklappt haben. Gleichberechtigung der Frau gelungen, Integration der Einwanderer gescheitert?

Auch wenn derzeit aus allen Rohren geschossen wird: Multikulti lebt und wird auch noch gewinnen.

Der Importeur des Begriffs (ich habe den Namen der Band des Trompeters Don Cherry 1990 als Titel eines Buches verwendet) darf vielleicht klarstellen, was Cohn-Bendit, aber auch Heiner Geißler und andere seinerzeit unter Multikulturalismus verstanden haben.

Nämlich nicht, wie Angela Merkel vor der jauchzenden JU zu formulieren beliebte: „Jetzt machen wir hier mal Multikulti und leben so neben’ander her und freuen uns über’nander“ (so der Original-Ton). Wer die frühen Plädoyers und viele nachfolgende Studien gelesen hat, weiß, dass niemand Beliebigkeit oder die Scharia gefördert, sondern die republikanische Integration der Verschiedenheit gefordert hat.

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