»Innocence in Danger«: Dunkle Finanzen, dubiose Methoden


v.u.z.Guttenberg, wikipedia

Eigentlich mag Freifrau Stephanie zu Guttenberg nicht in der Öffentlichkeit stehen. Behauptet sie. Sie wolle ihre Möglichkeiten für ein „echtes Anliegen“ nutzen: für den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch. Wer sollte dagegen etwas einwenden, nach all den schrecklichen Berichten aus Kirchengemeinden und Internaten?

Von Matthias Thieme und Katja TichomirowaBerliner Zeitung

Für Stephanie zu Guttenbergs Engagement gibt es oberflächlich betrachtet eine Menge Hinweise: Sie hat einen Ratgeber geschrieben für Eltern. „Schaut nicht weg“, heißt das Buch. Seit es erschien, ist zumindest ein Übersehen der Freifrau kaum mehr möglich, weil sie allerorten ihr Anliegen vertritt.

Wohin fließt das viele Geld?

Zuletzt etwa beim „Wer wird Millionär?“-Gewinnspiel von Günther Jauch und im Abendprogramm von RTL 2, wo sie in der Sendung „Tatort Internet“ Jagd auf Pädophile machte. Wo sie auftaucht, bekommt die Ministergattin Sendezeit, füllt die Hallen und sammelt emsig Spenden. Oft für den Verein mit dramatischem Namen: Innocence in Danger. Die Unschuld, die Kinder, in Gefahr – bei ihren Auftritten bleiben die Geldbeutel selten verschlossen. Als Präsidentin der deutschen Sektion von Innocence in Danger sei sie „in einer optimalen Position, (…) um Spenden eintreiben zu können“, schreibt zu Guttenberg. Doch wohin fließen die vielen Spenden, was wird mit dem Geld gemacht?

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5 Comments

  1. Der Verein ist ein Netzwerk von Adeligen und ihren Geschäftspartnern. Frau zu Guttenberg wendet sich in ihrem Buch gegen Musikvideos, Fernsehshows und so weiter. Internet, FKK usw. ist dem Adel ein greul aber ihr Versuch dagegen anzugehen ist so lächerlich wie das Wasser des Rheines auslöffeln zu wollen.
    „Sexueller Mißbrauch“ ist ihnen nur der Vorwand um „Zucht und Ordnung“ einzuführen.

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  2. „Freifrau“ Stephanie zu Guttenberg ?
    ähem.. bitte Stephanie >Freifrau> zu Guttenberg … diese ausbeuter feudaltitel sind abgeschafft und gelten (un)glücklicherweise nur noch als namensbestandteil und stehen nach dem vornamen.

    ansonsten.. wer da spendet oder gespendet hat – selber schuld. generell gilt: erst informieren dann spenden – und nicht von irgendwelchen titeln blenden lassen!

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  3. Wer da spendet ist selber schuld ! Ich spende schon seit Jahren auch nicht einen Cent an sog. gemeinnützige Organisationen und Vereine. Es gibt in der Umgebung eines jeden humanistisch denkenden und handelnden Menschen ausreichend Gelegenheiten – mit Geld, Rat und Tat – helfend einzugreifen. Wer nicht völlig blind durch die Welt geht, stößt unweigerlich auf Situationen, in denen Hilfe gefordert ist. Ich denke da nicht an die zweifelhaften Bettler, die regelmäßig zur Weihnachtszeit auf Weihnachtsmärkten wie Pilze aus dem Boden wachsen. In Deutschland ist kein Mensch zum Betteln gezwungen. Auch die von kriminellen Elementen gesteuerten, ausländischen Bettler-Brigaden bedürfen unserer Spende nicht. Einfach die Augen offenhalten ! Bedürftige Menschen, Familien mit Kindern sind leicht zu entdecken, sofern man nicht auf einem abgelegenen Schloßgut, umgeben von einem viele Quadratkilometer umfassenden Park residiert.

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