Reformer und Verharrer


Jesus am Kreuz: Die katholische Basis will den Dialog. (Bild: Stock.XCHNG / Robert Aichinger)

Ist die Krise in der katholischen Kirche auch ein offenes Fenster für einen möglichen Umbruch? Viele engagierte Katholiken hoffen das. Aber die katholischen Bischöfe spalten sich in Reformern und Verharrern.

Von Ulrike GreimDeutschlandfunk

Die katholische Kirche ist in ihrer tiefsten Krise seit Kriegsende. Das sagt Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Konferenz der katholischen Bischöfe in Deutschland, genannt Deutsche Bischofskonferenz. Und die Zahlen bestätigen dies: Bis zum Jahresende werden vermutlich 400.000 Katholiken aus ihrer Kirche ausgetreten sein. Nur noch 54 Prozent der Katholiken fühlen sich der Kirche verbunden, mehr als zwei Drittel davon in kritischer Weise, das fand der „Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010“ heraus. Das betrifft sogar den harten Kern: 20 Prozent derer, die sich als ’sehr gläubig‘ bezeichnen, denken über einen Austritt nach. Und noch eine letzte Zahl: In diesem Jahr gibt es so wenige Interessenten für den Priesterberuf, wie noch nie zuvor, 150 sind es, im Vorjahr waren es noch 211.

Robert Zollitsch vergleicht die Situation in seiner Kirche mit einem Erdbeben. Und er sagt: „Man kann die Schäden eines Erdbebens nicht durch gute Worte beseitigen, sondern indem man auf dem Fundament Aufbauarbeit leistet“ .

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