Feldgottesdienst im Hubschrauber


Prof. Fouad Ibrahim (r., hier im Gespräch mit dem koptischen Priester Boulos Shehata) stellte das Koptentum in Ägypten vor. (alle Fotos: Oliver Ernst)

Von Oliver ErnstKonrad Adenauer-Stiftung

Das 11. Mülheimer Nahostgespräch führte Christen und Experten aus der Region zusammen.

Aus islamischer Sicht ist der Nahe Osten die „Welt des Friedens“, da dort der Islam herrscht – doch für die 17 Millionen Christen im Nahen Osten ist die „Wiege des Christentums“, die sich von der heutigen Türkei, über Ägypten und das Heilige Land bis hin zu den Golfstaaten erstreckt, eine oftmals sehr unsichere Heimat geworden.

Der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung war einst sehr hoch, in manchen Ländern gab es deutliche christliche Bevölkerungsmehrheiten. Doch schon im Jahre 1900 betrug der Anteil nur noch etwa 25 Prozent, heute ist er auf fünf Prozent zurückgegangen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Katholische Akademie Die Wolfsburg hatten zum 11. Nahostgespräch „Christen im Nahen Osten. Zwischen Tradition, Verfolgung und Aufbruch“ eingeladen, um mit internationalen Experten und Geistlichen aus der Region die aktuelle Situation zu diskutieren. In zehn Referaten wurde über die Lage im Iran, in der Türkei, in Ägypten, in den Palästinensischen Gebieten, in Jordanien, Syrien und Libanon, im Irak und in einigen anderen Golfstaaten aus erster Hand berichtet.

Das Thema ist hochaktuell: Erst am 31. Oktober hatte es in Bagdad das letzte große antichristliche Massaker in einer Kirche gegeben, wobei fast 60 Iraker ums Leben gekommen waren. Nur zehn Tage zuvor hatte sich die außerordentliche Nahostsynode in Rom mit einem Appell zum Schutz der christlichen Gemeinden im Nahen Osten an die Weltöffentlichkeit gewandt. Und im Juni 2010 hatten die Abgeordneten der Regierungskoalition im Deutschen Bundestag einen Antrag eingebracht, der unter dem Titel „Religionsfreiheit weltweit schützen“ an das ganze Ausmaß der Nichtachtung der Religionsfreiheit erinnerte und insbesondere auf die schlechte Lage der religiösen Minderheiten im Nahen Osten hinwies.

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3 Comments

  1. An diesem Beitrag ersieht man mal, welch
    „völkerverbindene“ Aufgabe die Religionen erfüllen !? Dies unter dem Motto: Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein ! Halleluja !

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