Religiöse Neutralität!


Quelle: oche.de

Laternenumzug ohne Sankt Martin? Weihnachten ohne Jesus Christus? Geht nicht? Geht doch: Eine städtische Kita in Bochum verzichtet auf religiöse Bräuche und Symbole. Um die „religiöse Neutralität“ zu wahren. Dieser Verzicht wird mittlerweile kontrovers diskutiert.

Von Claudia StaudtRuhr Nachrichten

Von städtischer Seite gibt es bei Anfragen an die Pressestelle derzeit zu dem Thema keinen Kommentar mehr. Weder von der Pressestelle selber, noch von der Integrationsbeauftragten. Auch die Leiterin der Kita, Ulrike Sickmann, gibt keine Auskunft mehr.

Noch vor wenigen Wochen hatte sie in Medienberichten erklärt, warum die Kinder in ihrer Kita ein Laternenfest statt eines St. Martinsumzuges erleben: Man wolle nicht im christlichen Glauben erziehen, sondern religionsneutral. Daher habe man mit den Eltern gemeinsam beschlossen, auf die christliche Geschichte vom heiligen Sankt Martin zu verzichten.

Kritik vom Katholikenrat

Laternen ja, Martinslied nein. Martinsbrezel ja, St. Martins Geschichte nein. Auch Weihnachtsfeiern seien nicht geplant, gab Sickmann an.

„Es ist nicht zu verantworten, wenn Kinder ohne jedes Wissen um die Religionen erzogen werden“, kommentiert der Vorsitzende des Katholikenrates Bochum und Wattenscheid Lothar Gräfingholt. Das Wissen über verschiedene Religionen sei wichtiges Bildungsgut, diene der Sozialisierung und der Integration.

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4 Comments

  1. Von der Art müsste es eigentlich Dutzende Beispiele sowie Berichte geben. Denn Konflikte sind Presse-Nachrichten. Dass diese Meldungen und Reportagen so selten sind, zeigt, wie weit entfernt die deutschen Verhältnisse von Neutralität und Normalität immer noch sind.

    Im United Kingdom dürfte das deutlich anders aussehen!

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  2. „Es ist nicht zu verantworten, wenn Kinder ohne jedes Wissen um die Religionen erzogen werden“

    Genau! Deswegen sollte Christopher Hitchens Buch „Der Herr ist kein Hirte – wie Religion die Welt vergiftet“ zum Standard im Schulunterricht gehören.

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  3. …..“Das Wissen über verschiedene Religionen“……kann wesentlich besser im Ethikunterrricht vermittelt werden. Ich begrüße dieses Vorgehen und gratuliere den Verantwortlichen zu Ihrer Entscheidung. Es ist traurig, dass man das so sagen muss, es sollte eigentlich selbstverständlich sein.
    Der Engländer würde sagen: They have balls!

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