Die katholische Wiedererweckung eines Volltrottels


Rainhard Fendrich (2006), wikipedia

Wie sich die Geschichten gleichen. Wenn auch die Personen nicht unterschiedlicher sein können.

Der Eine, amerikanischer Präsident, hat sich in seinem gottlosen Leben regelmäßig mit hochprozentigen Getränken vollaufen lassen. Dann erschien ihm, die Wahrscheinlichkeit, dass es auf dem Boden eines Whiskeyglases passierte ist sehr hoch, der Herr und Meister. Wer annimmt, dass es sich um eine Alkohol-Halluzination handelte, liegt gar nicht so falsch. Fortan stellte diese Persönlichkeit sein Leben in den Dienst der göttlich, weil christlichen Schöpfung. Nach eigener Darstellung ging er jeden Früh, so gegen 4:30 Uhr zum Beten. Und der Herr flüsterte ihm zu, dass Gog und Magog die biblischen Dämonen vom Irak aus, die christlich-zivilisierte Welt bedrohen. Überzeugt davon, dass nur christliche Werte gelebt werden können, demokratisch ermordete Menschen die besseren Toten seien, begann er einen Kreuzzug gegen das Böse. Dieser Kreuzug ist bis heute nicht beendet, die christlichen Werte einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht realisiert, der Präsident nicht mehr Präsident, aber seine Lügen beschäftigen die Weltöffentlichkeit noch heute.

Nun kommt der Andere ins Spiel. 15 Jahre straffer Kokain-Konsum haben ein paar Zellen regelrecht weggeblasen, scheint es. Seinen Gott hatte er immer verdrängt, er war aber da! Eine göttliche Frau verhinderte den totalen Absturz. Gott rettete den armen, gestrauchelten Katholen bevor der „Schnee“ eine direkte Verbindung zwischen Nase und Gehirn herstellen konnte.

Wer durch die Natur geht, egal welcher Religion er angehöre,müsse zu der Erkenntnis kommen, das hat einer gemacht, der schlauer als die Menschheit ist. Er akzeptiere Atheisten zwar, meint aber sie seien Trottel, da sie die göttliche Schöpfung nicht erkennen wollen.

Er bete vor dem Einschlafen, den Rosenkranz kann er auch, erschüttert nehmen wir die Vergeudung intellektueller Leistungen zu Kenntnis, die katholische Kirche mag er nicht, er bleibt aber trotzdem katholisch. Um dieses geistige Rührei zu verstehen werde ich nicht mit koksen anfangen, aber an beiden Beispielen kann man deutlich erkennen, wohin Drogengenuß  den Menschen bringen kann. Das sollten wir unseren Kindern immer wieder vor Augen halten. Wer zuviele Rauschmittel zu sich nimmt, erzählt Scheiße.

inFranken.de

5 Comments

  1. Aus dem taz-Artikel:

    „Atheisten glauben nicht an Gott, bekennen sich aber zu seiner Existenz. Nur Agnostiker wissen, dass es wahrhaftig keinen Gott gibt. “

    Hä?

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  2. Die Kirchen haben viel Geld und damit Macht. Fendrich würde mit seiner „Kunst“ nichts verdienen aber die Medienmacht der Kirchen und Medienmogule wie Frau Mohn (Bertelsmann) und Springer zerren ihn mal wieder nach oben.

    Unsere „Stars“ bekommen wir ja leider vorgesetzt, ein echt kritischer, guter und kreativer Künstler braucht noch einen Hauptberuf.

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  3. @Argus7

    Peter Hahne hat Theologie studiert, er ist bekennender Evangelikaler und sitzt im Kuratorium von „Pro Christ“

    Auch im Kuratorium: Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA)

    Im März 2010 übernahm er, zusätzlich zu seiner Leitungsfunktion bei der BA die Leitung der neuen Bundeswehr-Strukturkommission, um nach einer umfassende Überprüfung der Strukturen der Bundeswehr die Effizienz der Bundeswehr und des Bundesverteidigungsministeriums zu verbessern. Den 114-seitigen Kommissionsbericht mit dem Titel „Vom Einsatz her denken. Konzentration, Flexibilität, Effizienz“ mit Vorschlägen für eine „radikale Erneuerung der Bundeswehr“ legte er am 23. Oktober 2010 vor.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frank-J%C3%BCrgen_Weise

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  4. Wenn in diesem Beitrag von Rainhard Fendrich die Rede war, dann gibt es außer ihm noch einige andere Promis, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit den lieben Gott im Munde führen. Spontan fällt mir dazu der ZDF-Programmdirektor und Diplom-Theologe Peter Hahne ein. Seit Juni 2010 moderiert er ja eine sonntägliche Talk Show. Böse Zungen behaupten, dass er in diese Relio-Show abgeschoben worden sei.
    Hier ein Auszug aus Wikipedia:
    In seinen nach eigenem Verständnis das Christentum verteidigenden Büchern (Gesamtauflage über 6 Millionen) tritt er (Hahne) für seinen Glauben ein. Mit über 800.000 verkauften Exemplaren wurde sein Buch Schluss mit lustig, eine Kritik der von ihm so genannten „Spaßgesellschaft“, der Jahresbestseller der Spiegel-Liste im Jahr 2005, im Jahr 2006 erreichte es Platz fünf. Der Spiegel schrieb dazu: „Die Menschen lesen Hahne, weil sie Ratzinger nicht verstehen.“
    (Zitatende)
    Also ich jedenfalls verstehe weder den Hahne noch den Ratzinger. Für mich verdienen beide das Prädikat, welches nickpol dem Fendrich zugeordnet hat.

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