Aus dem Spektrum der säkularen Szene


Unter dem Lack der Zivilisation befindet sich immer die Barbarei

Das Jahr 2010 hatte es politisch wirklich in sich. Das Aufkochen der Islamdebatte, angeheizt durch Thilo Sarrazin und Co, brachte das erste Mal nach Ende des zweiten Weltkrieges wieder deutsche Ansichten zu Tage, die man zu Recht von rechtspopulistisch bis rechtsradikal einstufen kann. Was in den letzten Jahrzehnten ausschließlich von den im Verhältnis wenigen und machtlosen Protagonisten der NPD, DVU und den Republikanern zu vernehmen war und allgemein verpönt war, wird in der Bevölkerung mittlerweile selbstbewusst unter dem Motto eines neuen Konservativismus laut vertreten. Damit möchte Mann und Frau sich natürlich nach wie vor von den „Rechtsradikalen“ abgrenzen, die es immer noch zu bekämpfen gilt. Auf das wachsende Bedürfnis, sich wieder gegen das kulturell „Fremde“ abgrenzen zu wollen, folgt nun ein Religionsdiskurs, der absurderweise davon ausgeht, dass es aus historischen Gründen und zur Stärkung des eigenen Nationalbewusstseins auch noch nötig sei, wieder Christ zu sein. Sozusagen als beste Waffe gegen die Ausbreitung bzw. auch zur Eindämmung des Islams.

Dass dies in unserem Lande nicht jeder gerne hört, dürfte bei ca. 40 % „Konfessionslosen“, ungläubige Kirchenmitglieder und säkulare Muslime mal mit eingerechnet, mehr als klar sein. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es auch vermehrt Gegenstimmen gibt, die es im Verhältnis eher kleinlaut wagen, an die Trennung von Kirche und Staat zu erinnern und eine konsequentere Durchsetzung dieser Trennung fordern. Ein Kulturkampf scheint entbrannt, der auf der politischen Ebene innerhalb unserer Parteienlandschaft von gläubigen Kirchenfreunden dominiert wird, die den Laizisten die rote Karte zeigen. Die Aussichten stehen momentan schlecht, dass es in naher Zukunft auch nur eine Partei geben könnte, die sich ganz gezielt den Interessen der säkularen ungläubigen Bevölkerung widmet.

Ergo sollte man eigentlich meinen, dass dies im Positiven die beste Zeit sei, um eine neue Partei zu gründen, die diese nicht repräsentierte Gruppe von mehr als einem Drittel der Deutschen vertritt. Initiativen, Vertreter und Vereine wie die Humanisten, die Giordano-Bruno-Stiftung, der internationale Bund der Atheisten und Konfessionslosen, die Skeptiker, etc.und die Brights, gibt es ja schließlich schon länger und unter ihnen sollten doch Leute sein, die sich des Themas annehmen wollten, möchten, könnten.

Nun gut, ein weiterer nötiger Aspekt dabei wäre natürlich, dass sich all diese Gruppierungen zusammenschließen oder dass zumindest ein Parteiprogramm aufgestellt werden würde, das alle tatkräftig bewerben und unterstützen und das dann in der Masse der konfessionslosen Bürger Gefallen findet.

Wenn man bedenkt, wie heterogen es innerhalb von Parteien zugeht und wer sich z.B. alles in der Evangelischen Allianz tummelt, dürfte es eigentlich gar nicht schwer sein, auch hier einen Konsens zu finden.

Fragt sich, was man politisch gesehen von säkularen Humanisten und Naturalisten, von Brights und Atheisten erwarten kann.

Meine persönliche Analyse dazu wäre eine eher „links“ gerichtete Politik:

– die Achtung der Menschenrechte, der Religionsfreiheit auf Basis einer strikten Trennung von Kirche und Staat eingeschlossen

– soziale Marktwirtschaft

– Sozialstaat mit Verantwortung für Arme und Schwache

– staatliches Bildungssystem

– staatliches Gesundheitswesen

– staatliche Kontrollmöglichkeiten und Regulierungsoptionen bei allen Themen rund um Gesellschaft und Wirtschaft, um das Gemeinwohl zu sichern im Sinne wissenschaftlicher Erkenntnisse und somit auch keine Mitfinanzierungen von Irrlehren, weder in Bildung, Erziehung, Wohlfahrt, Gesundheit, etc.

– Umweltschutz

– Anti-Todesstrafe

– Anti-Kriegspolitik.

Nur mal um überhaupt einen kleinen Umriss zu nennen, bei dem ich zumindest von jedem, der sich säkularer Humanist nennt, so weit Zustimmung erwarten würde.

Das mag auch für viele bestimmt zutreffen, doch genau hier liegt die Crux, denn wer ernsthaft glaubt, dass es allgemein so sein müsste, der hat weit gefehlt.

Das grundlegende Problem der atheistisch-humanistisch-freigeistig-skeptischen Szene in Deutschland ist eine anscheinend unvermeidliche Zerrissenheit. Diese besteht sowieso und da es ohne politische Verantwortung schon unmöglich erscheint, sich auf eine gemeinsame Basis zu einigen, wäre jeglicher Versuch einer Parteigründung von vornherein zum Scheitern verurteilt.

In der Szene, bzw. gerade auch innerhalb dieser Organisationen, findet sich das gesamte politische Spektrum wieder. Von ganz links bis ganz rechts scheint nichts unmöglich. Es wäre ein aussichtsloses Unterfangen, eine politische Linie herauszustellen und diese als verbindlich für eine Partei für Konfessionslose zu präsentieren. Mal davon abgesehen, dass man damit niemals quantitativ punkten könnte, wäre es für viele politisch anders geartete „Ungläubige“ der reine Hohn, sich in eine bestimmte Ecke stellen zu lassen.

Der Alptraum für mich persönlich wären die Ansichten des Jungspunds Andreas Müller, Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, ehemals für den Humanistischen Pressedienst tätig, als Autor aktiv bei den jungen Humanisten von Wissenrockt, Macher der Seite Darwin-Jahr und des Blogs Aufklärung 2.0, auch Feuerbringer genannt.

Das Kerlchen ist zwar erst 26 Jahre alt, aber öffentlich äußerst aktiv, wenn es um die säkulare und humanistische Interessensvertretung geht.

Ihn treiben seltsame Einstellungen, die er mit erstaunlicher Arroganz und in gnadenloser Selbstüberschätzung vehement vertritt. Dabei betont er noch selbst , dass er froh sei, keine Macht zu haben. Das ist jedoch nur zu begrüßen, wenn man registriert, wie egoman und dominant er seine Standpunkte vorträgt. Ein Neokonservativer wie er im Buche steht, ein Neocon, liberal bis zum get no, jedoch für Artgenossen, die sich zu diesem Genre bekennen, eher ungewöhnlich, argumentiert er als bekennender Atheist und nicht christlich, wie man es von den US-Neocons gewohnt ist. Er hetzt dementsprechend auch nicht gegen Homosexuelle oder Abtreibungsbefürworter, dafür aber ganz pauschal gegen den Islam. Sarrazin sei Dank, hat er dazu ein Vorbild gefunden, das es in allen Aspekten auch gerade in Bezug auf die sarrazinische Genetik zu verteidigen gilt. Das Mittel des Krieges scheint es ihm auch angetan zu haben, denn er möchte die Welt von allen Diktaturen befreien, natürlich im Interesse der Menschenrechte, weil jeder ein Recht auf Menschenwürde habe und das müsse man eben erkämpfen, selbstverständlich mit Hinnahme von Kollateralschäden und gegen die Vorstellungen der dummen Pazifisten. In bestimmten Fällen wäre dazu auch die Todesstrafe ein legitimes Mittel.

Und so weiter und so fort. Wer sich ein genaues Bild von dem Bubi, der anscheinend weder aus den Windeln, noch aus der Pubertät herausgewachsen ist, machen möchte, der lese im Feuerbringer und in seinem Facebook-Profil.

Es wäre eventuell noch erwähnenswert, dass Bubilein keine Kritik verträgt, wobei das für diesen Typus Mensch auch nicht anders zu erwarten ist. Er hat eine nicht geringe Anhängerschaft, wobei man sich wiederum fragen muss, was teilweise wirklich intelligente und vernünftige Artgenossen dazu verleitet, auf einen „Andreas- Müller- Zug“ aufzuspringen, mir schier unbegreiflich. Nun gut, sein Selbstbewusstsein wird jedenfalls gestärkt und es fällt ihm damit leicht, den Diktator zu spielen und sich als Inhaber der allumfassenden Wahrheit zu präsentieren, dessen Pflicht es wäre Kritik im Keim zu ersticken und falls das nicht möglich ist, sich als armes Opfer der Dummen und Unwissenden zu gerieren.

