Die natürliche Kompetenz religiöser Medien


Bundesinnenminister Thomas de Maizière findet religiös geprägte Medien wichtig. Foto: Tobias Krecht/wikipedia

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die christliche Presse in Deutschland gewürdigt. In einem Interview mit der Zeitschrift „Print&more“ sagte er, konfessionelle Medien trügen zu einem Dialog zwischen Anhängern unterschiedlicher Glaubensrichtungen bei.

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„Die Globalisierung, das Wachstum der Weltbevölkerung sowie Migrationsbewegungen haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen und verschiedenem kulturellem Hintergrund viel häufiger miteinander in Kontakt sind und sich gegenseitig intensiver wahrnehmen, als es früher der Fall war“, sagte der Bundesinnenminister.

Es sei menschlich, dass das Zusammentreffen mit Fremden nicht nur Neugier und Interesse wecke, sondern auch Missverständnisse und Vorurteile. „Damit dies nicht zu Spannungen in der Gesellschaft führt, ist es eine wichtige Aufgabe der Medien, dem entgegenzuwirken: Eine regelmäßige und sachgerechte Information über die großen Weltreligionen könnte dazu genauso beitragen wie etwa das Angebot einer Plattform für den öffentlichen Dialog zwischen den Anhängern unterschiedlicher religiöser Überzeugungen“, sagte de Maizière, und weiter: „Religiös geprägte Medien bringen dafür eine natürliche Kompetenz mit.“

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6 Comments

  1. Diese Parlamentarier der indirekten Parteiendemokratie haben in den wichtigen Punkten das Volk sowiso gegen sich. Nicht nur die Religion, auch die Atompolitik, der Afganistankrieg, Bankengeschenke, Stuttgart 21 und sehr viele Dinge werden gegen den Willen der Mehrheit des Volkes durchgezogen. In echter, direkter Demokratie wäre das nicht möglich.
    Dank Internet läuft die Zeit für die Art der „Demokratie“ sowiso ab, direkte Demokratie wird kommen und manches wie Religion wird in der Versenkung verschwinden.

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  2. Den vorangegangen Kommentatoren (Argus7, Bürger, Wahoonie) kann ich nur zustimmen.

    Es ist immer das gleiche Lied, denn wen wundert die religiöse Unterwanderung in unserer Politik eigentlich noch?

    In den Augen von Atheisten könnte man es überspitzt formuliert schon als eine Art von „religöser Verseuchung“ sehen.

    …“Eine regelmäßige und sachgerechte Information über die großen Weltreligionen…“

    Na, toll. Das unser Bundesinnenminister solche Statements abgibt, ist auch nicht verwunderlich. Man schaue nur hier im Blog unter dem Beitrag https://brightsblog.wordpress.com/2010/11/15/evangelikale-macht-in-der-deutschen-politik/
    bzw. im weiterführenden Presseartikel nach, dort ist am Ende zu lesen:

    …Kanzleramtschef Thomas de Maizière, im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags,
    würde unterschreiben, was Hermann Gröhe über sein
    Christsein sagt: „Der Glaube an Jesus Christus gibt mir Halt im Leben und – wie ich hoffe – auch im Sterben.
    Das würde ich von einem Parteiprogramm nie sagen.““

    Und übrigens:
    Interessant ist m.E. auch die Biographie (siehe Ausbildung) des heutigen Bundesinnenministers – da wird einem auch einiges klar – , welche man unter wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_de_Maizi%C3%A8re findet. (siehe dort die jeweiligen Links)
    1.) Abitur hat er 1972 auf dem Aloisiuskolleg gemacht.
    2.) Das Aloisiuskolleg ist ein privates und katholisches Gymnasium mit angeliedertem Internat unter der Trägerschaft des Jesuitenordens. (…usw.)

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  3. Wir werden offenbar nur noch von Religioten regiert ! Man müßte endlich als Gegenpol eine Partei gegen den ganzen religiösen Wahn gründen. Da es die Trennung von Staat und Religion offenbar in der Praxis nicht gibt, ist eine rein atheistisch orientierte Partei überfällig. Diese Diskussion muss endlich in die Öffentlichkeit getragen werden. Man kann doch diesen vom Relio-Wahn Befallenen das Feld nicht einfach so überlassen. Die meisten dieser Politiker geben doch nur vor, gottgläubig zu sein. In Tat und Wahrheit nutzen sie ihr christliches Geschwafel nur dazu, weil es (noch) dem Machterhalt dient. Irgendwann aber kommt Religion ganz aus der Mode und dann hört dieses verlogene, religiöse Gebabbel hoffentlich endlich auf.

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  4. Nicht religiöse Weltanschauungen brauchen natürlich keine Plattform, wenn es nach dem Innenminister geht. Da will einer die Rechnung ohne den Wirt machen weil religiöse in der Minderheit sind.

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