Die Schöpfung geht weiter


Das erste Licht, Quelle: firstgalaxies.org

Existiert Gott? Ist es überhaupt möglich, ihn zu erkennen und an ihn zu glauben? Dies sind häufige Fragen. Obwohl die katholische Kirche immer wieder den Versuch unternimmt, die Übereinstimmung von Glauben und Vernunft zu erklären und darzulegen, bestehen neben anderen militante Atheisten nach wie vor auf einer absoluten Unvereinbarkeit zwischen Wissenschaft und Glauben.

ZENIT

Ein Mitglied der vatikanischen Sternwarte, der Jesuitenpater Sabino Maffeo SJ., erläuterte in einem Interview mit ZENIT seinen Standpunkt zur Entstehung der Welt. Nach seiner Auffassung kann der menschliche Verstand auf drei Ebenen zu Erkenntnissen gelangen:

durch die ‚sinnlichen‘ Erfahrungen von Physik, Chemie, Biologie und Mathematik; aufgrund philosophischer Schlussfolgerungen, die keine materiellen Instrumente, sondern den menschlichen Verstand benutzen; aufgrund der göttlichen Offenbarungen. Dabei sind diese drei Ebenen nicht immer starr zu trennen. Wenn der Mensch zum Beispiel auf der ersten Ebene das menschliche Auge studiert, kann er nicht dabei stehenbleiben, die Ordnung der Natur zu bewundern, sondern er geht durch sein Denken dazu über, nach einer Ursache für diese wunderbare Ordnung zu suchen. Er erkennt, dass es dahinter einen Verstand geben muss, und gelangt damit zur dritten Ebene, wo er eine Bestätigung des Glaubens und somit der göttlichen Offenbarung findet.

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4 Comments

  1. @Bürger
    Die antiken Götter waren wenigstens rational, sie bedienten das Unerklärliche, etwas was unsere Götter auch nicht mehr leisten. Den mittelalterlichen Erbsünden-Hokuspokus des Thomas von Aquin zur Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisfähikeit im 21. Jahrhundert zu machen, disqualifiziert diesen päpstlichen Astronomen von Zenit.
    Anders der AstroPhysiker Abbé Lemaitre, der seinen damaligen Papst wenigstens noch warnte, die gerade entdeckte Hypothese des Urknalls in die „Offenbarungen“ aufznehmen; auch wenn ein Papst persönlich einen Urknall brauche um zu Glauben…?

    Übrigens…..Bürger..schon mal drüber nachgedacht, warum die Philosophie so grandios an der modernen Physik… wie Relativität und Quantenphysik gescheitert ist? 😉

    Mit der philosophischen Frage wieviel Engel auf einer Nadelspitze tanzen können, kommt man heute kaum noch voran… Aber wenn man nicht an die Götter glaubt…glaubt man auch nicht an die Erbsünde..und ohne Erbsünde nach Thomas von Aquin einen klareren Blick…nur Mut sagt Kant 😉

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  2. @ rhenus
    Die Welt läßt sich wissenschaftlich eben ohne Götter erklären die in der antike eben noch für’s Verständnis hilfreich waren.
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    Ich glaub das die Menschen der Antike meist gar keine „Götter“ kannten. Zeus, Poseidon, Minerva usw. waren Wesen von dieser Welt, Riesen und keine Götter. Man glaubte eben nur so Phänomene wie Meteoriteneinschläge, Flutwellen usw. erklären zu können. Das war damals eben der Stand der Wissenschaft, wenn auch einiges davon heute wiederlegt ist.
    Der Geisterglaube der monotheistischen Religion ist nochmal was ganz anderes, eine giftige Lüge die in die Welt gebracht wurde und so viel Unheil angerichtet hat.
    Nur langsam können wir uns von dieser Lüge befreien.

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  3. Bernd Vowinkel von der GBS hat sich mit dem klerikalen Argumenten der „Offenbarung“ und dem der „mittelalterlichen Philosophie“ bei der Rezension Stephen Hawkins‘ neuem Buch „Der große Entwurf“ auseinandergesetzt. Die Welt läßt sich wissenschaftlich eben ohne Götter erklären die in der antike eben noch für’s Verständnis hilfreich waren.
    http://giordanobrunostiftung.wordpress.com/2010/11/16/die-philosophie-ist-tot/#more-6240
    Ephraim Kishon hat in einem seiner Satiren den ständig „schöpfernden Gott“ ungefähr so beschrieben: Früher hatte Gott Jerusalem fest im Blick, was wir aus den „Offenbarungen“ wissen; er legte fest was man wann essen darf, wann gearbeitet, wann geruht werden muss, und wann Krieg angesagt war und welchen Rang Frauen haben durften. Warum hört man von Gott heute so wenig in Jerusalem? Kishon vermutet, dass Gott inzwischen erfahren habe, wie gewalttätig seine Schöpfung sei, mit den vielen Schwarzen Löchern, den Sternenexplosionen und der kosmischen Strahlung. Er hat weit weg von Jerusalem nun die Hände voll zu tun..um uns kann er sich wohl nicht mehr kümmern. ;-))

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  4. „…Obwohl die katholische Kirche immer wieder den Versuch unternimmt, die Übereinstimmung von Glauben und Vernunft zu erklären und darzulegen, bestehen neben anderen militante Atheisten nach wie vor auf einer absoluten Unvereinbarkeit zwischen Wissenschaft und Glauben.“

    Und daran wird sich nichts ändern, auch wenn die ganzen religiösen Glaubensverfechter das nicht wahr haben wollen.

    „…In Wirklichkeit ist die Schöpfung nach der Lehre der Kirche ein fortwährender Akt Gottes, der die Welt aus dem Nichts schuf und sie ständig in der Existenz hält. Er schafft dauernd neu.“

    Das ist doch absoluter Blödsinn! Dieser Jesuitenpater sollte lieber seine Klappe halten, als weiterhin der Welt seinen Mumpitz zu verkünden. Lächerlich!

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