Wäre da nicht seine offizielle Rolle in den humanistischen Vereinen, würde ich ihn mit seinen Ansichten als reine Privatperson in seinem Alter mit Mitleid betrachten und mir dabei denken, in 15 Jahren bist auch du lebenserfahrener und schlauer, wird schon werden, wenn das Testosteron nachlässt und immer mehr versiegt.

Er, als Vertreter in der säkularen Szene, ist mir jedoch genauso unlieb, wie ein Bischof Mixa und damit gute Nacht Deutschland!

57 Comments

  1. @Bürger: Wir sind uns wohl einig, verschiedene Klassen sind nicht mehr nötig. Ich halte es sogar für unausweichlich das die Klassengesellschaft beseitigt wird da die Herrschende Klasse längst nur noch destruktiv und eine Gefahr für alle ist.

    So ein Nonsens schon wieder. Sicherlich sollen sich auch wieder die Proletarier aller Länder vereinigen. Komisch nur, dass diese immer Intellektuelle benötigen, die ihn sagen, wo es lang geht. Daher gebürt auch der linke Hahnenkampf.

    Jeder vom „Klassenkampf“ Gezeichneter schadet der revolutionären Praxis.

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  2. @Martin

    hast du eigentlich schon mal registriert, dass du dich mit deinen sinnfreien Verbalrundumschlägen nur lächerlich machst??

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  3. @itz: In Afghanistan entstand das Chaos mit dem Einmarsch der roten Armee! (über 1.000.000 Tote, über 6.000.000 Flüchtlinge)

    Auch falsch. Das Chaos gab es schon davor, nämlich durch den Bürgerkrieg, dessen Gewinner in erster Linie ein kommunistisches Regime war. Durch die Unterstutzung des pakistanischen Geheimdienstes – Indien hatte damals mit der UdSSR gute Kontakte, daher setzte man in Pakistan alles daran, keinen möglichen Gegner im Westen entstehen zu lassen – konnten die Gotteskrieger mit neuen Atem weiterkämpfen. In Washington war man des Weiteren daran interessiert, dem Feind ein Vietnamfiasko zu ermöglichen, weshalb bald amerikanische Unterstützung auf Seiten der Fundis stand.

    Auf das Hilfegesuch der damaligen Regierung entschloss sich die damalige UdSSR nach langem zögern, Truppen nach Afghanistan zu schicken. Wie diese gehaust haben, dürfte jedem bekannt sein. Die direkte historische Alternative zum Talibanafghanistan wäre sicherlich um einiges besser gewesen, auch wenn es kein Paradies gewesen wäre. (Immerhin wären die heute gefeierten Erfolge, wie z.B. die Frauenrechte, schon vor 30 Jahren erreicht gewesen.)

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  4. Tja…. was soll ich sagen. Deutlicher als in vielen Beiträgen dieses Blogs kann man die krankhafte, ideologisch verblendete Dummheit der (nicht nur) deutschen „Linken“ kaum machen.
    Kein Mensch hat behauptet, das Südkorea das Paradies und eine Insel der Seeligen sei. Die direkte, historische Alternative, Nordkorea, ist aber irgendwie gar nicht wirklich der direkte Vergleich, lernen wir. Und außerdem werden auch in Südkorea Millionen ausgebeutet. Oder unterdrückt auf jeden Fall. Oder auf jeden Fall ist alles auch da ganz,ganz schlimm und jedenfalls kanns und darfs nicht besser sein. Ist ja „Kapitalismus“ und sonst sonst funktioniert ja das schöne, eigene Weltbild nicht mehr.

    Bah. Na, wenn ich inzwischen eins gelernt habe, dann, das Diskussionen sich mit der religiösen Linken nicht lohnen. Das Glaubens- und Weltbild ist derart gefestigt, gleichzeitig von einer moralischen und gedanklichen Beliebigkeit und Schwammigkeit, das schlicht keinerlei Substanz mehr vorhanden ist.

    Selten soviel dumme Suppe gelesen, wie von den Totalitarismus- und Kollektivismusverherrlichern hier 😉 Schade eigentlich, das sich um jedes säkulare, freigeistige Vorhaben hierzulande immer sofort der braune bzw. rotbraune Dreck zu akkumulieren scheint.

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  5. @Bürger

    „Die „Wahlen“ im Kosovo haben mit den USA nichts zu tun. Die Lage ist da aber total chaotisch und perspektivlos für die Menschen. Zu Titos Zeiten ging es ihnen jedenfalls viel besser wie den andern Menschen in Ex Jugoslawien auch.“

    Die USA haben nichts mit den Wahlen/der Unabhängigkeit des Kosovo zu tun??? (RIP Richard Holbrooke.)
    Auch zu Titos Zeiten war das Kosovo kein Paradies!

    „Im Irak wird es auch erst langsam besser seit das meiste ausländische Militär weg ist. Das Chaos und das Elend hatte sich hier durch die Einmischung der USA auch enorm vergrößert.“

    Das ausländische Militär verlässt den Irak u.a. weil sich die Lage im Irak verbessert hat. Mission accomplished. 🙂

    „In Afghanistan entstand das Chaos erst durch die Einmischung der USA und ihrer Unterstützung von Terroristen wie Taliban und Mujaheddin. Die „Umfragen“ pfeifen den Besatzungstruppen dort nur so um die Ohren das sie längst nach Hause wollen und bald müssen.“

    In Afghanistan entstand das Chaos mit dem Einmarsch der roten Armee! (über 1.000.000 Tote, über 6.000.000 Flüchtlinge)
    Halten Sie die terroristischen „Argumente“ einer gewaltbereiten, destruktiven Minderheit für repräsentativer als die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung? Ich dachte Sie stehen auf der Seite der Unterdrückten.

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  6. Zitate:
    Wenn die Produktivkräfte so weit entwickelt sind, dass sich eine asoziale Minderheit von der sozialen Mehrheit ihr Unterhalt errauben kann (…)

    Wir sind uns wohl einig, verschiedene Klassen sind nicht mehr nötig. Ich halte es sogar für unausweichlich das die Klassengesellschaft beseitigt wird da die Herrschende Klasse längst nur noch destruktiv und eine Gefahr für alle ist.
    Zitate Ende.

    Kommunistisches Geschwätz scheint neuersdings auch wieder hoffähig geworden zu sein. Tiefpunkt der Diskussion erreicht.

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  7. @ Entscheidungsrechtler
    Wenn die Produktivkräfte so weit entwickelt sind, dass sich eine asoziale Minderheit von der sozialen Mehrheit ihr Unterhalt errauben kann, ohne dabei den Tod der Beraubten zu bedingen, dann kann eine Gesellschaft erst recht ohne diese existieren.
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    Wir sind uns wohl einig, verschiedene Klassen sind nicht mehr nötig. Ich halte es sogar für unausweichlich das die Klassengesellschaft beseitigt wird da die Herrschende Klasse längst nur noch destruktiv und eine Gefahr für alle ist.

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  8. @der Autor
    Ja, Hitler schrieb über den Staat Israel
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    Hitler schrieb in mein Kampf nicht über den Staat Israel weil es den 1925 noch gar nicht gab, es ist daher ganz offensichtlich falsch was du schreibst.

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  9. @Bürger:
    Wenn die Produktivkräfte so weit entwickelt sind, dass sich eine asoziale Minderheit von der sozialen Mehrheit ihr Unterhalt errauben kann, ohne dabei den Tod der Beraubten zu bedingen, dann kann eine Gesellschaft erst recht ohne diese existieren.

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  10. @derautor:
    Ich lach mit Tod, noch schlimmer kann man nicht zitieren. Der besagte Text handelt von den Zionisten und nicht von Israel.

