Mit Elsässer, Herrman und Sarrazin im Bett, äh Blatt


Von der eigenen Eitelkeit geblendet? Ein genauer Blick auf die neuen Auftraggeber hätte sich für Roger Willemsen gelohnt. Foto: dpa

Roger Willemsen schreibt für ein Magazin, in dem krude Thesen verbreitet werden. Die erste Ausgabe von „Compact“ erscheint am 1. Dezember, Coverboy ist Thilo Sarrazin.

Von Rene Martenstaz

Der 12. Juni 2009 war ein schöner Tag für den Journalisten Jürgen Elsässer. Es war der Tag, an dem Mohammed Ahmadinedschad wiedergewählt wurde. „Salemaleikum, Präsident! Auf weitere vier friedliche Jahre!“ schrieb Elsässer in seinem Blog. Kurz darauf titulierte er regimekritische iranische Demonstranten als „Strichjungen des Finanzkapitals“. Es sei „gut, dass Ahmadinedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“

Am 1. Dezember erscheint nun die Nullnummer von Compact, eines „unabhängigen Monatsmagazins“, bei dem Elsässer als Chefredakteur fungiert. Die Kameraden, die er um sich versammelt hat, sind ähnlich sympathisch: Stephan Steins etwa preist in seiner eigenen Online-Zeitschrift „Die Rote Fahne“ den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß.

weiterlesen

2 Comments

  1. Ach, mir kommen gleich die Tränen … 😀

    Michael Grandt: Werden und wurden Sie wegen Ihrer Mitarbeit beim Kopp Verlag schon angegriffen?

    Eva Herman: Ja, leider geschieht das hin und wieder. Die fruchtbarste Zeit für diesen außergewöhnlichen Verlag kommt erst noch, sie steht kurz bevor. Immer mehr Journalisten wollen nicht mehr unter dem Druck der Denkverbote arbeiten, immer häufiger kommen deutliche Signale in unsere Richtung. Der Kopp Verlag ist ein Unikat, hier wird Pionierarbeit geleistet. Pionierarbeit in Sachen Mut und Wahrhaftigkeit! Und jetzt dürfen Sie dreimal raten, von wem ich zumeist angegriffen werde? Klar, von einem Großteil der politisch-korrekten Mainstreammedien-Vertreter, den Gutmenschen der Nation. Es ist abenteuerlich, was sie dem Kopp Verlag schon alles unterjubeln wollten: Ein rechter Verlag sollte er sein, ein Verschwörungs-Verlag usw. Dieser Verlag ist jedoch in Wirklichkeit nur eins: unabhängig. Und das stört eine ganze Menge sogenannter Journalisten. Vielleicht, weil sie selbst tagein, tagaus vorgegebene Melodien pfeifen müssen, die ihnen, wie man immer häufiger hört, längst zum Halse heraushängen? Weil viele von ihnen unfrei sind? Diese Leute haben sich die Finger wund geschrieben, warum der Kopp Verlag angebliche Verschwörungstheorien verbreiten würde: weil er schon Ende des vergangenen Jahrhunderts vor einer weltweiten Börsenkrise warnte – bis sie Anfang 2000 schließlich kam. Die Autoren des Kopp Verlags warnten vor der Einführung des Euro – heute wissen wir, warum. Auch dafür mussten sie sich den Verschwörungsvorwurf gefallen lassen. Ob es dämpfende Worte und ernste Warnungen in der weltweiten Obama-Euphorie waren, oder die angeblichen Massenvernichtungswaffen des Iraks, über die die Tagesschau hoch und runter berichtete, die es jedoch nach heutigem Kenntnisstand niemals gab, ob es die pharmagesteuerte, weltweite Schweinegrippe-Impfung oder die aktuelle Weltfinanzkrise waren, immer warnte der Kopp Verlag rechtzeitig – und immer wurde er als Verschwörungsbecken bezeichnet. Dass die Dinge alle eintreffen, darüber muckt keiner mehr auf. Mir ist längst klar, dass man bei dem Verschwörungsbegriff enorm aufpassen muss: So wie unliebsame Thesen zur Familien- und Migrantenpolitik nicht selten mit »Naziparolen« in einen Topf geworfen werden, so bemühen sich die politisch korrekten Kollegen, die in Wahrheit unter dem ausgelatschten Medienpantoffel stehen, früh erkannte Wahrheit als »Verschwörungstheorien« vom Tisch zu kriegen. Das gelingt ihnen zum Glück allerdings immer seltener, denn die Menschen im Land erkennen nicht erst seit der Affäre »Sarrazin«, wie der Hase läuft. Der Geist der Wahrheit bricht allmählich durch! Die Dinge im Land ändern sich. Das Leben antwortet.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/-das-ist-zum-piepen-komisch-exklusiv-interview-mit-eva-herman.html

    Gefällt mir

  2. Mann sollte Willemsen mal den Kopp-Verlag zeigen.
    Elsässer schreibt dort anscheinend nicht mehr, Evchen ist noch vorhanden.
    http://info.kopp-verlag.de/autor.html?id=7

    „Informationen, die Ihnen die Augen öffnen“
    Willemsen sollte bei der geballten Ansammlung von krudem Mist, Verschwörungstheorien und rechtsradikalem Denken, gleich die Brille aus dem Gesicht fallen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.