Die neuen Herrenmenschen


Quelle: static.cosmiq.de

Von Iranopoly Der Freitag

Dem Chef des Axel Springer Verlages, scheinen die ideologischen Sicherungen durchzubrennen. In einem für DieWelt beispiellos langen Artikel ernennt er Kommunismus, Nationalsozialismus, Al-Qaida und Iran zu geistigen Geschwistern die es zu bekämpfen gilt. Dabei spart Döpfner nicht mit bushistischer Rhetorik und holt zum Rundumschlag gegen alles aus, was seiner Meinung nach die „Freiheit des Westens“ gefährdet.

Was sich liest wie ein billiger Hetzartikel aus dem Hause Fox News, ist dem Döpfner bitterer Ernst. Einleiten tut Döpfner seine Hassschrift mit der Festnahme deutscher Journalisten im Iran und nennt die Vorwürfe seitens der iranischen Justiz „absurd“. Was daran absurd ist Ausländer festzunehmen die unter falschem Vorwand in das Land eingereist sind um nicht genehmigte Interviews nachzugehen und somit das laufende Verfahren im Fall Ashtiani zu behindern, erklärt Döpfner natürlich nicht.

Stattdessen switcht er willkürlich um auf die in Deutschland erhöhte Terrorstufe um darauf hin diese mit dem Reichstagsbrand 1933 in Verbindung zu bringen. Nachdem der Vertreter der Milliardärspresse denkt dem Leser Angst genug gemacht zu haben, fährt er fort aufzuzählen wer in der Welt die Guten (freie) und die Bösen (nicht-freie) sind:

Israel ist in der Region Naher Osten und Nordafrika das einzige Land in der Kategorie „Frei.“ Der Prozentsatz der „nicht freien“ Länder ist in dieser ganz überwiegend muslimischen Region weltweit mit Abstand am höchsten, sogar mehr als doppelt so hoch als im übrigen Afrika – es sind 78 Prozent.Unfreiheit ist ein Problem, das in muslimischen Kulturkreisen besonders verbreitet ist.

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2 Comments

  1. Ich glaub den wirklich Mächtigen in der BRD geht der Arsch auf Grundeis. Irland braucht Miliarden um die Einlagen deutscher Banken zu sichern, weitere Länder kippen und die Zukunft des Euro und weiterer Währungen ist ungewiss.
    von den Ursachen des zusammenbrechens dieses kartenhauses will man ablenken, vor allem Bild / Bertelsmann und ähnliche Presse.

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  2. Durch so einen Nonsens wird „Der Freitag“ und sein Portal weiterhin – zu Recht – Leser verlieren. Die Machart des Artikels erinnert mich an die Bibelauslegung der Jehovas Zeugen, man hat eine vorgefasste, unumstößliche Ideologie im Kopf und sucht nun einzelne Zitate um diese zu belegen. Hier lebt jemand gnadenlos seine Feindbilder aus, mit einer kritisch-differenzierten Analyse hat dies nichts zu tun, die sieht anders aus…

    Es ist durchaus lohnenswert, sich durch den Artikel von Döpfner zu quälen:
    http://www.welt.de/debatte/article11148187/Der-Westen-und-das-hoehnische-Lachen-der-Islamisten.html?wtmc=RSS.Debatte.Debatte

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