    Besseres Zitat, wo der Sinn auch erhalten bleibt:
    „k) Die Herrschaft des Juden im Staate erscheint schon so gesichert, daß er sich jetzt nicht nur wieder als Jude bezeichnen darf, sondern auch seine völkischen und politischen letzten Gedankengänge rücksichtslos zugibt. Ein Teil seiner Rasse bekennt sich schon ganz offen als fremdes Volk, nicht ohne hierbei auch wieder zu lügen. Denn indem der Zionismus der anderen Welt weiszumachen versucht, daß die völkische Selbstbestimmung des Juden in der Schaffung eines palästinensischen Staates seine Befriedigung fände, betölpen die Juden abermals die dummen Gojim auf das gerissenste. Sie denken gar nicht daran, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen, sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltgaunerei: einen Zufluchtsort überführter Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner.

    Aber es ist das Zeichen nicht nur ihrer steigenden Zuversicht, sondern auch das Gefühls ihrer Sicherheit, wenn frech und offen zu einer Zeit. da der eine Teil noch verlegen den Deutschen, Franzosen oder Engländer mimt, der andere sich als jüdische Rasse definiert“. („Mein Kampf“, S. 356 f.)

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  11. @ derautor
    Du verstehst offenbar nicht, was ich sage. Jemand – von dem du es sicher weißt – hat eine Bombe an deine Tochter gebunden, die in 20 Minuten (!) hochgeht. Die Rede ist hier nicht von mittelalterlicher Folter, sondern von erweiterten Verhörmaßnahmen. Ihn unbequem festbinden, in einen kalten Raum stellen, mit Rockmusik beschallen – alles Dinge, die viele Menschen freiwillig tun.
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    Deine Selbstjustizgedanken sind abwegig und wären Straftaten denn Verhöre und Ermittlungen oder Befreiungsaktionen sind nämlich Sache der Polizei und der Behörden.
    Wenn Gefahr unmittelbar im Verzuge ist bleibt das Notwehrrecht und du darfst jemanden unter Wahrung der Verhältnissmäßigkeit der Mittel nur so lange festhalten bis die Polizei kommt. Wir sind auch nicht im „Wilden Westen“, der Bronx oder manchen Stadtteilen von LA oder Rio.

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  12. @ Lügenpropagande
    Wieder ein Beispiel dafür, dass spätestens mit dem Tod des Fúrstens, die Revolution krepiert. Die Lenins, Maos, Castros, Gaddafis etc. hätte man frühzeitig durch den Volkskörper ersetzen mússen.
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    Stimme im Prinzip zu. All die Länder waren aber für sich alleine zu Rückständig und die Produktivkräfte zu unterentwickelt. Daran scheiterte auch schon die große Franösische Revolution und die genannten könnte man teilweise auch als „Bonapartisten“ bezeichnen, da die Produktivkräfte zuerst entwickelt werden mußten.

    Heute sind die Bedingungen aber überreif und die Produktivkräfte so entwickelt das eigentlich jeder Mensch gut leben könnte. Der große Kladderadatsch des Kapitalismus ist auch im Gange und so wird die Menschheit diese Sackgasse aufsprengen und den Weg in eine neue Ära eröffnen.

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  13. @Bürger: Ja, Hitler schrieb über den Staat Israel:

    „Sie denken gar nicht daran, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen, sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltbegaunerei; einen Zufluchtsort überführter Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner.“

    Hitler über Israel, Mein Kampf 1925

    „Es ist gut, dass uns der Schrecken vorangeht, daß wir das Judentum ausrotten. Der Versuch, einen Judenstaat zu gründen, wird ein Fehlschlag sein.“

    Hitler über Israel, Dienstkalender 1941

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  14. @itz: Die Kurden im Irak (stellen den sozialistischen (!) Präsidenten des Irak).

    Aber ob dieser es wagen wird (darf?), die Ölindustrie wie unter Sadams Zeiten zu verstaatlichen? (Wegen des Iraks tuen wir den Amis aber Unrecht, dass Giftgas kam aus deutscher Hand.)

    @Burger: Zu Titos Zeiten ging es ihnen jedenfalls viel besser wie den andern Menschen in Ex Jugoslawien auch.

    Wieder ein Beispiel dafür, dass spätestens mit dem Tod des Fúrstens, die Revolution krepiert. Die Lenins, Maos, Castros, Gaddafis etc. hätte man frühzeitig durch den Volkskörper ersetzen mússen.

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  15. @ Itz
    Die „Wahlen“ im Kosovo haben mit den USA nichts zu tun. Die Lage ist da aber total chaotisch und perspektivlos für die Menschen. Zu Titos Zeiten ging es ihnen jedenfalls viel besser wie den andern Menschen in Ex Jugoslawien auch.

    Im Irak wird es auch erst langsam besser seit das meiste ausländische Militär weg ist. Das Chaos und das Elend hatte sich hier durch die Einmischung der USA auch enorm vergrößert.

    In Afganistan entstand das Chaos erst durch die Einmischung der USA und ihrer Unterstützung von Terroristen wie Taliban und Mujaheddin. Die „Umfragen“ pfeiffen den Besatzungstruppen dort nur so um die Ohren das sie längst nach Hause wollen und bald müssen.

    Noch ein kleines Niederlägchen oder unsinniges Kriegchen dann werden die US Soldaten sowiso Nachhause kommen und erst mal in den USA aufräumen, die haben nämlich längst die Schauze voll wie nach dem Vietnam Krieg. 🙂

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  16. @ derautor
    … (jüdische Intellektuelle) sind der große Teufel, Israel (der jüdische Staat) ist der kleine Teufel. Der Westen darf sich niemals verteidigen, Diktatoren dürfen Menschenrechtsverletzungen begehen …
    Quelle: Mein Kampf, Adolf Hitler
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    Du meinst Hitler schrieb über den Staat Israel ? :-):-):-)

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  17. @ Bürger

    „Kommt immer drauf an wer wem wie Beistand leistet. Die USA sind als „Weltpolizist“ jedenfalls total gescheitert und unglaubwürdig. Den Unterdrücktesten hat dieser Staat noch nie geholfen, aber immer den Unterdrückern.“

    Ob diese ehemals Unterdrückten Ihre Meinung teilen?
    – Die Kosovaren (durften gestern zum ersten Mal wählen)?
    – Die Kurden im Irak (stellen den sozialistischen (!) Präsidenten des Irak).
    – Die Afghanen ( 75 % der Afghanen halten den Sturz der Taliban durch die US-Streitkräfte für eine gute Sache; 62% befürworten die Präsenz des US Militärs )

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  18. 4. humaner Kardinalsatz
    Der soziale Rechtsstaat bleibt Lippenbekenntnis, solange man das widerwärtigste Kapitalverbrechen, den organisierten und legalisierten Raub an rechtschaffener Gemeinschaft, als Gewinner- und Verlierermoral verkündigt, Auserwähltsein und religiösen Betrug praktizieren lässt, asozial angehäuftes „Eigentum“ erbschätzt und dieses konzertierte Vorgehen gegen Schaffende verniedlicht „gottgewollt“, „Ausbeutung“ oder „Ungerechtigkeit“ nennt; das Volk muss zu diesem Banditentum Raub sagen und diesen
    als Straftat werten, wie bei Verbrechen üblich.
    ¨
    Nichts gibt es zu beschönigen. Der Raub am schaffenden Menschen, der Raub erarbeiteter Werte zur Befriedigung der Lebensbedürfnisse abgehobener Seilschaften, ist zugleich auch Raub seiner Lebensqualität. Wo wir auch hinsehen, es gehört zur Normalität, dass weltweit Hunger und Elend, Armut und Entbehrung, Aufopferung und Opfer, verlogenes Kriegsgeschäft, soziales Unrecht, Angst um die Arbeit, Lohndumping etc. und politisches Blendwerk Hand in Hand gehen. Kein rechtschaffener Verstand glaubt heute, dass ihn Redlichkeit regiert.

