Mit Psycho-Urin zum Glück


Quelle: web.de

Urin in Behältern und Fliegenpilze in Kühlschränken: Seit einem Monat kann man sich diese seltsamen Ausstellungsstücke im Berliner „Hamburger Bahnhof“ anschauen. Die Resonanz ist groß.

N24

„Wir haben die Sonne getrunken, wir sind unsterblich geworden.“ (Rigveda, 2. Jahrtausend v. Chr.)

Ein stechender Stallgeruch schlägt einem beim Betreten des Hamburger Bahnhofs ins Gesicht. Seit November wohnen hier, mitten in Berlin, Mäuse, Kanarienvögel und Rentiere. Deren Gehege nimmt fast die ganze historische Halle ein. Große Baumstümpfe liegen zwischen den zwölf männlichen Tieren. Ein Gemisch aus Vogelgezwitscher, Menschenstimmen und Metall-Geräuschen der Käfige erfüllt den Raum. Kinder laufen umher, für sie sind die Rentiere einfach „süß“.

Die Suche nach Soma

Der Zeitpunkt der „Soma-Ausstellung“ scheint gut gewählt, wer will zur Weihnachtszeit keine Rentiere beobachten? Etwa 30.000 Menschen kamen allein im November. Noch bis zum 6. Februar 2011 kann die Installation von Carsten Höller besichtigt werden. Zentrales Thema ist das Soma, zuerst erwähnt in dem Rigveda, einer der Gründungsschriften der hinduistischen Religion. Auf der Suche nach Erfüllung geht der Künstler dem Mythos Soma nach, einem heilsbringenden Trank, der Erkenntnis, der Unsterblichkeit und des Zugangs zur göttlichen Sphäre.

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