Dawkins und Hawking sind Toren


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Der Vatikan hat atheistische Thesen der britischen Wissenschaftler Richard Dawkins und Stephen Hawking als militant zurückgewiesen.

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Ihre Aussagen seien von deren Wissenschaftskollegen längst widerlegt, sagte der päpstliche Hausprediger Raniero Cantalamessa am Freitag Vatikanangaben zufolge in einer Adventspredigt für Benedikt XVI.

Bereits der Physiker Max Planck (1858-1947) habe anerkannt, dass der Wissenschaft Grenzen gesetzt seien. «Ein Atheist, der behauptet ‚Es gibt keinen Gott‘, urteilt über eine Welt, die er nicht kennt, und wendet seine Gesetze auf ein Objekt an, dass außerhalb seiner Erreichbarkeit liegt», sagte Cantalamessa. Nach Auffassung des päpstlichen Hauspredigers gilt für Hawkins und Dawkins die Bemerkung des Psalmisten «Die Toren sagen in ihrem Herzen, es gibt keinen Gott».

Der Astrophysiker Stephen Hawking vertritt in seinem neuen Buch «Der große Entwurf» die These, die Entstehung des Universums habe der Hand Gottes nicht bedurft. Der Biologe Richard Dawkins («Der Gotteswahn») gilt als einer der Wortführer der «neuen Atheisten».

13 Comments

  1. Erich Kästner hat das Ganze so ausgedrückt:
    „Wir haben´s schwer.
    Denn wir wissen nur ungefähr, woher,
    jedoch die Frommen wissen gar, wohin wir kommen!
    Wer glaubt, weiß mehr.“ 😉

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  2. In seinem Buch heißt es, dass man Gott nicht benötigt, genauso wenig wie ein Leprechaun oder einen Erzunterweltler Lv.7 um die Welt zu erklären.

    Die Beweislast liegt beim Vatikan, nur zu heulen, dass die anderen offen sagen, dass man Fantasiegebilde nicht benötigt, heißt nicht, dass es sie nicht gibt.
    Schließlich „gibt“ es sie ja doch irgendwo – nämlich als bloße Konstrukte in Fantasiebüchern.

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  3. es ist immer wieder lusitg zu lesen, wie die „militanten theisten“ versuchen ihren schwachsinn mit leeren worthülsen zu beweisen und glaubhaft zu machen.

    Stefan hat sie wunderbar zusammengefasst 🙂

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  4. Die Neonleuchte
    „Außerweltlich“ gibt es keine Zeit, keinen Raum, keine Materie, keine Energie. Außerweltliches gibt es also gar nicht und natürlich auch keinen „außerweltlichen“ Gott.
    Ein innerweltlicher „Gott“ wäre physikalisch erfassbar und eine reale Lebensform. So was hätte nichts mit den monotheistischen Religionen zu tun sondern könnten unter Umständen allenfalls die antiken multitheistischen Weltanschauungen bestätigen.

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  5. Hat denn Dawkins oder Hawking überhaupt gesagt „Es gibt keinen Gott“?
    Oder von welchen „widerlegten Aussagen“ könnte sonst die Rede sein?

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  6. „Tore“, muss das heißen! Dawkins und Hawking sind „Tore“, und zwar die besten!

    Aber wir sollten lieber wieder mehr Dilthey lesen, statt diese beiden offenstehenden Tore immer weiter einzurennen:

    Naturwissenschaftliche (d.i. physikalische) Erklärungen der Weltentstehung bleiben stets immanent und nachvollziehbar, aber sie liefern nur (falsifizierbare) relative Erklärungen für „konkrete“ Zustände. Sie können also nur von späteren (Jetzt) auf frühere Ereignisse (Urknall) verweisen und uns die möglichen Gesetze angeben, nach denen erstere aus letzteren hervorgegangen sind.

    Die Frage nach einem Gott (als transzendentalem / transzendentem Grund) muss da leider ebenso offen bleiben (manche mögen sagen: sie sei sinnlos) wie unsere beiden besten Tore. – – Als innerweltlichen Agenten können wir ihn wohl aber glücklicherweise zumindest als unwahrscheinlich qualifizieren.

    Neonleuchte, i.A. der Sprachregulator

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  7. Planck hat zwischen den Weltkriegen einiges entdeckt doch ist er heute natürlich tausendfach überholt. Für den gab es als kleinste Teilchen nur Atome und die konnten nur theoretisch analysiert werden. Planck dachte das „Gott“ die Atome zusammenhalten würde da man damals nicht weiterkam.
    Heute ist die Kraft im innern der Atome längst entdeckt und in Anlagen wie Cerne in Genf werden Versuche mit diesen kleinsten Teilchen (Strings) gemacht um ihre Eigenschaften zu testen und neue Formeln zu finden.

    Planck ist von der heutigen Physik zum Thema „Gott“ längst wiederlegt, nicht umgekehrt.

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  8. «Ein Atheist, der behauptet ‘Es gibt keinen Gott’, urteilt über eine Welt, die er nicht kennt, und wendet seine Gesetze auf ein Objekt an, dass außerhalb seiner Erreichbarkeit liegt»

    Ein Theist, der behauptet ‚Es gibt einen Gott und keinen weiteren und der kann dies und will das und tut ansonsten jenes‘, urteilt über eine Welt, die er nicht kennt und außerhalb seiner Erreichbarkeit liegt.

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  9. „wendet seine Gesetze auf ein Objekt an, dass außerhalb seiner Erreichbarkeit liegt“

    Das stimmt. Seit Kant sollte eigentlich klar sein, dass Erkenntnis nur über den uns zugänglichen Erfahrungsraum möglich ist.

    Allerdings gilt dieser Vorwurf erst recht für Gläubige, die ja nichts anderes tun, als Aussagen über das Ihnen nicht Zugängliche zu machen… darum kann man mit gutem Recht sagen, dass die diversen menschlichen Vorstellungen von Gott nichts mit der Realität zu tun haben.

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