    Nichts, aber auch nichts weist darauf hin, dass die Banditen der Weltgeschichte zur Vernunft gebracht sind. Nichts belegt, dass die Verursacher der Krisen und Mordbrennereien von Gestern heute humane Ziele verfolgen. Die Konzentration und Zentralisation ihrer Macht und ihrer Schaltzentralen, deren militärische- und Finanzmanöver und deren Sozialränke sind keineswegs soziale Zeichen. (F.H.H. Fakt, 2010, Humanifest S. 73)

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  19. @derautor: „Du verstehst offenbar nicht, was ich sage. Jemand – von dem du es sicher weißt – hat eine Bombe an deine Tochter gebunden, die in 20 Minuten (!) hochgeht.“

    Mit ähnlichen aus dem Leben gegriffenen Beispielen versuchen alle Extremisten jeglicher Färbung ihren Standpunkt darzustellen. Zuletzt habe ich dies von christlichen Fundamentalisten gehört, die mit folgenden Beispiel darlegen wollten, wie verdorben doch die Gesellschaft geworden ist:
    Eine schwangere Frau wurde diagnostiziert, dass sie ein schwerkrankes Kind gebären wird, dessen Lebenserwartung nur wenige Jahre sein wird. Für sie unverständlich sprach der behandelnde Arzt nur von einer Abtreibung und erwägte nicht einmal die Möglichkeit, dass sie das Kind austragen sollte. Angewidert suchte sie Rat bei einem anderen Arzt, aber sie konnte niemanden finden, der ihren Wunsch nach dem Behalten des Kindes respektierte. Aus Hilflosigkeit keinen Arzt zu finden, den sie sich anvertrauen kann, suchten sie Rat bei derjenigen Person, die diesen Fall auf der Kundgebung offenbarte.

    Oder ein anderen Fall für dich:
    Was würdest du machen, wenn ein Terrorist dein Kind als Schutzschild nimmt, der bei sich einen Zünder für eine Bombe trägt, mit der er einen Linienbus hochjagen könnte, der vollbesetzt ist, und einen Fluchwagen verlangt? Würdest du es gut finden, wenn sie den Terroristen und damit deine Tochter erschießen würden, um die Personen aus den Linienbus zu retten, da man bekanntlich mit Terroristen ja nicht verhandeln kann?

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  20. … Natürlich stimmt es, dass viele Neokonservative jüdisch sind und AIPAC eine der einflussreichsten Lobby-Organisationen in Washington ist. Aber keine von beiden Gruppen hält die öffentliche Meinung im Würgegriff. Juden machen weniger als 2,5 Prozent der US-Bevölkerung aus, ohne die breite evangelikale Unterstützung würde amerikanische Außenpolitik und vor allem Amerikas Verhältnis zu Israel völlig anders ausfallen.

    Nein, entgegen der oberflächlichen Erscheinung hat die amerikanische Hitler-Obsession nichts mit der vermeintlichen oder realen Gefahr zu tun, die von Iran ausgeht. Sie ist vielmehr ein Versuch, zu den glorreichen Zeiten des Zweiten Weltkriegs zurückzukehren, in die Zeit der sogenannten „Goldenen Generation“ und damit in eine Phase, die die „1938er“ als stolzen Kampf gegen ein klar identifizierbares Böses romantisieren. Es geht um die Rückkehr in eine Welt, in der Amerikaner sich für eine gute Sache und gegen einen gemeinsamen Feind vereinigt sahen.

    Der rhetorische Rückgriff auf den Nationalsozialismus dient der Wiederbelebung von Stolz und Ruhm in Amerika. Wenn Kommentatoren Ahmadineschad oder Chamenei mit Hitler vergleichen, tun sie reichlich wenig, um die eigentliche Bedrohung durch Iran zu erklären. Stattdessen betonen sie lediglich, was für eine gerechte Sache ein künftiger Konflikt mit Iran sein wird.

    Und die US-Medien spielen dieses Spiel kritiklos mit. Nazis verkaufen sich eben gut. Aber auch nur deshalb, weil sich die US-Bürger in eine imaginäre Welt zurücksehnen, in der Amerika die moralische Oberhand hat und einen höheren Auftrag ausführt. Dieser Wunsch verträgt sich wunderbar mit der Annahme der evangelikalen Christen, dass das Ende aller Tage ziemlich nahe sei – zumal sie ja auch glauben, im Zentrum der letzten Schlacht zwischen Gut und Böse stehe ein belagertes jüdisches Volk …

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-09/iran-usa-nazis?page=3

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  21. @Esofee:

    Literaturempfehlung:

    Die Neocons (jüdische Intellektuelle) sind der große Teufel, Israel (der jüdische Staat) ist der kleine Teufel. Der Westen darf sich niemals verteidigen, Diktatoren dürfen Menschenrechtsverletzungen begehen wegen der staatlichen Souveränität, Analphabeten der Dritten Welt sind uns überlegen, die freien Demokratien sind die einzigen Unrechtssysteme.

    Quelle: Mein Kampf, Adolf Hitler

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  22. Nicht nur in den Bauernhäusern, sondern auch in den Wolkenkratzern der Städte lebt neben dem zwanzigsten Jahrhundert heute noch das zehnte oder dreizehnte. Hunderte Millionen Menschen benutzen den elektrischen Strom, ohne aufzuhören, an die magische Kraft von Gesten und Beschwörungen zu glauben. Der römische Papst predigt durchs Radio vom Wunder der Verwandlung des Wassers in Wein. Kinostars laufen zur Wahrsagerin. Flugzeugführer, die wunderbare, vom Genie des Menschen erschaffene Mechanismen lenken, tragen unter dem Sweater Amulette. Was für unerschöpfliche Vorräte an Finsternis, Unwissenheit, Wildheit! Die Verzweiflung hat sie auf die Beine gebracht, der Faschismus wies ihnen die Richtung. All das, was bei ungehinderter Entwicklung der Gesellschaft vom nationalen Organismus als Kulturexkrement ausgeschieden werden mußte, kommt jetzt durch den Schlund hoch; die kapitalistische Zivilisation erbricht die unverdaute Barbarei. (Leo Trotzki, 1933)

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  23. Literaturempfehlung:

    „… Sie sind überdies Experten, die sowohl schreiben können – sie tun es regelmäßig in mehr oder weniger konservativen Publikationen wie National Interest, Weekly Standard, Wall Street Journal oder Foreign Policy – als auch jede Aussage belegen. Umso vernichtender fällt ihre Analyse der neo-konservativen Bewegung aus. Die Autoren lassen sie nicht auf Grabenkämpfe mit Populärautoren wie den oben genannten ein. Sie beschäftigen sich auch nicht mit der Rechtsaußen Ann Coulter oder den linken akademischen Mandarinen Noam Chomsky und Paul Krugman, und der hetzerische Radio-Talker Rush Limbaugh findet nur im Zusammenhang mit der Medienkonzentration um Fox und Clear Channel Erwähnung. Ihr Datenmaterial finden Halper und Clarke vor allem in Regierungsdokumenten, Veröffentlichungen der Neo-Cons über die Jahrzehnte und in ebenso lang zurückreichenden Gesprächen, die sie als alte Wegbegleiter mit den nunmehrigen Außenpolitikern führten.

    Darum wäre es zu kurz gegriffen zu sagen, dass „nach Ansicht der Autoren“ die Neo-Cons eine gefährliche Clique sind, die in einer Mischung aus quasi-religiöser Überzeugung, militärischem Überlegenheitsgefühl und Obsession mit dem Nahen Osten und dem Islam die verhängnisvoll unilaterale, undiplomatische US-Politik beeinflusst, wenn nicht gar geschaffen hat. Dafür haben die Autoren die Entwicklung der letzten 50, vor allem der letzten zehn Jahre zu gut belegt. Das Urteil kommt, wie gesagt, von ehemaligen Fellow-Travellers (um den Begriff einmal am anderen Ende des politischen Spektrums anzusiedeln), die selber ein starkes, konservatives Amerika aus ganzem Herzen befürworten.

    Aber eben nicht dieses Zerrbild davon. Minutiös rekonstruiert das Duo die Entwicklung einer linken New Yorker Intellektuellen-Clique zur Keimzelle einer nach rechts driftenden Bewegung, die unter Reagan eine erste Heimstatt zu finden glaubte. Doch war dessen außenpolitische Praxis (anders als die Brandreden) den neuen Hardlinern Podhoretz, Kristol, Buckley et al. zu moderat. Während der Clinton-Ära von den Futtertrögen der Macht entfernt, formierten sich die Neo-Cons neu und traten nur am Rande des Lewinsky-Skandals als Multiplikatoren der moralistischen Abscheu in Erscheinung. Mit Bush jr. begann ihr steiler Aufstieg. Das Buch beschreibt die geistigen Wurzeln (Leo Strauss, aber mehr noch Albert Wohlstetter) und die Seilschaften zwischen Weißem Haus, Pentagon, Think Tanks und Medien.

