Straßenprediger – akustische Umweltverschmutzung


Quelle: derstandard.at

St. Gallen.Am letzten Samstag wurden drei Prediger von der Polizei aus der Innenstadt weggewiesen. Ausschlaggebend war dabei nicht der Inhalt der religiösen Beschallung, sondern die Lautstärke.

Von Daniel KlingenbergTagblatt

Wer in der Innenstadt unterwegs ist, hat gute Chancen, lautstark bepredigt und als Sünder bezeichnet zu werden. Dabei merkt man, dass die Bibel geharnischte Aussagen enthält: Tut das «Natterngezücht» nicht Busse, wird es der «Zorn Gottes» ereilen. Shopper begucken entweder den Prediger als ausgefallene Erscheinung – oder ärgern sich auch mal heftig über die religiöse Beschallung.

So geschehen am letzten Samstag: Die Polizei habe drei Prediger, welche «lautstark aus der Bibel zitierten», weggewiesen, heisst es in einer Polizeimeldung (Tagblatt vom Montag).

«Zu penetrante Werbung»

Die Stadtpolizei bestätigte auf Anfrage, dass mehrere Lärmklagen wegen den Predigern eingegangen seien. In Anwendung des Wegweisungsartikels im kantonalen Polizeigesetz, habe man die drei Verkündiger weggewiesen.

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2 Comments

  1. Mir macht es Spaß, mit Strassenpredigern zu diskutieren. Ich habe für diese Fälle einige Texte und Argumente vorgemerkt. Ganz schön bescheuert gucken die Prediger drein, wenn man sie mit der Bemerkung konfrontiert: „Es gibt doch überhaupt keinen Gott ! Wissen sie das denn nicht ?“ Das bringt sie regelmäßig aus dem Konzept und das Publikum hat etwas zum Lachen.

    Schade, dass es viel zu wenige dieser Prediger gibt. Diese Leute kann man nämlich so richtig herzerfrischend auf die Schippe nehmen. Ich hoffe, dass ich demnächst auf dem Weihnachtsmarkt wieder mal einem solchen Prediger begegne. Den werde ich dann mit der These konfrontieren, dass Weihnachten ein Fest mit heidnischem Ursprung ist. Siehe hierzu:
    w.science-at-home.de › Gesellschaft

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