    Das Fazit, das Balance Sheet der Autoren liest sich düster: Die Neo-Cons haben sich zu Unrecht auf frühere Konservative berufen und verstehen das komplizierte Geschäft der Allianzenbildung nicht; sie haben das amerikanische Volk willentlich über ihre wahren Absichten im Nahen Osten getäuscht; sie haben die Antwort auf den Terrorismus „fehlpositioniert“; sie haben die Innenpolitik, the health of our society, vernachlässigt; sie haben zu einer schlecht informierten Gesellschaft beigetragen und überhaupt zu einer „diskursiven Konstruktion der Wirklichkeit“ beigetragen, aus Behauptungen Fakten geschaffen.

    Und das sind nur die Überschriften eines 27 Seiten langen Sündenregisters, das die weiteren Konsequenzen der bisherigen Politik in noch düstereren Farben ausmalt. Als politologisch orientiertes Buch enthält sich America Alone aller psychologischer Ursachenforschung, ob der Neo-Con-Patriotismus und der Wille zum Demokratie-Export nicht nur Fassaden für dunklere Motive sind. Sehr wohl aber entwerfen Halper und Clarke Alternativszenarien für die Zeit nach den Neo-Konservativen …

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  24. @Martin:
    Solch ein oberflächiges Gequatsche. Die Situation in Korea und Vietnam ist komplexer, als du darstellst. Besser im Geschichtsunterricht aufpassen.

    Der Koreakrieg hatte auf beiden Seiten eine Militärregierung zur Folge, wo auf der südkoreanischen Seite sich Anfang der 80er der Geheimdienst erbarmte, den „Führer“ zu ermorden. Dies geschah aber leider nicht auf der anderen Seite. (Ein Wunder, dass es überhaupt auf einer Seite geschehen ist.)
    Die aktuelle Situation ist das Ergebnis des Verhaltens der Siegermächte des 2. Weltkriegs über das koreanische Volk und hat weder etwas mit Demokratie oder sonst was zu tun.

    Vietnam wurde nach dem 2. Weltkrieg auch Opfer der Siegermächte, die Franzosen setzen alles daran, ihre alte Kolonie wiederzuerhalten. Bei der Befriedung des Nordens sind sie glücklicherweise gescheitert.
    Die Krieglüge der Amerikaner und deren Versuch die Marionettenregierung über ganz Vietnam auszustrecken ist dann auch nicht geglückt.

    Nun daran zu glauben, dass der demokratische Westen in irgendein Land für die Demokratie einmarschiert, ist schizophren. Die Situation im Irak und Afghanistan sind beides wiedermal Produkte der westlichen Zivilisation. Einmal wollte man den Iran eins auswischen das andere Mal der Sowjetunion. Pfui Teufel.

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  25. @Esofee: „Es müsste nämlich erst einmal bewiesen werden das Jemand eine Bombe irgendwo angebracht hat und der Beschuldigte hätte das Recht auf einen Anwalt und ein unabhängiges Gericht. Gewalltenteilung und Rechtsstaat nennt man das was du ablehnst.“

    Du verstehst offenbar nicht, was ich sage. Jemand – von dem du es sicher weißt – hat eine Bombe an deine Tochter gebunden, die in 20 Minuten (!) hochgeht. Die Rede ist hier nicht von mittelalterlicher Folter, sondern von erweiterten Verhörmaßnahmen. Ihn unbequem festbinden, in einen kalten Raum stellen, mit Rockmusik beschallen – alles Dinge, die viele Menschen freiwillig tun.

    Ich kapiere es einfach nicht, wie irgendjemand, der Kinder hat, auf die Idee kommen kann, zu sagen, dass ein Terrorist, der eure Tochter sprengen will, in dieser konkreten Situation sofort einen Anwalt braucht und Rechtsstaat und fairen Prozess, etc. In 20 Minuten könnt ihr eure Tochter vom Boden abkratzen. Was ist denn bitte schlimmer? Und warum liegt euch mehr an dem vorübergehenden Wohl eines mörderischen Terroristen, als an eurer eigenen Tochter?

    Bizarr. Hoffentlich glaubt niemand ernsthaft, dieser Masochismus wäre „humanistisch“. Er ist menschenverachtend – es sei denn, nur Terroristen sind Menschen und Töchter nicht.

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  26. Sehr geehrter vonhaeften,

    Aber was will man auch von Leuten erwarten, deren politisches „Programm“ ( eine eher „links“ gerichtete Politik: wie ärmlich) in weiten Teilen von den Kirchen abgesegnet werden kann.

    Könntest du mir mal näher erklären, wie das gemeint sein soll.

    Muss ich es so verstehen, dass man als säkularer Humanist an erster Stelle darauf achten muss, NICHTS zu befürworten, was weite Teile der Kirchen auch befürworten können??

    Läuft dies letztendlich darauf hinaus, dass die Religioten recht bekommen sollen, wenn sie ständig predigen, dass es ohne Glaube keine Ethik und keine Moral geben kann, keine „Nächstenliebe und Barmherzigkeit“??

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  27. Die Ansicht, dass ein Atheist links sein müsse, ist Unsinn. Wirklich unsinn. Schlagt Euch das aus dem Kopf!

    Kaum jemand dürfte die CDU wählen, weil er christlich ist! Naja, in Bayern mit der CSU sieht es möglicherweise partiell anders aus. Die CDU gewinnt aber ebensowenig Stimmen dadurch, christlich zu sein, wie die SPD Stimmen dadurch gewinnt, atheistisch zu sein.

    Überhaupt ist dieses Links-Rechts Denken äußerst primitiv, ebenso wie die Einstufung in Konservativ oder revolutionär. Der Feuerbringer verwendet diese Attribute für sich selbst nur, weil sie ihm von anderer Seite verliehen wurden. Tatsächlich dürfte er eher selbst denkend sein, statt einseitig konservativ. Es dürfte jedem denkenden Individuum einleuchten, dass er mit den US-Neocons äußerst wenig gemeinsam hat …

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  28. http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdkorea#Milit.C3.A4rregierungen

    Da in Wikipedia kannst du dich zum Beispiel über Südkorea informieren, sehr viele wurden da auch von der Militärregierung gefoltert und ermordet und die kann man leider nicht mehr fragen wie „toll“ die „Demokratie“ in Südkorea ist.
    Es sind meist Gewerkschafter die Wiederstand gegen die Ausbeutung der Millionen entrechteten und versklavten ArbeiterInnen in den Fabriken Südkoreas organisierten.

    Es gibt auch nicht nur die Alernative Südkorea oder Nordkorea, ich bin für Demokratie und Menschenrechte, egal in was für einem Land. Ich bin auf der Seite des Koreanischen Volkes das beide Regime abschaffen und wirkliche Demokratie einführen muß.

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  29. „Seit den frühen Pazifisten des 20. Jahrhunderts wird Humanismus – denn Griechen
    und Römer sahen Kriege als „normal“ an – auch als Anspruch gesehen, Menschen
    zum solidarischen und verantwortlichen Verhalten zu befähigen, das Krieg verhindert. Das humanistische Verständnis schließt Toleranz ein, unmittelbar verknüpft mit
    dem kämpferischen Eintreten für gesellschaftlichen Ausgleich im Alltag wie in den
    Staatsangelegenheiten. Demokratie und Völkerverständigung gelten dabei als
    Grundprinzipien, diesen Ausgleich zu suchen und zu erreichen. Sie setzen voraus,
    dass Menschen ihre Interessen – eingeschlossen die pazifistisch motivierten – anmelden unter Berufung auf ihre Bedürfnisse, die ebenso irdisch sind wie die Lösung
    gesellschaftlicher und individueller Konflikte.
    In ihren Antworten auf Fragen nach Krieg und Frieden, Abgrenzung und Toleranz,
    Konkurrenz und Einigung berufen sich Humanistinnen und Humanisten nicht auf heilige Bücher, Ereignisse, Stätten, Personen oder Symbole. Sie lernen allein aus den
    in Geschichte, Künsten, Medien und Wissenschaften vor ihnen ausgebreiteten Erfahrungen und den Erlebnissen der eigenen Biographie. Und sie wissen, zu welchen
    Heldentaten und Verbrechen Menschen in der Lage sind und wie oft unklar bleibt,
    was das eine und was das andere ist. Deshalb eint sie das Bewusstsein, dass die
    Gefahr, selbst oder andere ins Elend zu stürzen, nie gebannt ist, und dass Krieg, Naturzerstörung und materielle Not Geißeln der Menschheit sind. Jeder Dogmatismus
    und Fundamentalismus sowie jeder pädagogische, religiöse, rassistische, kapitalistische, militaristische und nationalistische Wahn wird von ihnen als Krieg fördernde
    Zuspitzungen gesellschaftlicher Ziele abgelehnt.
    Im Humanistischen Selbstverständnis des HVD heißt es: „Krieg, Produktion von
    Massenvernichtungsmitteln und Handel mit Kriegsmaterial sind inhuman bzw. immer
    ein Ergebnis inhumaner Verhältnisse und Verhaltensweisen. Humanistinnen und
    Humanisten setzen sich weltweit dafür ein, auf allen gesellschaftlichen Ebenen friedliche Konfliktlösungen zu finden. Die Verwirklichung einer menschlichen Gesellschaft
    setzt eine Politik voraus, die den Frieden sichert. Humanistinnen und Humanisten
    unterstützen aktiv eine Politik, welche jede Kriegswaffenproduktion beendet, Abrüstung verwirklicht und einen dauerhaften Frieden zwischen den Völkern der Welt
    schafft. Der ‚Humanistische Verband Deutschlands‘ unterstützt das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und nimmt zugleich das Recht in Anspruch, konfessionsfreie
    Soldaten in Lebensfragen zu beraten.“

    Klicke, um auf pazifismus.pdf zuzugreifen

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  30. @ derautor
    3. Es ist zweifelhaft, inwiefern „weiche Folter in Extremfällen“ überhaupt Folter ist. Angenommen, ein Terrorist hat eine Bombe an eure Tochter gebunden und wenn er nicht redet, stirbt sie. Würdet ihr ihn notfalls mit lauter Rockmusik beschallen? Ihn in einer unbequemen Position sitzen lassen? Und wer ist eigentlich der größere Barbar: Derjenige, der das tun würde, oder derjenige, der lieber seine Tochter in tausend Fetzen sehen würde?__________________________________________

    Deine Befürwortung von Folter ist mit Humanistischen und Demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar. Es müsste nämlich erst einmal bewiesen werden das Jemand eine Bombe irgendwo angebracht hat und der Beschuldigte hätte das Recht auf einen Anwalt und ein unabhängiges Gericht. Gewalltenteilung und Rechtsstaat nennt man das was du ablehnst.
    Das ist nämlich das Problem das man in Folterlagern wie Abu Graib und Guantanamo willkürlich unschuldige Menschen foltert und einsperrt und sie keine Möglichkeit haben sich zu verteidigen.
    Mit Folter hat man „Geständnisse“ auch schon von „Hexen“ erpresst und das ist mit Recht heute verboten.
    Irrationale, ultramethaphysische schwarzweiss Denkweise kann nur zur Forderung nach Folter führen, der Humanismus, die Aufklärung und die Menschenrechte stehen dem massiv entgegen.

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  31. @Bürger: Du schreibst:
    „Ja man sollte die Tausenden Südkoreaner Fragen die aus politischen Gründen dort eingekerkert werden oder die Millionen die ausgebeutet werden.“

    Wieviele Millionen werden dort „ausgebeutet“? In welcher Weise werden sie ausgebeutet? Wieviele sind denn genau „eingekerkert“? Woher beziehst du deine Informationen? Aus dem „Neuen Deutschland“, der „Linke Zeitung“ (http://www.linkezeitung.de/cms/index.php) oder von „scharflinks“ (http://www.scharf-links.de/) ?

    Und wie sieht es denn in Nordkorea aus? Ist das das Land deiner Träume? oder Kuba? oder Venezuela? Oder der Iran?
    Oder möchtest du gerne wieder die DDR zurück haben? Ja, natürlich. Da hatten die Leute doch wenigstens alle einen Arbeitsplatz. Und Kindergärten gabs auch genug. Und die Frauen durften sogar als Ingenieurinnen arbeiten. Und die Kirchen hatten nix zu sagen. Also eindeutig das Traumland für all die Humanisten mit dem Gutmenschen-Heiligenschein, die sich nach der Diktatur der Sozis zurücksehnen.
    Ärmlich, ärmlich. Die Argumente eines @Bürger in diesem Blog und seinen Kommentaren sind noch unter dem Niveau einer Eva Herrmann.

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  32. 1. Man fragt sich, wie eigentlich der BrightsBlog bewertet werden würde, wenn man ihn an Links im Kommentarbereich bemisst oder daran, was irgendein Kommentator sagt. Oder an den Beiträgen im Blog, das würde in diesem Fall gar nicht gut aussehen.

    2. Ich habe zwar etwas über die Partei „Die Freiheit“ geschrieben – aber nicht, dass ich sie wählen würde. Ist es ein Verbrechen, die Partei auch nur in einer Diskussion zu erwähnen?

    3. Es ist zweifelhaft, inwiefern „weiche Folter in Extremfällen“ überhaupt Folter ist. Angenommen, ein Terrorist hat eine Bombe an eure Tochter gebunden und wenn er nicht redet, stirbt sie. Würdet ihr ihn notfalls mit lauter Rockmusik beschallen? Ihn in einer unbequemen Position sitzen lassen? Und wer ist eigentlich der größere Barbar: Derjenige, der das tun würde, oder derjenige, der lieber seine Tochter in tausend Fetzen sehen würde?

    3. Ich habe selbst begründet, warum ich mich nicht mehr „Neocon“ nenne, um Ideologen keine Munition zu liefern für ihr sektiererisches Schubladendenken. Meine Positionen stehen auf festem logischen und empirischen Fundament, ich brauche keine Selbstbezeichnungen.

    Erstaunlich, welche Emotionen ich auslösen kann, indem ich mich gegen Diktaturen und Terroristen ausspreche. Ist offenbar eine sehr inkorrekte Position unter den hiesigen „Humanisten“.

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  33. @ Martin
    Der Koreakrieg kostete Hunderttausende das Leben und hat KEINE freie demokratische Gesellschaft ermöglicht? Nein? Frag mal die Südkoreaner.
    ___________________________________________
    Ja man sollte die Tausenden Südkoreaner Fragen die aus politischen Gründen dort eingekerkert werden oder die Millionen die ausgebeutet werden.

    @ Martin
    Der Vietnamkrieg hat deswegen keine freiere und demokratischere Gesellschaft ermöglicht, weil er von der demokratischeren Seite verloren wurde…
    ___________________________________________
    Welche „demokratische“ Seite hat denn den Vietnam Krieg verloren, Südvietnams Militärdiktatur ? Frankreichs Kolonialtruppen oder die US Armee welche die Militärdiktatur Südvietnams unterstützte ? 🙂

    @ Martin
    Und der Irak ist um Größenordnungen demokratischer, als er es vor dem Krieg war.
    ______________________________________________
    Ach war der Irak doch nicht so demokratisch als er von den USA massiv unterstützt den Iran Angriff oder die Kurden mit Giftgas Angriff ? 🙂

    @ Martin
    Mir scheint eher, das Menschen die sich für wer weiß wie raffiniert-differenzierte Denker halten, doch öfter Probleme haben zu verstehen, das die Frage eben manchmal doch einfach ist „Hitler oder nicht Hitler“, „Pol-Pot oder Nicht Pol-Pot“. Man kann sich halt auch dumm differenzieren.
    ______________________________________________
    So Schwarzweiß und Ultramethaphysisch ist die Welt nicht wie du dir das denkst und deine darauf basierenden Gewalltlösungsvorschläge bringen gar nichts, wie du im Irak, Afganistan und vielen anderen Ländern sehen kannst.

    Wenn nicht Hitler dann wäre es eben Himmler oder sonst wer gewesen, der Faschismus war nämlich nicht deshalb weil Hitler so ein böser Mann war wie du meinst.

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  34. @claasfletcher: „Beim Pöbel willkommen“ ist anscheinend der Autor hetmasteen, wenn er solche Sätze formuliert:

    „Er hetzt dementsprechend auch nicht gegen Homosexuelle oder Abtreibungsbefürworter, dafür aber ganz pauschal gegen den Islam. Sarrazin sei Dank, hat er dazu ein Vorbild gefunden, das es in allen Aspekten auch gerade in Bezug auf die sarrazinische Genetik zu verteidigen gilt.“

    Aber was will man auch von Leuten erwarten, deren politisches „Programm“ ( eine eher „links“ gerichtete Politik: wie ärmlich) in weiten Teilen von den Kirchen abgesegnet werden kann.

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  35. @Martin

    wirklich witzig, wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

    Andreas Müller schreibt genau das hier selbst zur „Freiheit“:

    On 23. November 2010 at 11:48 derautor said:

    Die jüdisch-christlichen Wurzeln sind mir ziemlich egal, das ist nur eine Floskel. Mir passt zum Beispiel die Idee mit den Volksabstimmungen nicht. Es ist ein Irrtum, zu glauben, sie würden das Vertrauen in die Demokratie wieder herstellen. Hier in Würzburg gibt es ständig Volksabstimmungen und entweder es nehmen nicht genügend Leute teil, oder das Ergebnis ist bestimmt durch Populismus.

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  36. @ Itz
    Ist man denn kein Humanist mehr, wenn man den „Unterdrücktesten“ militärischen Beistand leistet?
    _____________________________________________
    Kommt immer drauf an wer wem wie Beistand leistet. Die USA sind als „Weltpolizist“ jedenfalls total gescheitert und unglaubwürdig. Den Unterdrücktesten hat dieser Staat noch nie geholfen, aber immer den Unterdrückern.

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  37. Aufklärung – 2.0 – Niveau:
    „Wenn das Niveau schon längst am Arsch ist, taucht offensichtlich der User hetmasteen auf und schmeißt mit Schlamm um sich. Ginge es nach „Bubilein“ hetmasteen, so wären Blogs wie „Aufklärung 2.0″ schon längst der sozialistischen Pressezensur zum Opfer gefallen. Es ist mir ein Rätsel, wie man einen solchen mit Dummheiten angefüllten Artikel wie diesen von hetmasteen zustande bringt, es sei denn, man ist Vorsitzender im lokalen Schwachsinnigenverein.“

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  38. @vonhaeften
    Wenn das Niveau schon längst am Arsch ist kommt vonhaeften und lässt das Niveau in die „antideutsche“ Jauchengrube fallen.
    Willkommen beim Pöbel.

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  39. Wenn das Niveau schon längst am Arsch ist, taucht offensichtlich der User hetmasteen auf und schmeißt mit Schlamm um sich. Ginge es nach „Bubilein“ hetmasteen, so wären Blogs wie „Aufklärung 2.0“ schon längst der sozialistischen Pressezensur zum Opfer gefallen. Es ist mir ein Rätsel, wie man einen solchen mit Dummheiten angefüllten Artikel wie diesen von hetmasteen zustande bringt, es sei denn, man ist Vorsitzender im lokalen Schwachsinnigenverein.

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  40. @ Bürger

    „Als Humanist ist man für Frieden, für Demokratie, für Menschenrechte und gegen Unterdrückung, Krieg, Ausbeutung usw.“

    An was erinnert mich das nur…?

    Genau: World peace!

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  41. Wahrscheinlich hat ihn die gbs-Führung angezählt, im facebook nennt ehr sich nicht mehr öffentlich Neocon.
    Ein prominentes gbs-Beiratsmitglied hat sich von ihm öffentlich bei facebook animieren lassen, sich als Neocon zu outen, mal sehen wie da der Rückzug aussieht

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  42. @Andreas Müller

    Aus ihrem verlinkten Text:

    Die Todesstrafe lehne ich in allen Fällen ab. Und ich lehne Folter in allen Fällen ab. Ich fresse auch keine kleinen Kinder und trinke nicht das Blut von Christen, vergifte Brunnen, schände Hostien, und was auch immer sich die Fantasie meiner „Kritiker“ so alles ausmalt

    Das kann man auch auf Ihrer Seite lesen und das hört sich doch anders an oder?

    … Trotzdem würde ich, insofern unbedingt nötig, um Menschenleben zu retten, die „weiche Folter“ als Option im Falle von Terroristen offen halten, will heißen:

    – über mehrere Stunden nackter Aufenthalt in kalten Gefängniszellen

    – Schlafentzug über mehrere Tage und Nächte durch die Beschallung mit lauter Rockmusik

    – Fesseln des Häftlings in unangenehmen Positionen über mehrere Stunden

    – Koranschändungen

    – Drogen

    Dies aber nur, wenn es nötig ist, um an Informationen zu kommen, die wirklich Leben retten können (etwa Informationen über geplante Terroranschläge). Eine Ausnahme ist die Koranschändung, die kann man auch großzügiger anwenden (das ist keine Folter, auch wenn Wikipedia etwas anderes behauptet! Im Gegenteil schänden gefangene Islamisten auch selbst gerne mal einen Koran).

    Im Gegensatz zu dem, was ich vorher gesagt habe, denke ich jetzt, dass der Staat dies offiziell tun sollte, nicht insgeheim. Da muss schon Rechtssicherheit bestehen. Man kann weiche Folter in Extremfällen durchaus als legitim und legal ansehen, da Terroristen eben nicht den Status von regulären Kriegsgefangenen haben, weil sie keine Uniformen tragen und vor allem, weil sie Zivilisten angreifen. Behandelt man sie trotzdem so wie reguläre Soldaten, sagt man damit aus, dass es keinen Unterschied macht, ob sich ein Soldat an die Regeln hält oder nicht, ob er Unbeteiligte tötet oder nicht.

    http://feuerbringer.com/2010/10/03/grausame-dinge-die-ich-nicht-mehr-glaube/#more-5741

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  43. „Als Humanist steht man auf Seiten der Unterdrücktesten.“

    Ist man denn kein Humanist mehr, wenn man den „Unterdrücktesten“ militärischen Beistand leistet?

    Ist die „Internationale“ unter Linken nur noch Folklore?

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  44. „Irgendwie kaum zu glauben, habe mal ein bisschen auf den Seiten von Müller nachgelesen, da wird sogar Schleichwerbung für „Die Freiheit“ gemacht und in den Kommentaren wird auf den Kopp-Verlag und Ulfkotte verlinkt. Echt übel.“

    Steinigt ihn, auf seinen Seiten sind Links auf nicht linke Seiten!
    Gott, es ist kaum zu fassen, wie religiös angeblich unreligiöse sein können…..

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  45. Schwer zu begreifen ist daran vor allem, das Menschen diese Dummheiten glauben. Damit meine ich Geschwätz, wie das von Esofee.
    Der Koreakrieg kostete Hunderttausende das Leben und hat KEINE freie demokratische Gesellschaft ermöglicht? Nein?
    Frag mal die Südkoreaner.

    Der Vietnamkrieg hat deswegen keine freiere und demokratischere Gesellschaft ermöglicht, weil er von der demokratischeren Seite verloren wurde…

    Und der Irak ist um Größenordnungen demokratischer, als er es vor dem Krieg war.

    Mir scheint eher, das Menschen die sich für wer weiß wie raffiniert-differenzierte Denker halten, doch öfter Probleme haben zu verstehen, das die Frage eben manchmal doch einfach ist „Hitler oder nicht Hitler“, „Pol-Pot oder Nicht Pol-Pot“.

    Man kann sich halt auch dumm differenzieren.

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  46. @ itz
    Die Masche der Nationalsozialisten war es auch sich als Links auszugeben, nicht anders ist es mit den Islamophoben, PI usw.

    Atheist zu sein sagt auch noch nichts aus weil man zwar vielleicht nicht an eine Religion sondern an eine Rasse oder Herrschende Klasse oder sein Vermögen „glaubt“.

    Wesentlich ist für mich Humanist zu sein. Man versucht die Welt im Interesse aller Menschen zu gestalten, nicht für Götter und auch nicht für unterdrückerische Minderheiten der Menschen. Als Humanist ist man für Frieden, für Demokratie, für Menschenrechte und gegen Unterdrückung, Krieg, Ausbeutung usw. Als Humanist steht man auf Seiten der Unterdrücktesten.

    „Feuerbringer“ und ähnliche Konsorten sind in Wahrheit „Ideologiekritiker und Erkenntnistheoretiker“ die nicht wirklich ernsthaft Argumentieren wollen. Sie führen Scheindebatten gegeneinander um die „unsinnigkeit“ von Diskussionen beweisen zu wollen. So stellen sie sich auch gerne in den Dienst von Rassisten die ihre rassistischen Verbrechen vernebeln möchten.
    Die sind nicht wichtig, wollen sich nur wichtig machen.

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  47. Noch einmal zu der Frage der Stimme der Konfessionslosen in der politischen Landschaft: Warum nicht entsprechende Arbeistkreise beispielsweise bei der SPD oder auch in der FDP unterstützen, den jeweiligen Abgeordneten Mut machen?
    Die Christen, allen voran die „Evangelikalen“ betreiben auf breiter Front eine Lobbyarbeit, die sich sehen lässt – dabei gibt es nur 1,2 Millionen evangelikal-chrismatische Christen in D. – Los geht’s mit der Lobby-Arbeit in der Politik: Gründet Arbeistkreise „Humanismus und Politik“ oder so.
    Aufstehen, Anpacken und nicht der Irrationalisten das Feld überlassen, das ist das Gebot der Stunde.

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  48. „Das Mittel des Krieges scheint es ihm auch angetan zu haben, denn er möchte die Welt von allen Diktaturen befreien, natürlich im Interesse der Menschenrechte, weil jeder ein Recht auf Menschenwürde habe und das müsse man eben erkämpfen, selbstverständlich mit Hinnahme von Kollateralschäden und gegen die Vorstellungen der dummen Pazifisten.“

    Ja und? Sind das nicht klassische „eher linke“ Ansichten?

    Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht !
    Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.

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  49. @Kurt

    Einem „staatlichen Bildungssystem“ und einem „staatlichen Gesundheitswesen“, das beides erfahrungsgemäß nicht funktioniert, könnte ich nicht zustimmen.

    Woran liegt es denn, dass es deiner Meinung nach nicht funktioniert??

    Bist du dann eben für Privatschulen wie Waldorf und christliche Schulen, ist das dann für dich besser?
    Die auch zudem jeder selbst bezahlen muss; Bildung allgemein nur abhängig vom entsprechenden Geldbeutel der Eltern oder was?? Und ein nicht vorhandenes Gesundheitssystem wie in den USA, wo du verreckst, wenn du eine OP nicht bezahlen kannst, bzw. zumindest finanziell ruiniert bist, bis auf die Knochen, wenn du es bezahlst, oft trotz Privatversicherung, die im Individualfall dann eben nicht dafür aufkommt??

    Zum Kriegsthema stimme ich der Meinung des von mir kopierten Kommentars von Sapere Aude voll zu. Mehr muss man dazu bestimmt nicht sagen.

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  50. @Rolo

    Aber, wie schon gesagt, wer sich zutraut die Welt besser und menschenwürdiger zu gestalten und dabei jedermann alles recht zu machen, packe es an. Anhänger wird er immer finden.

    Man kann es nie jedem recht machen, das dürfte auch jedem klar sein, darum geht es doch aber gar nicht. So wie ich den Artikel verstanden habe, geht es um die Klarstellung, dass auch innerhalb der säkularen Szene extreme Meinungen vertreten werden. Wenn ich mich als säkularer Humanist , Atheist und Laizist bezeichne, was ich auch tue, möchte ich weiß Gott nicht mit Andreas Müller über einen Kamm geschert werden. Der Artikel dient m.E. dazu, dass jeder wissen sollte, dass es für die genannten Begriffe eben keine allgemein gültigen Definitionen gibt. Somit möchte ich persönlich auch auf keinen Fall, dass Müller hier eine Definitionshoheit einleitet.

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  51. @Esofee
    Der Einzige der etwas tut ist der Andreas Müller bestimmt nicht und für mich ist er auch nicht richtungsweisend. Es gibt noch tausende von Müller´s auf der Welt und die machen sicher auch nicht alles richtig.
    Aber, wie schon gesagt, wer sich zutraut die Welt besser und menschenwürdiger zu gestalten und dabei jedermann alles recht zu machen, packe es an. Anhänger wird er immer finden.

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  52. @Rolo

    Was soll das denn??

    Du tust gerade so, wie wenn Müller der einzige wäre, der etwas tut. Wo hat er denn bisher, außer mit Worten, etwas getan, das die Welt verbessert hätte??

    So viel ich heute gelesen habe, teilt er auch gewaltig aus, wenn ihm eine andere Meinung nicht passt und er droht relativ schnell mit Zensur. Aber ihn darf man nicht kritisieren oder wie??

    Dass man auch in der säkularen Szene Kompromisse eingehen muss, ist absolut klar, es gibt jedoch für alles eine Grenze. Ich finde es einfach heuchlerisch, wenn man nach Außen kritisiert , die gleiche angebrachte Kritik jedoch intern verweigert. Wer zu seiner Meinung steht, macht sie nicht abhängig von der Person, die zu kritisieren ist.

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  53. @hetmaste @Esofee,
    Wenn keiner was tut wird gejammert, wenn einer was tut wird geschimpft.
    Wenn man etwas ganz genau weiß, sollte man die Initiative ergreifen und die entsprechende Sache besser machen. Mit großen Worten allein, ist die Welt leider nicht zu verbessern.
    Schwierig, Schwierig, da es so viele unterschiedliche individuellen Meinungen und Bedürfnisse gibt. Deshalb funktioniert ja auch eine sozialistische oder kommunistische Gleichschaltung auf Dauer nicht. (Noch nicht mal im Bildungs- oder im Gesundheitswesen.) Wie wär´s mit, natürlich gewaltloser, globaler Gehirnwäsche ? Wer den Mut hat, packe es an. 😉

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  54. Einem „staatlichen Bildungssystem“ und einem „staatlichen Gesundheitswesen“, das beides erfahrungsgemäß nicht funktioniert, könnte ich nicht zustimmen. „Anti-Kriegspolitik“, was soll das heißen? Wer macht „Kriegspolitik“? Hetmasteens Politikentwurf schmeckt mir irgendwie sehr nach Ideologie und Denkverboten und nicht nach Brights.

    „Jungspund“, „Kerlchen“, „Bubi“, „Bubilein“, „Pupertät“. – Hetmasteen, mit persönlichen Diffamierungen (und Neid ;-)) reagieren Menschen, wenn sie sich in ihrem Glauben oder in ihrer Betonideologie angegriffen fühlen. Das sagt Ihnen einer, der nicht 15 sondern mehr als 30 Jahre älter als Herr Müller ist. – Bringen Sie doch Argumente statt Klischees, z. Bsp. gegen Müllers Ansichten zum Krieg. Dann kann man auch miteinander diskutieren.

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  55. Irgendwie kaum zu glauben, habe mal ein bisschen auf den Seiten von Müller nachgelesen, da wird sogar Schleichwerbung für „Die Freiheit“ gemacht und in den Kommentaren wird auf den Kopp-Verlag und Ulfkotte verlinkt. Echt übel.

    http://feuerbringer.com/2010/11/20/neokonservatismus-warum-wir-ihn-brauchen/

    Er hat aber anscheinend wegen seiner Einstellung schon öfter Probleme bekommen:

    http://neueatheisten.wordpress.com/2010/11/17/humanistischer-krieg/

    On 18. September 2010 at 16:23 sapere aude said:
    Ich will kurz erklären, was ich mit „reaktionärer Scheißdreck“ meine:

    Du schreibst nach einer Beschreibung Deiner Überzeugungen ganz am Ende, dass Du die Ansicht Stephen Humphreys teilst:

    „I believe in western civilization … I believe these are universal values that should spread to the entire world. I want to see all dictatorships and tyrannies in the world ended, by force if necessary.„

    Du willst Diktatoren töten? Du willst Diktaturen mit Gewalt beenden?

    Eine Diktatur endet nicht, weil ihr Führer ermordet wird. Kannst Du auch nur ein enziges Beispiel für den Zusammenbruch einer Diktatur als Folge von Tyrannenmord nennen? Tyrannenmord dient der Installation einer neuen Tyrannei. Sei es eine Oligarchie, Monarchie oder Theokratie.

    Die häßliche Wahrheit, die Du in Deinem hehren Pamphlet nicht ansprichst, ist, dass Du, um eine Tyrannei zu zerstören, Tausende töten mußt, gewachsene Strukturen zerstören, Machtebenen vernichten und Eliten enthaupten.

    Damit wirst Du jedoch keine loyalen Untertanen züchten – sondern latente Terroristen. Die Dir dann als Argument dienen, weitere Menschen abzuschlachten.

    Korea, Vietnam, Kambodscha, Afghanistan, Irak. Kriege, die Hundertausenden das Leben kosteten, keine freien, demokratischen Gesellschaften ermöglichten und den Hass auf die Weltmacht USA und seine Alliierten auf Jahrhunderte zementierten.

    Die Welt ist nicht Hitler vs. Nicht-Hitler.

    Was ist so schwer daran zu begreifen?

    http://feuerbringer.com/2010/09/17/wo-stehe-ich-politisch/

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